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Promotionsstellen an Universitäten

Von Julia Becker

In einer Promotionsstelle an einer Universität zu promovieren, zählt zu den gängigsten Varianten der Promotion. Vorteile sind hier der direkte Einblick in den Wissenschaftsbetrieb und eine Arbeit, die zum Promotionsthema passt.

Das richtige Dissertationsthema© franny-anne - iStockphoto.comMit einer Promotionsstelle an der Uni im Wissenschaftsbetrieb zum Doktortitel
Eine etwas aufwendigere Art, die Promotion zu finanzieren, ist die Arbeit an einer Universität im Rahmen einer Promotionsstelle. Diese Option, die auch interne Promotion genannt wird, wählt ein Großteil der Doktoranden in Deutschland. Hier schreiben die Nachwuchswissenschaftler nicht nur ihre Dissertation, sondern arbeiten darüber hinaus auch am universitären Institut ihrer Doktorväter/-mütter mit.

Zu ihren Aufgaben als wissenschaftliche Mitarbeiter zählen in der Regel die Forschung, aber auch die Lehre vor Studenten. Für ihre Arbeit bekommen die Doktoranden ein Gehalt, das sich üblicherweise an der Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes (TVöD) orientiert. Das Geld dafür stellen zum einen die Universitäten bereit, zum anderen werden Drittmittel akquiriert. Promotionsstellen sind befristete Positionen, die oft auch als Teilzeitstellen angeboten werden.

Der Vorteil von Promotionsstellen ist, dass die Arbeit der Doktoranden in der Regel zum Thema ihrer Promotion passt und nicht fachfremd ist - bei klassischen Aushilfsjobs wäre dies anders. Besonders interessant sind Doktorandenstellen für Naturwissenschaftler, da sie Labore und technische Geräte der Universität für die Arbeit an ihrer Promotion nutzen können. Der Nachteil von Promotionsstellen: Sie sind oft mit viel zusätzlicher Arbeit am Institut verbunden; nicht selten werden die vereinbarten Arbeitszeiten überschritten. Da erfordert es viel Disziplin, die Promotion nicht zu vernachlässigen.

Onlinesuche nach Promotionsstellen

Wenn Sie auf der Suche nach Promotionsstellen an Universitäten sind, sollten Sie direkt auf den jeweiligen Internetseiten der Hochschulen nach Ausschreibungen suchen. Zudem lohnt sich ein Blick auf die Webseiten der anvisierten Institute und Lehrstühle. Auch academics bietet zu vakanten Promotionsstellen einen umfangreichen Überblick.

Initiativbewerbungen bei Universitäten haben in der Regel kaum Chancen auf Erfolg, da jeder Professor nur wenige Stellen zu vergeben hat und jede Promotionsstelle öffentlich ausgeschrieben werden muss. Was Sie aber stattdessen tun können: Schon während des Studiums Kontakt zu Ihrem potenziellen späteren Doktorvater bzw. Ihrer Doktormutter aufnehmen. Denn auch die Professoren halten Ausschau nach geeigneten Kandidaten für ihre Promotionsstellen und sprechen Studenten mit herausragenden Leistungen bisweilen direkt an. Also, werfen Sie frühzeitig Ihren Namen in den Ring, und zeigen Sie an geeigneter Stelle, was Sie können.

academics :: März 2015