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Nachgefragt: Prof. Dr. Marion Merklein arbeitete als Hiwi in der Werkstoffwissenschaft

von Marion Merklein

Prof. Dr. Marion Merklein hatte gleich zwei Hiwi-Jobs und erinnert sich noch heute gerne an diese lehrreiche Zeit.

FRÜHER HIWI - HEUTE...

Ob Rektorin, Vorstand, Professorin oder Wissenschaftsjournalist - sie alle starteten ihre Karriere als Hiwi und erzählen von ihren Erfahrungen.
Früher Hiwi... heute Professorin für Fertigungstechnologien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg© Marion MerkleinProf. Dr. Marion Merklein arbeitete als studentische Hilfskraft
Ich habe erst gegen Ende meines Studiums angefangen, als studentische Hilfskraft zu arbeiten. Mich hatte einer meiner damaligen Professoren angesprochen, ob ich nicht Übungen leiten und Praktika betreuen möchte. Ausgewählt wurde ich wohl wegen meiner guten Noten. Das Unterrichten von jüngeren Studenten fiel mir eigentlich recht leicht, schon in der Schule habe ich mit Mathenachhilfe mein Taschengeld aufgebessert. Außerdem waren es die Übungen zu einer Einführungsvorlesung und somit inhaltlich kein großes Problem. Parallel dazu war ich noch bei einem Projekt über Ermüdungsprobleme bei Nickellegierungen beschäftigt. An dem gleichen Lehrstuhl hatte ich vorher schon meine Studienarbeit geschrieben und auch hier wurde mir die Stelle von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter angeboten.

Gleich zwei Hiwi-Jobs zu haben, war natürlich toll. Geld kann man als Student schließlich immer gebrauchen. Aber auch sonst erinnere ich mich gerne an meine Hiwi-Jobs. Ich habe in dieser Zeit viel über Projektarbeit, wissenschaftliche Methoden und die Vermittlung von Wissen gelernt. Letztendlich hat genau dass auch Lust auf mehr Wissenschaft gemacht. Für meine Promotion bin ich dann allerdings in die Fertigungstechnologie gewechselt, vor allem weil mich der Praxisbezug stärker gereizt hat. An dem guten Verhältnis zu meinen ehemaligen Vorgesetzten hat dieser Wechsel nichts geändert, zu beiden habe ich bis heute regelmäßigen Kontakt.

Prof. Dr. Marion Merklein studierte Werkstoffwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2011 ist sie dort Dekanin der Technischen Fakultät. Im März 2013 wurde Merklein mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft - einem der wichtigsten deutschen Forschungspreise - ausgezeichnet.


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academics :: August 2013