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Arbeiten im Ausland: Traumziel USA

VON FRIEDERIKE LÜBKE

Eine internationale Studie zeigt: Wenn Arbeitnehmer die Wahl hätten, würden sie am liebsten nach Amerika gehen - oder in Städte wie London und Berlin.

Traumziel USA© ra2 studio - Fotolia.comInternationale Studie erfragte beliebte Karriere-Städte
Die begehrteste Stadt der Welt ist nicht New York, nicht Paris, sondern London, zumindest wenn es ums Arbeiten geht.

Das jedenfalls ergab eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) und der Online-Jobbörse Step-Stone, für die zwischen April und Juni 2014 mehr als 200.000 Arbeitskräfte aus 189 Ländern befragt wurden.

Der Anteil der Akademiker lag bei 61 Prozent. In Deutschland haben mehr als 16.000 Arbeitnehmer daran teilgenommen.

Fast jeder sechste der Befragten hätte seinen Arbeitsplatz gerne an der Themse. Unter den zehn begehrtesten Städten landete auch Berlin - auf Rang 6 und verwies damit immerhin noch Barcelona, Toronto, Singapur und Rom auf die hinteren Plätze.

Ermittelt wurden natürlich auch die beliebtesten Länder. Spitzenreiter sind demnach die USA, 42 Prozent der Befragten zieht es dorthin, gefolgt von Großbritannien und Kanada. Mit 33 Prozent liegt Deutschland auf Platz vier.

Es ist damit das beliebteste nicht englischsprachige Land bei Arbeitnehmern aus dem Ausland und gefragter als Australien. Vor allem Arbeitskräfte aus südosteuropäischen Staaten wie Serbien (64 Prozent) oder Bosnien-Herzegowina (73 Prozent) zieht es nach Deutschland.

Aber auch für rund die Hälfte der befragten Niederländer ist Deutschland ein attraktiver Arbeitsplatz. Die Deutschen selbst lockt es vor allem in die Schweiz (37 Prozent) und in die USA (35 Prozent).

Im weltweiten Durchschnitt sind 64 Prozent der Befragten bereit, einen Job im Ausland anzunehmen. Die Gründe, ins Ausland zu gehen, unterscheiden sich je nach wirtschaftlicher Lage des Heimatlandes.

In den meisten Industrienationen steht die persönliche und berufliche Weiterentwicklung im Vordergrund. In Deutschland spielt der Wunsch, sich in einer fremden Kultur neuen Herausforderungen zu stellen, eine Rolle.

In Entwicklungsländern ist vor allem die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard eine große Motivation. In wirtschaftlich schwachen Staaten ist die Bereitschaft, im Ausland zu arbeiten, besonders hoch.

So können sich beispielsweise 97 Prozent der Befragten in Pakistan vorstellen, im Ausland zu arbeiten; aber auch in Industrieländern wie Frankreich und den Niederlanden würden mehr als 90 Prozent der Befragten für einen Job ins Ausland gehen.

In der Schweiz sind es 77 Prozent. Die Deutschen bleiben laut Studie offensichtlich lieber zu Hause: Nur 44 Prozent zieht es ins Ausland.

Aus DIE ZEIT :: 20.11.2014

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