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Welche Leistungsindikatoren gelten bei der Zwischenevaluation von Juniorprofessoren?

Welche Leistungsindikatoren gelten bei der Zwischenevaluation von Juniorprofessoren?© Josh Webb - iStockphoto.com

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Die Hochschulgesetze der Bundesländer sehen vor, dass Juniorprofessoren in der ersten Phase ihrer Anstellung einer Zwischenevaluation unterzogen werden. Details zur Durchführung sind den Hochschulgesetzen dagegen nicht zu entnehmen. Inzwischen haben viele Hochschulen aber Richtlinien erlassen, die das Evaluationsverfahren und die Leistungsindikatoren regeln.

Existiert an einer Hochschule noch keine Evaluationsrichtlinie, sollte der künftige Juniorprofessor bereits im Rahmen der Berufungsverhandlungen darauf hinwirken, dass die Evaluationskriterien verbindlich festgelegt werden. Auf diese Weise sichert er sich den notwendigen Vertrauensschutz. Regelmäßig werden die Evaluationskriterien in die drei Gruppen Forschungsleistungen, Lehrleistungen und sonstige Leistungen unterteilt.

Zu den "Forschungsleistungen" zählen insbesondere die Nutzung und Weiterentwicklung bisheriger Forschungsschwerpunkte, die Qualität und Anzahl von Publikationen, die Einwerbung von Drittmitteln sowie der Auf- und Ausbau von Forschungsgruppen oder nationalen und internationalen Forschungskooperationen.

Die "Lehrleistungen" umfassen u.a. die Beteiligung und Durchführung von Lehrveranstaltungen, die Entwicklung des Lehrspektrums und Lehrkonzepts sowie die Betreuung von Studierenden und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zu den "sonstigen Leistungen" gehören z.B. die Beteiligung an der akademischen Selbstverwaltung, die Gutachtertätigkeit sowie die Organisation von Tagungen und Kongressen.
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