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Wie wird die wissenschaftliche Arbeit im Netz sichtbar?

Von Lisa Srikiow

Wer seine Arbeit im Internet anderen Nutzern zugänglich macht, kann nicht automatisch damit rechnen, viele Leser zu erreichen. Ohne Unterstützung verschwinden die Arbeiten in den Tiefen des Netzes.

Die Dokumentenserver großer Bibliotheken sind eine gute Möglichkeit, sein Werk über Open Access zu veröffentlichen. Als öffentliche Einrichtung ist ihre Finanzierung und damit die Pflege des Servers dauerhaft gewährleistet. Bei der Wahl eines solchen Repositoriums sollte man jedoch einige technische Fragen berücksichtigen: Liegen Metadaten in guter Qualität zu allen Publikationen vor? Hat der Server eine für Suchmaschinen attraktive Webadresse, zum Beispiel die der Universität? Gibt es technische Schnittstellen, welche die Weitergabe der Metadaten an Bibliotheken und andere Multiplikatoren ermöglichen? Meist reicht ein Anruf, um diese Dinge zu erfragen. Neben den Repositorien kann man seine Arbeit außerdem Open-Access-Journals anbieten.

Auch beim Self-Publishing ist Eigeninitiative gefragt, um für Rezensenten interessant zu werden und es in die Bestände großer Bibliotheken zu schaffen. Markus Neuschäfer von epubli, einer Berliner Self-Publishing-Plattform, sagt: "Man sollte Bibliotheken, Fachzeitschriften und Rezensenten gezielt anschreiben und ihnen Rezensionsexemplare anbieten." Die traditionellen Verlage sind hier jedoch noch im Vorteil - sie sind gut vernetzt und verfügen über etablierte Vertriebswege.


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academics :: Juni 2013


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