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Promovieren in Deutschland oder in den USA?

Promovieren in Deutschland oder in den USA?© Hans Klamm - iStockphoto.com

Ich habe das Angebot, in den USA meinen PhD zu machen, finanziert mit einer Stelle als Teaching Assistant. Mein Hintergrund ist folgender: Ich habe vor fünf Jahren meinen Magister-Abschluss gemacht, unterrichte momentan Deutsch als Fremdsprache und möchte nun doch noch promovieren.

Ist das strukturierte Programm in den USA eine gute Chance, oder wäre es besser, in Deutschland zu promovieren? Ich habe allerdings keine Kontakte mehr zur Uni, müsste mir eigenständig Thema und Professor suchen und hätte dann ja auch keine Finanzierung. Ich befürchte, dass ich nach der Promotion in den USA auf den amerikanischen Stellenmarkt festgelegt bin. Was meinen Sie?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Inwieweit ein PhD-Programm in den USA einer Promotion in Deutschland vorzuziehen ist, lässt sich allgemein nur schwer beantworten. Es kommt hier maßgeblich auf Ihre eigenen Vorlieben an. Die hierbei von Ihnen abzuwägenden maßgeblichen Gesichtspunkte haben Sie auch bereits erkannt.

Wie Sie diese nun gewichten wollen, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Generell lässt sich allerdings sagen, dass der amerikanische PhD keinesfalls einen schlechteren Ruf genießt als das deutsche Doktorat. In der Regel werden beide Qualifikationen als in etwa gleichrangig angesehen. Nicht zuletzt angesichts der Internationalisierung der Arbeitsmärkte dürften Sie deshalb durch einen PhD auch nicht auf den amerikanischen Stellenmarkt festgelegt sein. Je nach Berufswunsch mag eine entsprechende internationale Ausrichtung für Sie auch von Vorteil sein.
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