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Wirtschaftsinformatik - Wie gelingt der Wechsel aus der Wirtschaft in die Wissenschaft?

Wirtschaftsinformatik - Wie gelingt der Wechsel aus der Wirtschaft in die Wissenschaft?© stefan m. - photocase.de

Nach meinem Erststudium im Fach Elektrotechnik und einem darauffolgenden Master in Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement, habe ich zehn Jahre Industrieerfahrung in der Informatik sammeln können.

Mit nunmehr Ende 30 promoviere ich und werde die Promotion voraussichtlich in den nächsten drei Jahren abschließen. Mit der Promotion erhoffe ich mir einen Einstieg in die Wissenschaft im Bereich der Wirtschaftsinformatik, gerne an einer Universität.

Wie sehen meine Chancen aus, kann ich sie verbessern, wenn ich zusätzlich noch einen Master in Wirtschaftsinformatik abschließe?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Sofern Sie sich mit dem Gedanken tragen, in Deutschland nach Ihrer Promotion eine Stelle in der Wissenschaft im Bereich der Informatik anzutreten, gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. So können Sie beispielsweise als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Hochschulen, d.h. an Universitäten und Fachhochschulen, tätig werden.

Insofern kommt es darauf an, welches Ziel Sie im Rahmen der wissenschaftlichen Mitarbeitertätigkeit verfolgen. So können Sie sich einerseits weiterqualifizieren, z.B. im Rahmen einer Habilitation oder habilitationsäquivalent, um sich im Anschluss auf eine Universitätsprofessur zu bewerben. Andererseits besteht jedoch auch die Möglichkeit, als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen eines unbefristeten Beschäftigungsverhältnisses wissenschaftliche Dienstleistungen mit Dauercharakter zu übernehmen. Alternativ hierzu käme auch eine Tätigkeit als Juniorprofessor mit dem Ziel der anschließenden Tätigkeit als Universitätsprofessor zu arbeiten, in Betracht.

Hiervon unabhängig können Sie mit einer entsprechenden Promotion auch außerhalb der Universitäten an sogenannten "außeruniversitären Forschungseinrichtungen" tätig werden. Insofern ist es ratsam, einmal den aktuellen Stellenmarkt beispielsweise auf der Internetseite von www.academics.de oder in der Zeitschrift Forschung & Lehre zu beobachten, um sich ein besseres Bild über die bestehenden Optionen zu machen.