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Kulturwissenschaftlich Promovieren

Transdisziplinarität in der Erforschung von Kultur

Das International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) fördert den Theorien- und Methoden-Pluralismus in der trans- und interdisziplinären Erforschung von Kultur. In den acht Research Areas forschen DoktorandInnen gemeinsam mit Postdocs und ProfessorInnen zu zentralen kulturwissenschaftlichen Fragestellungen.


Kulturwissenschaftlich forschen - Kultur erforschen

Kulturwissenschaftlich forschen heißt originelle Wege beschreiten. Daher gehört die Entwicklung transdisziplinärer Theorien, Methoden und Modelle zu den erklärten Zielen des GCSC. Um diese zu verwirklichen, fördert das GCSC die konzeptbasierte Kommunikation zwischen den verschiedenen kulturwissenschaftlichen Disziplinen: In den acht Research Areas forschen DoktorandInnen, Postdocs und ProfessorInnen über disziplinäre Grenzen hinweg an Projekten, die zur gesamten historischen Breite kulturwissenschaftlicher Forschung beitragen, und solchen, die sich der Analyse gegenwärtiger Phänomene widmen.

Forschen in einem forschungsintensiven Umfeld

Die acht Research Areas des GCSC, die im Folgenden vorgestellt werden, arbeiten eng zusammen. Die Mitglieder am Zentrum forschen nicht nur innerhalb einer Research Area (RA) zu bestimmten Themen. Sie arbeiten auch gemeinsam an übergreifenden kulturwissenschaftlichen Fragestellungen und Schlüsselkonzepten, um das kulturwissenschaftliche Forschungsprofil des GCSC in seiner gesamten Breite und Vielfalt weiterzuentwickeln.

Forschen auf Augenhöhe mit renommierten Wissenschaftlern

Die Research Areas treiben nicht nur die Forschung voran. Sie schaffen auch hierarchiefreie Räume: Hier diskutieren junge WissenschaftlerInnen auf Augenhöhe mit erfahrenen Postdocs und ProfessorInnen. Dabei stehen sowohl individuelle Projekte als auch allgemeine Forschungsdesiderate im Vordergrund der wissenschaftlichen Debatte. Ferner wirken die DoktorandInnen in den Research Areas aktiv an der Konzeption und Durchführung von Gemeinschaftsprojekten mit. So können sich die DoktorandInnen das Forschungsumfeld schaffen, das sie brauchen, und gleichzeitig wertvolle Schlüsselqualifikationen in den Bereichen Projektmanagement, Veranstaltungsorganisation und Textedition erwerben.

Kernbereiche der Forschung: Die acht Research Areas

Eine Kurzbeschreibung der acht Research Areas (RAs) gibt einen ersten Überblick über die am Graduiertenzentrum geförderte Themenvielfalt kulturwissenschaftlicher Forschung. Die WissenschaftlerInnen am Zentrum forschen u. a. zu den folgenden Themenkomplexen:

(RA 1) Memory Cultures

Die RA 1 beschäftigt sich mit aktuellen und historischen Gedächtniskonzepten sowie den impliziten und expliziten Formen des kulturellen Gedächtnisses. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung historisch variabler Praktiken von Erinnerungskulturen.

(RA 2) Culture and Narration

In der RA 2 forschen die Mitglieder zu Kulturkonzepten, die die Bedeutung von Erzählung und "Kultur als Text" in den Mittelpunkt stellen. Der Kulturbegriff wird auf der Grundlage eines dynamischen und komplexen Zusammenspiels verschiedenartiger Zeichensysteme neu definiert.

(RA 3) Culture and Performativity

Die Mitglieder der RA 3 erforschen die performative Dimension von Kultur. Anhand von Konzepten wie "Theatralität" oder der Analyse kultureller Transformationsprozesse rückt die Analyse dynamischer Wechselbeziehungen, z.B. zwischen Kultur und Medien, in den Mittelpunkt des Forschungsinteresses.

(RA 4) Visual Culture

Die RA 4 weist eine starke Verbindung mit den Bildwissenschaften auf. Die Mitglieder erforschen zentrale kulturwissenschaftliche Fragestellungen auf der Grundlage von Bildern und deren eigenständiger kultureller Leistung.

(RA 5) Culture, Language and the New Media

Die Forschungsinteressen der RA 5 sind vor allem die kulturspezifischen und globalen sowie materiellen und abstrakten Bedingungen, unter denen Kommunikationsprozesse stattfinden. In diesem Zusammenhang untersuchen die Mitglieder vor allem Sprache als kulturelles Phänomen und die Auswirkungen der neuen Medien auf alltägliche Kommunikationsweisen.

(RA 6) Culture and Identities

Die Mitglieder der RA 6 untersuchen die vielfältigen Arten, in denen sich "Kultur" und "Identität" gegenseitig bedingen. Im Vordergrund steht dabei die intensive Beschäftigung mit disziplinären Konzepten in einem interdisziplinären Kontext.

(RA 7) Political and Transnational Cultures

Die RA 7 beleuchtet die Auswirkungen der Transnationalisierung auf historische und heuristische Re-Konfigurationen von "Kultur", "Gesellschaft", "Staat" bzw. "Gemeinwesen". Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Funktionsanalyse verbindender, supranationaler Elemente wie Sprache, Erinnerung, Identität und Medien.

(RA 8) Cultures of Knowledge, Research and Education

Die Entstehung, Weitergabe und Nutzbarmachung von Wissen ist ein wesentliches Element soziokultureller Prozesse. Die RA 8 untersucht diese vielfältigen Aspekte etwa im Kontext von Globalisierungs- bzw. Transnationalisierungsprozessen, sozialem Wandel oder Subjektwerdung.

Auf unserer Website informieren wir Sie detailliert über die jeweiligen Programme der einzelnen Research Areas.

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