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Wie führe ich das Thema "Dual Career" in meine Berufungsverhandlungen ein?

Wie führe ich das Thema © David-W- / photocase.de

Es sollte, nach der Ruferteilung, Kontakt mit der Hochschule aufgenommen werden sowie nach Ansprechpartnern für das Thema "Dual Career" gefragt werden.

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Angesichts begrenzt vorhandener Planstellen und der grundsätzlichen Pflicht zur Stellenausschreibung sind die Spielräume der Hochschulen zur Realisierung von Doppelkarrieren grundsätzlich eingeschränkt.

Der Erfolg von Dual Career-Lösungen ist dabei stets stark einzelfallabhängig; die Lösungsfindung meist mehr oder weniger komplex. Es bietet sich deshalb an, das Thema im Berufungsverfahren möglichst frühzeitig, aber zugleich mit Augenmaß gegenüber der Hochschule anzusprechen. Hierbei geht es insbesondere darum, die Zeit bis zum Vorliegen eines schriftlichen Berufungsangebotes für eine Lösungsfindung seitens der Hochschule sinnvoll zu nutzen.

Konkret lässt sich das Thema gegenüber der Hochschulleitung beispielsweise in einem Schreiben in Vorbereitung auf die Berufungsverhandlung ansprechen. Je umfassender und genauer die Hochschule dabei über die persönlichen Wünsche und Vorstellungen der angestrebten Doppelkarriere informiert wird, desto leichter wird die Prüfung fallen, ob und wie eine entsprechende Stelle zur Verfügung gestellt werden könnte.

Daneben bietet es sich an, bereits zeitnah nach Ruferteilung auf dezentraler Ebene Kontakt mit der Hochschule bzw. deren Verwaltung aufzunehmen und nach etwaigen Ansprechpartnern für das Thema "Dual Career" zu fragen. Diesen kann sodann frühzeitig ein Lebenslauf der Partnerin oder des Partners übermittelt werden, damit erste Überlegungen zur Realisierung einer solchen Doppelkarriere-Konstellation angestellt werden können.

Aus Forschung & Lehre :: Juli 2015
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