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Juniorprofessorin oder Lehrkraft für besondere Aufgaben?

Juniorprofessorin oder Lehrkraft für besondere Aufgaben?© Kutay Tanir - iStockphoto.com

Ich arbeite als künstlerische Mitarbeiterin in Brandenburg und möchte mich erkundigen, ob es nach Ablauf meines Vertrages möglich ist, in eine Stelle als Juniorprofessorin oder Lehrkraft für besondere Aufgaben zu wechseln? Ist dies ohne "Zwangspause" möglich, bzw. wie könnte ich meine bisherige Stelle als künstlerische Angestellte in eine Anstellung ohne Befristung ändern lassen?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Ob die Bekleidung einer Stelle als Juniorprofessorin, als Lehrkraft für besondere Aufgaben oder als unbefristete künstlerische Angestellte möglich ist, hängt von den jeweiligen Einstellungsvoraussetzungen - im jeweiligen Bundesland - ab. Für die Einstellung als Juniorprofessorin ist prinzipiell ausreichend ein Hochschulstudium, pädagogische Eignung sowie die besondere Fähigkeit zu wissenschaftlicher Arbeit, in der Regel nachgewiesen durch die herausragende Qualität einer Promotion. Darüber hinaus wird jedoch regelmäßig verlangt, dass Promotions- und Beschäftigungsphasen vor Bekleidung der Juniorprofessur einen bestimmten Zeitraum - regelmäßig sechs Jahre - nicht überschritten haben dürfen. Im Einzelnen dürfen wir verweisen auf die jeweiligen landesgesetzlichen Regelungen im Hinblick auf die Einstellungsvoraussetzungen für Juniorprofessuren (vgl. etwa § 43 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes). Zudem sind regelmäßig besondere Bedingungen zu beachten, wenn Sie an der Hochschule, an der Sie bisher tätig sind, Juniorprofessorin werden wollen.

Wegen der genauen Einstellungsvoraussetzungen für Lehrkräfte für besondere Aufgaben müssen wir ebenfalls auf die einschlägigen Landeshochschulgesetze verweisen. Prinzipiell ist auch hier bei Vorliegen der Voraussetzungen ein Wechsel von der künstlerischen Mitarbeiterin zur Lehrkraft für besondere Aufgaben denkbar.

Auch eine unbefristete Beschäftigung als künstlerische Mitarbeiterin ist vorbehaltlich der Bestimmungen des jeweiligen Hochschulgesetzes möglich. Diesbezüglich sollten Sie sich frühzeitig mit Ihrem Vorgesetzten in Verbindung setzen, damit von der Verwaltung geprüft werden kann, ob eine unbefristete Beschäftigung in Betracht kommt. Für eine unbefristete Beschäftigung braucht man erfahrungsgemäß die Unterstützung des Vorgesetzten bzw. des jeweiligen Fachbereiches. In einem solchen Fall sollte man daher "Bottom up" vorgehen.
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