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Promotion oder Referendariat?

Promotion oder Referendariat?© Flügelwesen - Photocase.com

Nach meinem FH-Abschluss in WiWi besuche ich jetzt berufbegleitend ein Masterstudienprogramm. Ich bin mir im Anschluss nicht sicher, ob ich anschließend eine Promotion in Erziehungswissenschaften anstreben soll (berufsbegleitend) und meine derzeitige sichere Arbeitsstelle, die nichts mit Erziehungswissenschafen zu tun hat, auf halbtags reduzieren oder lieber kündigen und das Referendariat machen soll. Ich muss dabei ergänzen, dass ich mit Beginns des Referendariats bereits 48 Jahre alt sein werde, also eine Verbeamtung nicht mehr in Frage kommen wird. Schließlich besteht die Gefahr der Arbeitslosigkeit nach einer Kündigung.

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Die Promotion gilt als Befähigung zum vertieften wissenschaftlichen Arbeiten. Grundsätzlich gilt die Promotion als förderlich für die Karriere, allerdings sollte sie einen praxisrelevanten Bezug aufweisen. Weiterhin ist grundsätzlich festzustellen, dass ab Erreichen eines gewissen Alters ein Promotionsvorhaben von vielen Personalleitern eher als "Privatangelegenheit" aufgefasst wird. Diese Schwelle wird regelmäßig ab Vollendung des 40.

Lebensjahres anzunehmen sein. Insoweit würden wir Ihnen per se eher zu einer berufsbegleitenden Promotion raten wollen. Die von Ihnen angesprochene Nichtbeamtung bei dem möglichen Beginn eines Referendariats im Anschluss an Ihr Studium darf nicht von dem Umstand ablenken, dass ein Referendariat grundsätzlich als Vorbereitungsdienst aufzufassen ist. Entscheidend ist doch, was nach dem Referendariat an Beschäftigungsmöglichkeiten denkbar wäre.
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