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Nachgefragt: Ranga Yogeshwar lernte als Hiwi Physik aus erster Hand

von Ranga Yogeshwar

Für Ranga Yogeshwar hatte die Arbeit als Hiwi zwei positive Aspekte: er lernte Physik aus erster Hand und konnte gleichzeitig sein Studium finanzieren.

FRÜHER HIWI - HEUTE...

Ob Rektorin, Vorstand, Professorin oder Wissenschaftsjournalist - sie alle starteten ihre Karriere als Hiwi und erzählen von ihren Erfahrungen.
Früher Hiwi... heute Physiker, Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator: Ranga Yogeshwar© Ranga YogeshwarRanga Yogeshwar begann seine Karriere als wissenschaftliche Hilfskraft
Ich habe während meines Studiums am 3. Physikalischen Institut an der RWTH Aachen gearbeitet, vor allem weil ich auf das Geld angewiesen war. Als junger, etwas rebellischer Physik-Student habe ich so manchen Konflikt mit meinen Eltern ausgefochten und durch die Arbeit als Übungsgruppenleiter war ich nicht unbedingt auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Darüber hinaus war die Arbeit natürlich eine große Bereicherung und eine gewisse Ehre für mich als jungen Studenten. Mein Professor hat mich damals nämlich im zweiten Semester in einer Vorlesung rekrutiert.

Der Hiwi-Job hatte also zwei positive Aspekte: Ich habe Geld verdient und die Physik aus erster Hand (kennen-)gelernt. Auch wenn mich manche Diskussionen und Experimente fachlich sicherlich überfordert haben, war mein Chef, Professor Dr. Helmut Faissner, eine große Inspiration. Er hat uns sehr gefördert und motiviert, auch über die Vorlesungen hinaus zu denken und zu lesen. Ich wollte schließlich all diese spannenden Dinge verstehen und habe mich dafür auch gerne zum Lernen an den Schreibtisch gesetzt. Ein großer Pluspunkt war sicherlich auch das angenehme Klima am Institut. Selbst als studentische Hilfskraft wurde ich zu allen Geburtstagen eingeladen und hatte bis zu seinem Tod engen Kontakt zu meinem ehemaligen Professor.

Ranga Yogeshwar studierte Physik an der Technischen Hochschule Aachen. Seine Abschlussarbeit schrieb er im Fachbereich "Experimentelle Elementarteilchenphysik und Astrophysik".


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academics :: August 2013