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Wartezeiten auf Forschungssemester

Eine Länderübersicht

In den Hochschulgesetzen finden sich unterschiedliche Normen, welche die Gewährung eines "Forschungssemesters" regeln. Die Übersicht gibt einen vereinfachten Überblick der verschiedenen Regelungsinhalte. Etwaige Besonderheiten bei der Gewährung eines Forschungssemesters werden nicht berücksichtigt. Die Übersicht beschränkt sich auf die regelmäßige Wartezeit, die Dauer der Freistellung von der Lehrverpflichtung und den Grad des Ermessens. Alle Rechtsquellen verbriefen einen Anspruch auf eine ermessensfehlerfreie Entscheidung über das Forschungssemester.

Bundesländer
und der Bund
Gesetzliche Regelung Inhalt
Bund § 43 Hochschulrahmengesetz Keine expliziten Regelungen bezüglich Wartezeiten für ein Forschungssemester.
Baden-Württemberg § 49 Abs. 7 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt grundsätzlich 4 Jahre. Die Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1 Semester
Bayern Art. 11 Abs. 1 Hochschulpersonalgesetz Die Wartezeit ist nicht explizit geregelt. Die Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1 Semester
Berlin § 99 Abs. 6 Hochschulgesetz In angemessenen Zeitabständen soll gewährt werden. Die Freistellung darf grds. nach Ablauf von 7 Semestern Lehre gewährt werden. Die Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1-2 Semester
Brandenburg § 42 Abs. 4 Hochschulgesetz In angemessenen Zeitabständen soll gewährt werden, jedoch frühestens nach sieben Semestern. Die Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1 Semester
Bremen § 29 Abs. 2 Hochschulgesetz In angemessenen Zeitabständen kann gewährt werden. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung bzw. im Zusammenwirken mit dem Senator für Bildung und Wissenschaft. Dauer: bis zu 2 Semester
Hamburg § 12 Abs. 3 Hochschulgesetz
in Verbindung mit §§ 16, 17 LVVO
Es ist keine explizite Wartezeit vorhanden. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Freistellung auf begrenzte Zeit möglich.
Hessen § 68 Abs. 4 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt grundsätzlich 7 Semester Lehre. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1 Semester
Mecklenburg-Vorpommern § 64 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt jeweils 8 Semester. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1 Semester
Niedersachen § 24 Abs. 3 Hochschulgesetz In angemessenen Zeitabständen kann gewährt werden. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: im Regelfall 1 Semester
Nordrhein-Westfalen § 40 Hochschulgesetz Die Wartezeit ist nicht explizit geregelt. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: nicht geregelt
Rheinland-
Pfalz
§ 53 Abs. 1 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt 4 Jahre. Freistellung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 6 Monate
Saarland § 31 Abs. 3 Universitätsgesetz Es sind keine expliziten Wartezeiten genannt. Bewilligung steht im Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1 Semester
Sachsen § 68 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt 4 Jahre. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: 1 bis 2 Semester
Sachsen-
Anhalt
§ 39 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt 4 Jahre. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: für 1 Semester im Regelfall.
Schleswig-Holstein § 70 Abs. 2 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt 7 gelesene Semester. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschulleitung. Dauer: für 1 Semester im Regelfall
Thüringen § 80 Hochschulgesetz Die Wartezeit beträgt 9 Semester. Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Hochschule. Dauer: in der Regel für 1 Semester

Aus Forschung und Lehre :: Mai 2016

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