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Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings

von THOMAS KRÜGER und GEORG RUDINGER

Zum siebten Mal konnten die Mitglieder des Deutschen Hochschulverbands die Arbeit "ihres" Rektors/Präsidenten und zum sechsten Mal "ihres" Wissenschaftsministers bewerten. Wer steht dieses Mal an erster Stelle? Wer hat sich verbessert und wer verschlechtert?

Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings© sergign - Fotolia.comRektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 wurden von den Mitgliedern des Deutschen Hochschulverbands gewählt
Ende letzten Jahres hat der DHV seine Mitglieder zum siebten Mal zur Wahl "Rektor des Jahres" und in dieser Form zum sechsten Mal zur Wahl des "Wissenschaftsministers des Jahres" aufgerufen1. Insgesamt haben sich 2.997 Mitglieder an mindestens einer der Abstimmungen beteiligt.

Gewählt wurde zum "Rektor des Jahres 2015" Herr Prof. Dr. Helmut J. Schmidt von der TU Kaiserslautern und zum "Wissenschaftsminister des Jahres 2015" Frau Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Frau Ministerin Bauer ist schon einmal 2013 zum "Wissenschaftsminister des Jahres" gewählt worden. Die beiden letztjährigen Gewinner - Rektor Koch (Wuppertal) und Bundesministerin Wanka - erreichten jeweils den zweiten Platz.

Das Vorgehen bei den Wahlen zum "Rektor des Jahres" und "Wissenschaftsminister des Jahres" entsprach grundsätzlich dem bisherigen Procedere. Die Teilnehmer sollten bei beiden Wahlen aus einer - nun allerdings gekürzten - Liste von elf bzw. zehn Eigenschaften (s.u.) die fünf wichtigsten auswählen, über die ihrer Meinung nach der Rektor ihrer Hochschule bzw. der Minister ihres Bundeslandes im Sinne spezifischen Anforderungsprofils verfügen sollte.

Sodann bewerteten die Teilnehmer den Rektor ihrer Hochschule und ihren Minister auf jeder der Eigenschaften mit einer Schulnote von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) immer mit der Möglichkeit, auf Bewertung einzelner Eigenschaften zu verzichten. Diese Noten wurden dann für jede Hochschule bzw. für jedes Bundesland gemäß ihrem jeweiligen Anforderungsprofil gewichtet zu einer Gesamtnote aggregiert.

Die Listen der Vorjahre von 18 Eigenschaften für Rektoren bzw. 25 Eigenschaften für Minister sind auf die elf bzw. zehn wichtigsten Eigenschaften der letzten Jahre reduziert worden. Es wurden diejenigen Eigenschaften beibehalten, die im letzten Jahr im Durchschnitt von mindestens 20 Prozent aller Teilnehmer unter die fünf wichtigsten Eigenschaften gewählt wurden. Eine Reanalyse der Daten von 2014 zeigt, dass mit dieser kleineren Liste von Eigenschaften faktisch dieselben Ergebnisse erreicht werden wie mit der ursprünglichen, längeren Liste (Korrelationen zwischen 0,951 und 0,998).

Jeder Teilnehmer konnte neben dem Rektor seiner Hochschule und dem Wissenschaftsminister seines Bundeslandes auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, beurteilen. Auch hier sollten zunächst die fünf wichtigsten Eigenschaften bestimmt und dann die Ministerin bezüglich aller Eigenschaften bewertet werden. Die gemäß Anforderungsprofil gewichteten Bewertungen sind wieder zu einer Gesamtnote aggregiert worden. Die Eigenschaftsliste ist analog zu der Liste für die Landesminister, wenn nötig angepasst von Landes- auf Bundesebene. Daher können wir die Ergebnisse der Bundesministerin mit denen der Landesminister vergleichen und die Bundesministerin in dieses Ranking einordnen.

