Das Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von In Kooperation mit DIE ZEIT Forschung und Lehre

Was ist nach der Föderalismusreform bei Rufen zu beachten?

Was ist nach der Föderalismusreform bei Rufen zu beachten?© TommL - iStockphoto.com

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Durch die Föderalismusreform sind Bund und Länder in die Lage versetzt worden, weitgehend eigenständige Regelungen für ihre Beamten aufzustellen. Nach bisheriger Praxis hat dies bereits Auswirkungen auf die jeweilige Besoldungsstruktur. Gleiches gilt für beihilferechtliche Bestimmungen. Für die Zukunft ist es denkbar, dass auch versorgungsrechtliche Regelungen differieren können. Derzeit stellt sich im Rahmen von Berufungs- und Bleibeverhandlungen häufig die Frage, wie sich die Gesamtbesoldung im ruferteilenden Land darstellt.

Hierbei ist zunächst zu beachten, dass die jeweiligen Grundgehälter durch individuelle gesetzliche Besoldungsanpassungen variieren können. Hinzu können Unterschiede in der Höhe der Familienzuschläge treten. Schließlich ist die Höhe der jeweiligen Sonderzahlung ("Weihnachtsgeld") zu beachten. Es sollte versucht werden, etwaige aktuelle Besoldungsunterschiede durch Leistungsbezüge im Rahmen der W-Besoldung auszugleichen.

Nicht zu antizipieren ist jedoch die langfristige Besoldungsentwicklung in den Ländern. In jeder Entscheidung über die Rufannahme oder -ablehnung wird daher in Zukunft ein gewisses Risiko liegen. Dies kann auch für die beamtenrechtliche Versorgung gelten. Denn auch in dieser Hinsicht ist es grundsätzlich denkbar, dass die Länder spezifische Versorgungsregelungen aufstellen, was dazu führen könnte, dass unterschiedliche Versorgungsniveaus angeboten werden. Auch diesbezüglich sind freilich dem Blick auf zukünftige Entwicklungen Grenzen gesetzt.
Ausgewählte Stellenangebote