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Wie schaffe ich am besten den Wechsel aus der Wirtschaft in den Bildungssektor?

Wie schaffe ich am besten den Wechsel aus der Wirtschaft in den Bildungssektor?© Thorsten Harries - iStockphoto.com

Ich habe sofort nach dem Magisterabschluss ca. 4 Jahre im Ausland verbracht und dort arbeitsspraktische Erfahrungen gemacht. Nun konnte ich durch meinen aktuellen Arbeitgeber zurück nach Deutschland wechseln. Ich arbeite also inzwischen seit 2 Jahren im PR-Bereich in Deutschland.

Ich besitze einen Magister in Deutsch als Fremdsprache, Kommunikationswissenschaft, Skandinavistik mit Schwerpunkt Linguistik, habe jedoch bisher nicht promovieren können.

Wie schaffe ich am besten den Wechsel aus der Wirtschaft in den Bildungssektor (Universität, universitäre Forschungsprojekte etc.)? Zu welchen Schritten können Sie mir raten?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Für einen Wechsel aus der Wirtschaft in den Bildungssektor bestehen grundsätzlich verschiedene Optionen. So könnten Sie beispielsweise als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Universität oder in einem Forschungsinstitut tätig werden. Wissenschaftliche Mitarbeiterstellen werden häufig als Qualifikationsstellen ausgeschrieben. Im Rahmen derartiger Beschäftigungsverhältnisse haben Sie die Möglichkeit zur eigenen wissenschaftlichen Qualifikation, d. h. insbesondere zur Promotion. Vor diesem Hintergrund ist es besonders angezeigt, den akademischen Stellenmarkt zu beobachten.

Für Ihre Stellensuche können Sie auf vielfältige Informationsquellen zurückgreifen. An dieser Stelle seien nur einige wenige genannt. Fast jede Hochschule präsentiert sich inzwischen mit ihrem eigenen Stellenmarkt im Internet. Als Beispiel sei nur die Universität Heidelberg genannt, die mit "SCIENCE-JOBS-DE" Stellenausschreibungen von Wissenschaftlern für die Wissenschaft ins Netz stellt.

Unter www.academics.de kann man sich, nach Fachbereichen geordnet, über die aktuellen Ausschreibungen der Universitäten informieren. Der Ausschreibungsdienst des Deutschen Hochschulverbandes stellt seinen Mitgliedern die vollständigen Texte aller Ausschreibungen der vakanten Professorenstellen kostenfrei zur Verfügung.

Für Nachwuchswissenschaftler, die sich im Ausland befinden, ist ebenfalls gesorgt: Die German Scholars Organization (GSO) stellt -- allerdings nur ihren Mitgliedern -- eine Jobbörse mit Stellen in Deutschland zur Verfügung.

Im Printbereich bieten vor allem die Wochenzeitung Die Zeit und die monatlich erscheinende Zeitschrift Forschung & Lehre einen Überblick über den aktuellen akademischen Stellenmarkt. Um auch andere Beschäftigungsmöglichkeiten im Bildungssektor zu eruieren, sollten Sie sich insbesondere ein umfassendes Netzwerk von Personen aus verschiedenen Bereichen aufbauen.