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Wie ist eine Schriftenliste bei einer Bewerbung um eine Professur zu gliedern?

Wie ist eine Schriftenliste bei einer Bewerbung um eine Professur zu gliedern?© t_kimura - iStockphoto.com

Bei langjähriger Berufstätigkeit finde ich die Präsentation langer Publikationslisten schwierig. Chronologisch ist nicht ausreichend übersichtlich.

Derzeit habe ich es unterteilt in
1. Monographien
2. Herausgeberschaften
3. Aufsätze (Zeitschriften und Sammelbände)
4. Zeitungsartikel/Online-Publikationen
5. Rezensionen
6. Redaktionstätigkeiten

Und dann immer den neuesten Artikel zuerst. Ist das empfehlenswert und haben Sie andere Vorschläge/Tipps?

Wie soll man mit Konferenzteilnahmen bzw. Vorträgen umgehen? Es scheint mir mit einer langen Liste überfordert man auch hier. Ganz weglassen oder nur auf die letzten 2 Jahre konzentrieren? Haben Sie dazu Vorschläge?

Zuguterletzt werden oft Angaben zur Drittmitteleinwerbung gefordert. Reicht es im Lebenslauf darauf hinzuweisen an welchen Projekten welcher Stiftungen man gearbeitet hat oder was wird dort erwartet?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Traditionell wird im Bereich der Hochschulen ein Schriftenverzeichnis wie folgt gegliedert:

1. Originalarbeiten
2. Übersichtsarbeiten
3. Rezensionen
4. Kongresshauptverträge (Vorträge auf Einladung)

Es spricht aber selbstverständlich nichts dagegen, dieses traditionelle Gliederungsschemata sowohl den Usancen der jeweiligen Hochschule oder aber auch dem jeweiligen Fach geschuldet anzupassen. Vor diesem Hintergrund haben wir grundsätzlich keine Einwände gegen den von Ihnen gewählten Ansatz. Allerdings erscheint es nicht zielführend, Redaktionstätigkeiten in ein Publikationsverzeichnis aufzunehmen. Diese sollten vielmehr in das Curriculum Vitae Aufnahme finden. Alternativ sollten Sie stattdessen - wie oben dargestellt - Vorträge auf Einladung respektive Kongresshauptreferate aufführen.