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Nebenberuflich in die Wissenschaft?

Nebenberuflich in die Wissenschaft?© fredfroese - iStockphoto.com

Als promovierter BWLer mit Lehrauftrag an einer Universität würde ich gerne neben meinem Job in der Wirtschaft noch stärker wissenschaftlich tätig sein, ohne dabei meine Position in der Wirtschaft aufgeben zu müssen. Welche Möglichkeiten gibt es hierfür (Teilzeitprofessur (FH), Gastprofessur, weitere Lehraufträge o.ä.) und wie trete ich mit diesemThema an Hochschulen/Professoren heran?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Die Wahrnehmung von Lehraufträgen ist eine "klassische" Möglichkeit, wissenschaftliche Tätigkeit mit einer Tätigkeit in der Wirtschaft zu verbinden. Sofern es nach den einschlägigen Landeshochschulgesetzen an den Hochschulen möglich ist, (auch) Gastprofessoren einzustellen, so ist die geschuldete Arbeitsleistung der Gastprofessoren regelmäßig höher als diejenige von Lehrbeauftragten.

Für die Einstellung als Gastprofessor müssen überdies in aller Regel die Voraussetzungen für die Einstellungen als Professor erfüllt werden. Die Wahrnehmung einer "echten" Professur im Rahmen einer Teilzeitprofessur in Verbindung mit einer Tätigkeit in der Privatwirtschaft ist nach unserer Erfahrung eher selten. Dies liegt erstens daran, dass Teilzeitprofessuren nicht sehr häufig ausgeschrieben werden. Zum anderen bedeutet Teilzeit dann zumeist, dass mindestens die Hälfte der Arbeitszeit geleistet werden muss. Ob sich dies mit den Rahmenbedingungen bei einem privatwirtschaftlichen Arbeitgeber verträgt, ist sicher eine zu stellende Frage.

Die Wahrnehmung von Lehraufträgen gelingt sehr häufig über entsprechende Kontakte zu einer Hochschule. So könnten Sie Ihr Interesse hieran bei Bestehen entsprechender Netzwerke äußern. In unseren Augen können Sie einschlägige Fachbereiche auch direkt kontaktieren.
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