Abgestimmt werden konnte nur über Rektoren, die zum Ende des Abstimmungszeitraums mindestens 100 Tage im Amt waren und deren Amtszeit auch noch mindestens zum Tag der Verleihung des Preises (am 23. März 2015 in Mainz) andauert. Auch die aktuellen Wissenschaftsminister konnten nur bewertet werden, wenn diese zum Ende des Befragungszeitraums mindestens 100 Tage im Amt waren. Wenn dies nicht der Fall war, konnte aber der Amtsvorgänger bewertet werden2. Für das hier vorzustellende Ranking wurden aus statistischen Gründen schließlich nur Rektoren mit mindestens 30 und Minister mit mindestens 50 Voten berücksichtigt.

Wie in vorherigen Jahren bestand die Möglichkeit, auch Kommentare zum eigenen Rektor, zum Minister bzw. zur Bundesministerin abzugeben. Davon machten 6 Prozent (Bundesministerin) bzw. 13 Prozent (Wissenschaftsminister) bis 15 Prozent (Rektor) der Teilnehmer der jeweiligen Befragung Gebrauch. Weit über drei Viertel der Kommentare wurden von den Teilnehmern zur Veröffentlichung freigegeben - natürlich ohne Verweis auf das jeweilige DHV-Mitglied. Die Bewertungen konnten DHV-Mitglieder online zwischen dem 19. November und 17. Dezember 2014 abgeben.

Die Einladungen zur Teilnahme an den Rankings sind am 19. November 2014 vom DHV elektronisch an die 26.519 Mitglieder versandt worden, für die dem DHV eine E-Mail-Adresse vorlag. Jede Einladung enthielt ein individuelles Passwort. Durch die Nutzung von Passwörtern konnte sichergestellt werden, dass nur DHV-Mitglieder an den Umfragen teilnehmen und diese nur jeweils einmal abstimmen konnten. Dem Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) als durchführendem Institut war aber nie bekannt, welche Personen den jeweiligen Passwörtern zugeordnet waren.

Es war jedoch technisch möglich, dem DHV zurückzumelden, welche Passwörter genutzt worden waren. Der DHV konnte mit dieser Information dann Anfang Dezember nochmals jene Mitglieder zur Teilnahme einladen, die bis dato noch nicht an der Befragung teilgenommen hatten. Auf die Einladungen haben 3.861 Mitglieder reagiert und mit einer Befragung begonnen. Schließlich haben 2.997 Mitglieder mindestens eine der Befragungen komplettiert.

Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings © Jens Vollmer/TU Kaiserslautern Prof. Dr. Helmut J. Schmidt ist Rektor des Jahres 2015

Ergebnisse "Rektor des Jahres"

Insgesamt haben 2.511 Mitglieder den Rektor ihrer Hochschule bewertet. Für das Ranking berücksichtigen wir hier nur die 43 Rektoren, die mindestens 30 Bewertungen erhalten haben. In Tabelle 1 sind die Top 29 Rektoren (die oberen zwei Drittel) mit der gewichteten Gesamtnote aufgeführt. "Rektor des Jahres 2015" ist Prof. Dr. Schmidt von der TU Kaiserslautern, gefolgt vom Vorjahressieger Prof. Dr. Koch von der Universität Wuppertal, Prof. Dr. Dabbert (Universität Hohenheim) und den Preisträgern von 2009 Prof. Dr. Weiler (Universität Bochum) auf Platz 4 und Prof. Dr. Postlep (Universität Kassel) auf Platz 5.

Die Kommentare zum Preisträger Prof. Dr. Schmidt sind (entsprechend seiner "Note 1,56") durchgängig positiv. Er sei ein Präsident "ohne Fakultätsbrille" und nehme Studierende und Mitglieder seiner Universität ernst. "Er ist geliebt und geschätzt, menschlich, sichtbar und erreichbar", so ein Kommentar.

