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Warum ist die W-Besoldung von Land zu Land unterschiedlich?

Warum ist die W-Besoldung von Land zu Land unterschiedlich?© Elena Milevska - iStockphoto.com

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Bei der Berufung auf eine Professur verhandelt der Rufinhaber mit der Hochschule über Berufungsleistungsbezüge, die sein W2- oder W3-Grundgehalt komplettieren. Zum W1-Grundgehalt (Juniorprofessur) können entsprechend der Regelungen im Bundesbesoldungsgesetz keine Leistungsbezüge gewährt werden.

Die Höhe der jeweiligen W2- und W3-Grundgehälter variiert aber in den einzelnen Ländern, da diese in unterschiedlichem Umfang und Zeiträumen allgemeine Besoldungsanpassungen vorgenommen haben.

So hat beispielsweise Bayern die Grundgehälter schon zum 1. Oktober 2007 um 3 Prozent angepasst (W3 = 4 865,32 Euro, C4 Dienstaltersstufe 15 = 6 359,00 Euro). In Rheinland-Pfalz wurde die Besoldung bisher nur um 1 Prozent erhöht (W3 = 4 770,97 Euro, C4 Dienstaltersstufe 15 = 6 235,68 Euro). Unterschiede finden sich in den einzelnen Ländern auch bei der Gewährung und der Höhe der Sonderzuwendung (Weihnachtsgeld).

Einige Länder schütten die Sonderzahlung in monatlichen Beträgen aus, andere gewähren nur eine einmalige Sonderzuwendung am Jahresende. Einzig im Land Baden-Württemberg ist die Sonderzuwendung in das monatliche Grundgehalt integriert worden. Daher hat ein W3-Grundgehalt hier zum 1. November 2008 die Höhe von 5 064,31 Euro und ein C4-Endgrundgehalt umfasst den Betrag von 6 619,10 Euro.

Die Höhe der jeweils in den Ländern und beim Bund gewährten Grundgehälter (sowie etwaige Sonderzahlungen) müssen bei den Besoldungsverhandlungen im Rahmen der Berufung und auch beim Verbleiben an der bisherigen Hochschule vom Berufenen beachtet werden.

Eine aktuelle Übersicht zur Entwicklung der Grundgehälter findet sich auf dem W-Portal des Deutschen Hochschulverbandes:

www.hochschulverband.de»
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