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Ist eine Zweitpromotion im Bereich der Wirtschaftswissenschaften sinnvoll?

Zweitpromotion im Bereich der Wirtschaftswissenschaften© Thorsten Harries - iStockphoto.com

Ich (29 Jahre) stehe gegenwärtig kurz vor dem Abschluss meines Promotionsverfahrens (Wirtschaftswissenschaften) und befinde mich mitten in der Bewerbungsmühle.

Nun wird mir mehrfach die Möglichkeit geboten, eine Habilitationsschrift anzufertigen oder eine Zweitpromotion zu erstellen. Neben dem "Alltagsgeschäft" möchte ich sehr gerne eines dieser übergeordneten Ziele verfolgen. Allerdings, da ich keine Lehrtätigkeit anstrebe, bin ich eher geneigt, die Möglichkeit zur Zweitpromotion zu ergreifen. Ist dies überhaupt sinnvoll (bezüglich Karriereaussichten)? Und in welchem Maße wäre eine "Überschneidung" der Themengebiete von Promotion 1 zu 2 möglich?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Da Sie nach eigenen Angaben keine Karriere in der Wissenschaft anvisieren, erscheint uns ein langjähriges Habilitationsprojekt nicht als zielführend. Hinsichtlich der Zweitpromotion ist aus unserer Perspektive ebenfalls die Sinnhaftigkeit kritisch zu hinterfragen.

Durch eine Promotion belegen Sie Ihre Fähigkeiten zur vertieften wissenschaftlichen Arbeit. Ausgehend hiervon ist es aus unserer Perspektive nicht überwiegend wahrscheinlich, dass Sie durch eine Zweitpromotion Ihre Karriereaussichten deutlich verbessern würden.

Vielmehr sollten Sie den Erwerb von praxisrelevanten Zusatzqualifikationen (wie beispielsweise ein an einer ausländischen Hochschule erworbener MBA) fokussieren. Unabhängig hiervon wäre selbstverständlich eine Überschneidung der Themengebiete von Promotion 1 und 2 möglich, wenn dies im Rahmen Ihrer Zweitpromotion vom wissenschaftlichen Betreuer als unproblematisch aufgefasst wird.
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