Beim Zweitplatzierten Prof. Dr. Koch wird hervorgehoben, dass er als charismatischer Universitätsleiter mit einem eingespielten Rektoratsteam arbeite, was die Identifikation mit der Universität sehr einfach mache. Bei Prof. Dr. Dabbert (Platz 3) wird die Transparenz und seine Dialogbereitschaft bei der nicht einfachen Bearbeitung der Probleme der Hochschule betont.

Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings © Forschung & Lehre Tabelle 1: Ranking der Rektoren 2015
Gab es bei früheren Rankings auch für die Podestplätze durchaus kritische Kommentare, findet man diese bei der gegenwärtigen Bewertung praktisch nicht: Alle drei, nein auch Platz 4 (Prof. Weiler, Bochum) und 5 (Prof. Postlep, Kassel), werden als die für ihre Universitäten besten Rektoren und geradezu als Glücksfälle angesehen. Die Platzierungen des letzten Drittels (30 bis 43) sind entsprechend den bei der Abstimmung bekannt gegebenen "Spielregeln" nicht gesondert ausgewiesen.

Die Reihenfolge der Hochschulen in diesem Block ist alphabetisch. Wie schon in den vorangehenden Jahren soll so das Risiko zu reduziert werden, dass besonders schlecht bewertete Hochschulen auch von politischer Seite Nachteile erfahren könnten.

Im ersten Schritt der Bewertung wurden - wie oben beschrieben - aus einer Liste mit elf Eigenschaften/Kompetenzen von den Teilnehmern die fünf ausgewählt, die für einen Rektor an ihrer jeweiligen Hochschule als besonders wichtig erachtet werden. In Tabelle 2 sind diese elf Eigenschaften aufgeführt. Angegeben sind jeweils die beste und schlechteste Bewertung eines einzelnen Rektors bezüglich dieser Eigenschaft sowie die durchschnittliche Bewertung über alle Rektoren. Zum Vergleich sind auch die letztjährigen Bewertungen (Spalte: Mittel 2014) aufgeführt. Es zeigt sich bei allen elf Eigenschaften eine Verbesserung der Wahrnehmung der Rektoren durch die Professorenschaft. Entsprechend ist auch die gewichtete durchschnittliche Gesamtnote für alle berücksichtigten Rektoren mit (2,62) besser als 2014 (2,83) und auch als 2013 (2,72).

Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings © Forschung & Lehre Tabelle 2: Liste der Eigenschaften "Rektor des Jahres" sortiert nach Wichtigkeit
Wirft man einen Blick zurück bis ins Jahr 2009, als das Ranking begann, lässt sich kein eindeutiger Trend ausmachen, sind wir nach Auf und Ab mit dieser relativ guten Bewertung doch wieder auf dem Stand von 2011 und 2012. Unbeschadet dessen sind die Kommentare schon in der oberen(!) Tabellenhälfte der Rektoren sehr deutlich, ungeduldig, kritisch und verschärfen sich Richtung "Abstiegszone". In diese müssen wir uns aber gar nicht erst begeben, um gewisse Leitthemen zu identifizieren, wie "Führungsstil" charakterisiert durch unguten Kommunikationsstil, durch bewusst herbeigeführte Intransparenz und "Geheimniskrämerei", sodann "mangelndes Verständnis für unterschiedliche Wissenschafts- und Fachkulturen", was sich z.B. durch eindimensionale Bewertungskriterien wie "Drittmittelerfolg" verheerend auswirkt, und nicht zuletzt "extensive Administration" und entsprechend unverhältnismäßig "wachsende Verwaltungsstrukturen".

