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Nachgefragt: Karsten Schwanke begann als wissenschaftliche Hilfskraft

von Karsten Schwanke

Als Wissenschaftsjournalist profitiert Karsten Schwanke noch heute von seinen Erfahrungen als Hiwi in der Meteorologie.

FRÜHER HIWI - HEUTE...

Ob Rektorin, Vorstand, Professorin oder Wissenschaftsjournalist - sie alle starteten ihre Karriere als Hiwi und erzählen von ihren Erfahrungen.
Früher Hiwi... heute Wissenschaftsjournalist und Wettermoderator: Karsten Schwanke© Peter Christian BlumKarsten Schwanke arbeitete während seines Studiums als Hiwi in der Meteorologie
Einen Hiwi-Job in der Meteorologie zu bekommen, war in Hamburg dank der hohen Dichte an Forschungseinrichtungen kein Problem. Ich habe fast mein gesamtes Studium am Deutschen Klimarechenzentrum und am Max-Planck-Institut für Meteorologie als studentische Hilfskraft gearbeitet. Meine Aufgaben waren eigentlich sehr "Hiwi-typisch", d.h. Daten auswerten, Bilder für Plakate bearbeiten und Temperaturentwicklungen analysieren. Ein großer Vorteil an diesem Job war der tägliche Umgang mit Klimamodellen und den Regeln des Wissenschaftsbetriebs. Ich habe hautnah erlebt, wie ein Paper geschrieben, eine Tagung vorbereitet oder ein Poster aufgebaut werden muss.

Von dieser Erfahrung profitiere ich noch heute, fast 20 Jahre später. Ich weiß, wie ein Wissenschaftler arbeitet und was es heißt zu forschen. Dieser Einblick erleichtert meine Arbeit als Wissenschaftsjournalist ungemein und schafft ein Grundverständnis für viele Reportagen und Themen. Die Wissenschaft wäre übrigens auch mein Plan B gewesen, falls es mit dem Job als Wettermoderator nicht geklappt hätte. Meine Diplomarbeit über Simulationen von Vulkanausbrüchen habe ich bei einem meiner damaligen Chefs geschrieben und er hat mir danach sogar eine Promotionsstelle angeboten.

Karsten Schwanke studierte Meteorologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Hamburg und schrieb seine Diplomarbeit über "Simulation von Vulkanausbrüchen" am Deutschen Klimarechenzentrum.


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academics :: August 2013