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Wie lange dauert ein Berufungsverfahren?

Karriereberatung Bewerbung und Berufungsverfahren© kutay tanir - iStockphoto.com

Vor einiger Zeit habe ich mich auf eine FH-Professur beworben. Da die Bewerbungsfrist seit mitlerweile mehr als 3 Monaten abgelaufen ist, wüsste ich gerne, ob ich das bereits als Absage werten kann. Außerdem habe ich gehört, dass es bei Bewerbungen im Öffentlichen Dienst (v.a. wenn es um Professuren/Lehrstühle geht) nicht üblich ist nachzufragen, wie weit der Prozeß bereits ist (im Unterschied zur freien Wirtschaft, wo das u.U. als Interesse gewertet wird). Sollte ich nach über 3 Monaten nun doch einmal nachhaken?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Es erscheint eher ungewöhnlich, dass Ihnen die Hochschule keine Eingangsbestätigung Ihrer Bewerbungsunterlagen unter Nennung einer Kontaktperson übersandte. Bei dieser Kontaktperson handelt es sich oftmals um den Vorsitzenden der Berufungskommission. Innerhalb solcher Eingangsbestätigungen wird gelegentlich darauf hingewiesen, dass die Auswahlverfahren aufgrund gesetzlicher Bestimmungen durchaus sechs oder mehr Monate in Anspruch nehmen können und zwischenzeitliche Anfragen nach dem Verfahrensstand insoweit erfolglos bleiben müssten (oder unterbleiben sollten). Dies scheint bei Ihnen nicht der Fall zu sein. Eingedenk des von Ihnen dargestellten Zeitraums ist es aus unserer Perspektive vollkommen unbedenklich, wenn Sie sich an die Hochschule mit der Bitte um Mitteilung des Verfahrensstandes wenden. Dies kann Ihnen auch nicht negativ ausgelegt werden.

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