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Letzte Gelegenheit

Von JAN-MARTIN WIARDA

Hochschulen, die im Wettbewerb scheitern, zeigen trotzdem Mut.

Letzte Gelegenheit: Hochschulen die im Wettbewerb scheitern, zeigen trotzdem Mut© AM29 - iStockphoto.com
Am Mittwoch, den 2. März verkünden Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft, welche Universitäten sich als Bewerber an der nächsten - der letzten - Phase der Exzellenzinitiative beteiligen dürfen. Aussortiert werden diejenigen Antragsskizzen, die nach Gutachtermeinung schon für einen Vollantrag nicht gut genug sind. Auch wenn es sich dabei nur um eine Art Vorrunde handelt: Die Nervosität aller Beteiligten ist enorm. Längst sind zum Beispiel die Namen aller 22 Hochschulen durchgesickert, die sich um den Status einer Elite-Uni beworben haben.

So käme das Scheitern an der ersten Hürde für viele einer Blamage gleich, die schwerer wöge als das ehrenvolle Ausscheiden in der Hauptrunde. Wer deshalb jedoch dann die Suche nach den Schuldigen für das Scheitern beginnen will, sei gewarnt: Diejenigen Rektoren, die ihre Universitäten zu Anträgen geführt haben, haben damit - auch wenn sie ausscheiden - Mut bewiesen. Den Mut zur Exzellenz, vor allem aber auch: den Mut, den Kopf aus der Masse zu heben. Bestraft man sie aus verletztem Stolz dafür, stellt man sicher, dass sich künftig wieder alle brav ins Glied ducken. Denn auch wenn dies die letzte Phase der Exzellenzinitiative ist: Gelegenheiten, sich auszuzeichnen, wird es wieder geben.

Aus DIE ZEIT :: 24.01.2011

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