15.08.2010 von
Boris Schmidt |
Die 2,5 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner der Elfenbeinwelt sind kein einfaches Klientel für die Gewerkschaften in Deutschland. Die allermeisten Personen scheinen für die gewerkschaftliche Arbeit von vornherein gar nicht in Frage zu kommen: Die Studierenden sind eben Studierende und keine Arbeitnehmer/-innen. Professorinnen und Professoren sind mehrheitlich Beamte und haben ihre eigenen Interessenverbände. Lehrbeauftragte, Honorarkräfte und Stipendiaten/innen befinden sich in Vertragsformen jenseits gewerkschaftlicher Arbeit. Für das Personal in Verwaltung, Pflege und Technik gelten ähnliche Bedingungen wie in den anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes auch. Und wissenschaftliches Dauerpersonal jenseits der Professur stellt den Ausnahmefall dar. Wer bleibt denn da eigentlich noch übrig für gewerkschaftliche Arbeit? weiter ›
04.08.2010 von
Christoph Meyer |
Den Ausschreibungen des Europäischen Wissenschaftsrates für den prestigeträchtigen „Starting Investigator Grant“ ist zu entnehmen, dass das Zeitfenster von 12 Jahren nach Promotion für Antragsteller verlängert werden kann, um Kindererziehungszeiten zu berücksichtigen. So weit so gut. Das wird folgendermassen operationalisiert: Die Antragsfrist für Mütter wird automatisch um 18 Monate verlängert, egal ob das Kind vor oder nach der Promotion geboren wurde. Väter allerdings können Kindererziehungszeiten nur dann anrechnen, wenn sie nachweisen können, dass sie offiziell Elternzeit genommen haben und auch nur nach und nicht wie bei Frauen vor der Promotion. weiter ›
15.07.2010 von
Boris Schmidt |
Historische Dokumente belegen, dass die Leibeigenschaft in Europa vor Jahrhunderten offiziell abgeschafft wurde. Gleichwohl hat sie den Sprung in die Neuzeit gut überstanden: Denn ein verschworener Kreis ehrenwerter Personen hat sich der Aufgabe verpflichtet, sie in einer modernen Form weiter zu praktizieren, damit dieses uralte Wissen dem kulturellen Erbe Europas nicht verloren geht. So treffen wir auch an den deutschen Hochschulen in einer Größenordnung von rund 15 Prozent der Professorinnen und Professoren den Führungstyp „herrschaftliche Führung“ an. weiter ›
30.06.2010 von
Mostafa Akbari |
Erfolg und Karriere sind Dinge, die mich seit langem interessieren. Mir geht es bei Erfolg und Karriere nicht darum, wie ich mein Leben plane, sondern um die Frage, wie funktionieren beruflicher Erfolg und Karriere? Gibt es einen übergreifenden Faktor von Profisport bis zur Professur? Was haben Top-Leute in den verschiedenen Disziplinen gemeinsam? Gibt es ein bestimmtes Muster im Lebenslauf der Leistungsträger? Diese Fragen tiefgründig und korrekt zu beantworten ist sicher eine Wissenschaft für sich. Dennoch gibt es Dinge, die ich als wichtige Faktoren für Erfolg und Karriere sehe. weiter ›
22.06.2010 von
Stephan Humer |
Im aktuellen Newsletter des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) entdeckte ich eine interessante Passage zum Thema Berufungsrecht. Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner will das Berufungsrecht aus verschiedenen Gründen nicht den Hochschulen übertragen. In den vergangenen drei Jahren ist er einige Male von den Berufungsvorschlägen abgewichen:
„Als Gründe nannte der Senator Gleichstellungsgesichtspunkte oder die Nichtberücksichtigung der Überqualifikation von Bewerbern auf eine Juniorprofessur seitens der Hochschulen.“
(Quelle: Newsletter DHV 06/2010)
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15.06.2010 von
Boris Schmidt |
Seitdem es Wettervorhersagen gibt, werden darüber Witze gemacht. Und seitdem es sie gibt, orientieren sich die Menschen trotzdem an ihnen. Passen meine Pläne zum Wetter, passt das Wetter zu meinen Plänen? Und wird es nächste Woche wohl eher wieder schöner, oder war das schon der Sommer?
Die Großwetterlage beschäftigt auch Promovierende. weiter ›
26.05.2010 von
Redaktion |
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academics sucht Menschen aus Forschung und Wissenschaft, die im KARRIERE BLOG über ihre Motivation im Alltag, Arbeitsbedingungen, Aufstiegschancen, Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Wissenschaft und Kindern und allgemeinen Herausforderungen in Lehre und Forschung berichten.
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16.05.2010 von
Sandra Richter |
Zwei Frauen waschen Wäsche im Bach. Ein uralter VW Golf fährt vorbei, dicht gefolgt von einer Parade der Mittelklassewagen, die in den 1980er Jahren in Deutschland vom Band gelaufen sind. Die Häuser liegen in kleinen Gärten mit Hühnerzucht, Schafherde, mindestens zwei Schweinen und der ein oder anderen Kuh. Eine eigene Industriebasis gibt es nicht, dafür aber eine 40-prozentige Arbeitslosenquote. Unter den Bedingungen von Armut, Chancenlosigkeit und Susistenzwirtschaft versuchen Kroaten, Bosniaken und Serben, Christen, Moslems und Russisch-Orthodoxe miteinander auszukommen und die Schäden eines Krieges vergessen zu machen, der Menschenleben vernichtet, Biographien, Städte, Dörfer zerstört hat. weiter ›
15.05.2010 von
Boris Schmidt |
Die Freiheit ist dem deutschen Hochschulwesen heilig. Zu Recht. Doch sie wirft manchmal mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt: Ist Freiheit dasselbe wie Beliebigkeit? Ist sie das Gegenteil von Verbindlichkeit? Hat sie auch etwas mit Verantwortung tun?
Eine bemerkenswerte Interpretation des Freiheitsbegriffs stellt der Führungstyp „unbeteiligtes Nebeneinander“ dar. weiter ›
SEINE GESCHICHTE:
Irgendwann kam der Zeitpunkt in meinem Leben, da hatte ich keine Angst mehr vorm Vaterwerden. Ich wusste nicht, ob ich wirklich der perfekte Papa werden würde, aber mir graute nicht mehr davor, diese Verantwortung zu übernehmen. weiter ›