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Promovieren in den USA?

Promovieren in den USA?© acilo - iStockphoto.com

Ich habe 2009 mein Studium der Psychologie mit Diplom (Note: 1,0) abgeschlossen und arbeite seitdem in meiner ersten Anstellung als Psychologin innerhalb eines Forschungsstipendiums an einer Uniklinik.
Nach Beendigung meines Forschungsstipendiums würde ich gerne in die USA gehen, weil mein Mann dort an einer amerikanischen Uni tätig ist. Dort gäbe es einerseits die Möglichkeit, mich zur Promotion in den USA bei verschiedenen Graduate Schools zu bewerben oder aber eine Dissertation über mein aktuelles Forschungsprojekt anzufertigen (die Arbeit könnte ich nach Abschluss meines Forschungsprojektes in den USA anfertigen, was nach bisherigen Absprachen als relativ zügig realisierbar einzuschätzen ist).

Die Bewerbungen für die Graduate Schools sind leider aufgrund zuvor abzulegender diverser Aufnahme- und Sprachprüfungen sehr aufwändig und es wird relativ schwierig werden, diesen Zeitaufwand neben dem Vollzeitstipendium aufbringen zu können, um mich für 2012 bewerben zu können. Allerdings würden mein Mann und ich gerne langfristig in den USA bleiben und ich frage mich, ob es unter dieser Voraussetzung vorteilhafter wäre, in den USA zu promovieren und den damit verbundenen Aufwand auf mich zu nehmen.

Gerne würde ich Ihre Einschätzung erfahren, welche Vorgehensweise Sie für eine langfristige Jobperspektive in den USA als vorteilhafter einschätzen oder ob Sie mir gegebenenfalls weitere Tipps oder Empfehlungen aussprechen können.

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Vor dem Hintergrund Ihres Planes, aus familiären Gründen langfristig in den USA beruflich Fuß zu fassen, erscheint eine Bewerbung für eine amerikanische Graduate School durchaus als sinnvoll.

Andererseits wäre auch denkbar, erst nach Abschluss einer deutschen Promotion auf dem amerikanischen Bewerbermarkt einzusteigen. Als hilfreich könnte es sich erweisen, innerhalb der internationalen Scientific Community Ihres Bereiches nach den Erfolgsaussichten eines derartigen Vorgehens zu erkundigen.

Möglicherweise können Kollegen Ihres Mannes an der amerikanischen Uni, an welcher er wissenschaftlich tätig ist, hierzu erste Anhaltspunkte liefern. Des Weiteren könnten Sie erwägen, im Netzwerk der German Scholars Organization weitere Erkundigungen zu Ihrer Situation einzuholen. Die GSO ist eine unabhängige und gemeinnützige Organisation für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ausland, insbesondere in USA und Kanada.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage www.gsonet.org».
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