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W-Besoldung

Was ist die W-Besoldung? Wie berechnet sich die W-Besoldung?

W-Besoldung
Seit 2005 können Professoren nur noch auf W-Stellen berufen werden. Die Umsetzung des Bundesbesoldungsgesetzes erfolgt auf Landes- und Hochschulebene. Die Bundesbesoldungsordnung W sieht drei Besoldungsgruppen vor: Juniorprofessoren werden nach der Besoldungsgruppe W1 besoldet. Für Professoren an Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Kunsthochschulen und Fachhochschulen sind die Besoldungsgruppen W2 und W3 vorgesehen.

Bei den Grundgehältern W1, W2 und W3 handelt es sich um "Festgehälter". Die Dienstaltersstufen sind abgeschafft. Die Grundgehälter W1, W2 und W3 sind im Vergleich zu den Grundgehältern der früheren Bundesbesoldungsordnung C erheblich abgesenkt. Als Ausgleich für die gegenüber der C-Besoldung erheblich reduzierten Grundgehälter sollen Leistungsbezüge vergeben werden. Einen Rechtsanspruch auf die Gewährung von Leistungsbezügen hat der Professor allerdings nicht.

Der Deutsche Hochschulverband hat in Bayern Klage gegen die nach seiner Ansicht zu niedrigen Grundgehälter für Professuren erhoben und will auch in anderen Ländern entsprechende Verfahren anstrengen. Eine Grundbesoldung von 3.890 Euro sei nicht amtsangemessen.

Die Bundesbesoldungsordnung unterscheidet zwischen Berufungs- und Bleibeleistungsbezügen, besonderen Leistungsbezügen und Funktions-Leistungsbezügen. Funktionszulagen können für die Übernahme bestimmter Ämter in der Universität (z.B. Rektor, Präsident, Dekan) gewährt werden. Besondere Leistungsbezüge sollen für besondere Leistungen in der Forschung, der Lehre und für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergeben werden können. Verhandlungen auf der Basis der Bundesbesoldungsordnung W sind außerordentlich individueller und komplexer als dies bisher bei Verhandlungen nach der Bundesbesoldungsordnung C der Fall war.

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