Im rechten Teil der Tabelle 2 ist aufgeführt, wie häufig im Mittel die jeweilige Eigenschaft als wichtig erachtet wurde. Die letzten beiden Spalten stellen die Einschätzung der Wichtigkeit in der letztjährigen Befragung dar. Aufgrund der verringerten Auswahl ist die Wichtigkeit der verbliebenden Eigenschaften im Vergleich zu 2014 (letzte Spalte) erwartungsgemäß gestiegen. Ein direkter Vergleich der absoluten Werte ist nicht sinnvoll. Es zeigt sich aber, dass die Rangreihen 2015 und 2014 recht stabil geblieben sind. Allein die "Visionäre Kraft" scheint im Vergleich (2014: Platz 5, 2015: Platz 7) als etwas weniger wichtiger gesehen zu werden. Die Spalten "Min" und "Max" zeigen die Extreme in der Bewertung im Hochschulvergleich. Hier spiegeln sich besonders strukturelle Unterschiede zwischen den teilnehmenden Hochschulen wider.

Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings © MWK/Regenscheit Theresia Bauer ist Wissenschaftsminister des Jahres 2015

Ergebnisse "Wissenschaftsminister des Jahres"

An der Wahl zum "Wissenschaftsminister des Jahres" beteiligten sich 2.480 Mitglieder. Entsprechend den "Spielregeln" werden alle Plätze mit mindestens 50 Urteilen veröffentlicht3. Die Minister der Bundesländer Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein bleiben mit 44, 45 bzw. 47 Urteilen (knapp) unter diesem Quorum. Die Bundesministerin wurde in eben diesen entsprechend angepassten zehn Eigenschaften bewertet. Es ergibt sich das in Tabelle 3 dargestellte Ranking.

"Wissenschaftsminister des Jahres 2015" ist die baden-württembergische Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer. Sie konnte auch schon 2013 den ersten Platz erreichen. Frau Bauer wird als die Amtsinhaberin im Wissenschaftsministerium angesehen, welche die Notwendigkeit einer Erhöhung der Grundausstattung der Universitäten im Kabinett erfolgreich vermitteln konnte. Ihr wird Engagement, Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit attestiert. Sie ist "kenntnisreich, mutig und standfest". Auf Platz zwei folgt die Vorjahressiegerin, die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka.

Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings © Forschung & Lehre Tabelle 3: Ranking der Minister 2015, Gesamtnote und Anzahl Teilnehmer (N)
Betrachtet man nur die Landesminister, sehen wir bezogen auf die gewichtete Note das schlechteste Ergebnis seit wir das Ranking durchführen: 2015: 4,05 im Vergleich zu 2014: 3,97; 2013: 3,61; 2012: 3,68; 2011: 3,87 und 2010: 3,73. So nimmt es auch nicht wunder, dass die Kommentare zu allen Wissenschaftsministern der Länder sehr reserviert bis negativ sind, im Grunde unabhängig von ihrer Platzierung im Ranking. Es wird immer wieder die Unkenntnis des Universitätsbetriebs beklagt, welche mit "unvorstellbarem Desinteresse an Themen der Wissenschaft und der Hochschulen" einhergeht. In einem der Kommentare wird "Ministerium und Bildung" gar wie "Feuer und Wasser" gesehen. Natürlich ist die Unterfinanzierung der Hochschulen ebenso ein Thema wie die "Aushöhlung der Autonomie". Nicht zuletzt hat das immer wieder erwähnte nordrheinwestfälische Hochschulzukunftsgesetz über die schlechte Bewertung der NRW-Ministerin zur Senkung der durchschnittlichen Landesministernote zum Allzeittief geführt. Wie schon in den Vorjahren sind die Mitglieder des DHV also eher unzufrieden mit ihren Wissenschaftsministern.

In Tabelle 4 sind die zehn Eigenschaften und ihre durchschnittliche Bewertung zu sehen, in der letzten Zeile findet sich eine Eigenschaft, die nur bezüglich der Bundesministerin abgefragt wurde. In der Rubrik "Wichtigkeit" ist der Anteil der Teilnehmer aufgeführt, der die jeweilige Eigenschaft zu den fünf wichtigsten zählt. Die Reihenfolge der zehn Eigenschaften hat sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert, die Noten zeigen im Vergleich zu 2014 nur leichte Schwankungen.

