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Über 40 - Ist eine wissenschaftliche Karriere noch möglich?

Ist ein Wiedereintritt in die Forschung mit 43 Jahren noch möglich?© ovokuro - photocase.de

Nach Ausbildung und Studium habe ich umfangreiche Erfahrungen im Bankwesen und der Unternehmensberatung gesammelt. Nun mit Anfang 40 habe ich den Wunsch, in der Forschung bzw. Wissenschaft zu arbeiten. Allerdings habe ich nie promoviert.

Daher stellt sich mir die Frage, ob ich in diesem Alter und ohne Doktortitel Chancen habe, in der Wissenschaft Fuß zu fassen.

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Die Durchführung eines Promotionsvorhabens ist grundsätzlich unabhängig von Ihrem Alter möglich. Allerdings gilt es in diesem Kontext die so genannten Einstellungsaltersgrenzen, welche auch für Verbeamtungen im Hochschulbereich Anwendung finden, zu beachten. So ist beispielsweise in Nordrhein-Westfalen für Akademische Räte oder Akademische Oberräte vorgesehen, dass diese grundsätzlich bei Ihrer Ernennung das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben dürfen. Bei der Ernennung von Hochschullehrern erhöht sich diese Einstellungsaltersgrenze auf 45. Jahre, wobei in beiden Fällen auch eine Erhöhung des Einstellungsalters beispielsweise auf Grundlage der Betreuung minderjähriger Kinder möglich ist.

Im Hinblick auf Ihre im Rahmen der Unternehmensberatung gesammelte Praxiserfahrung dürfte hinsichtlich der thematischen Ausrichtung einer wissenschaftlichen Tätigkeit eine gute Grundlage vorhanden sein, an welche angeknüpft werden könnte.
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