Rektor und Wissenschaftsminister des Jahres 2015 - Ergebnisse des DHV-Rankings © Forschung & Lehre Tabelle 4: Liste der Eigenschaften "Minister des Jahres" sortiert nach Wichtigkeit
Die Bewertungen der Bundesministerin sind ebenfalls in Tabelle 4 in den letzten beiden Spalten (BMBF: 2015 und 2014) aufgeführt. Auch bei den Einzelnoten der Bundesministerin sind keine substanziellen Veränderungen im Vergleich 2015 zu 2014 zu sehen. Wurden ihr bei den Kommentaren 2014 v.a. Integrität, Identifikation mit der Aufgabe, Kenntnis inneruniversitärer Abläufe bescheinigt, bleibt im Jahre 2015 ihre hohe Kompetenz, jedoch leider zu geringe Durchsetzungskraft im Kabinett. Es ist "aber noch Luft nach oben", vor allem ihre öffentliche Sichtbarkeit und das Setzen positiver Impulse betreffend.

Über die Auswirkungen von Rankings wird schon immer gerne mehr oder minder kritisch nachgedacht. Es geht mit diesem Rektoren- und Minister-Ranking 2015 nicht darum, ein "Neues Zahlenspiel" in dem Sinne vorgelegt zu haben, welches "nahezu quasireligiösen Charakter" besitzt (Glaser, 2012; F&L 3/12, S.210-213). Es geht "nur" darum, wie nicht zuletzt einige der paraphrasierten Kommentare sehr plastisch zeigen, bei den politischen Entscheidungsträgern einen Perspektivenwechsel dergestalt zu bewirken, dass auch in der Hochschul- und Bildungspolitik Elemente der Beteiligung größere Bedeutung gewinnen.

1 Es wird der besseren Lesbarkeit halber einheitlich von Rektor gesprochen, auch wenn einige Hochschulen die Bezeichnung Präsident verwenden. Zudem wird einheitlich die Bezeichnung Wissenschaftsminister für alle Minister bzw. Senatoren verwendet, in deren Aufgabenbereich die Hochschulen fallen. Auch andere nominelle Unterschiede zwischen den Ländern werden im Text ignoriert. Maskuline Personen- und Funktionsbeschreibungen gelten grundsätzlich immer für Männer und Frauen.
2 Eine Ausnahme wurde bei der schleswig-holsteinischen Ministerin Kristin Alheit gemacht, die tatsächlich erst 96 Tage im Amt war. Da ihre Vorgängerin wegen eines Korruptionsverdachts zurückgetreten war, haben wir uns zusammen mit dem DHV für diese Lösung entschieden. Frau Ministerin Alheit kam aber schließlich nicht auf das erforderliche Quorum von 50 Bewertungen.
3 In Rheinland-Pfalz wurde Ministerin Doris Ahnen bewertet, die erst am 12.11.2014 ihren Posten wechselte. Gleiches gilt für Prof. Dr. Dr. Freifrau von Schorlemer (Sachsen) und Herrn Matschie (Thüringen). Ihre Nachfolger traten erst am November bzw. Dezember 2014 ihr Amt an.


Über die Autoren
Dr. Thomas Krüger ist Leiter des Bereichs Umfragen & Statistik am Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM). Er koordiniert die Durchführung von Auftragsforschung via Onlinebefragungen, das Telefonlabor mit 60 Plätzen sowie umfangreiche Papierbefragungen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Sampling-Methoden und Imputation.
Georg Rudinger ist Gründer des ZEM und Professor em. für Methodenlehre, Diagnostik und Evaluation am Institut für Psychologie der Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte sind Längsschnitt- und Panelerhebungen und räumliche Mobilität im Kontext der demographischen Entwicklung. Seit Mitte 2011 ist er Geschäftsführender Gesellschafter der uzbonn GmbH - Gesellschaft für empirische Sozialforschung und Evaluation.

Aus Forschung & Lehre :: März 2015

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