W3-Professur für „Klinische Epidemiologie der Krebsfrüherkennung“ (w/m/d) Medizinische Fakultät Mannheim
Am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg ist in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg folgende Position zu besetzen:
W3-Professur für „Klinische Epidemiologie der Krebsfrüherkennung“ (w/m/d)
Gesucht wird ein/eine herausragende*r Physician Scientist mit exzellenter internationaler Reputation, der/die als führend im Bereich der klinischen Krebsepidemiologie anerkannt ist. Der/Die erfolgreiche Kandidat*in soll im Rahmen einer Abteilungsleitung am DKFZ hochoriginelle und innovative Forschung an der Spitze der risikoadaptierten Krebsfrüherkennung und der präzisionsorientierten Prävention betreiben. Das Programm soll zunächst auf dem Prostatakarzinom als Modellerkrankung aufbauen und später auf weitere häufige Tumorentitäten wie Brust-, Darm-, Lungenkrebs und Melanom ausgeweitet werden und dabei eine starke Komplementarität zum Portfolio unseres Forschungsprogramms erreichen (www.dkfz.de). Geeignete Bewerber*innen haben bereits ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, ein hochinnovatives und originelles Forschungsprogramm zu leiten, das grundlegende Fragestellungen der Epidemiologie und der Krebsfrüherkennung adressiert.
Der/Die erfolgreiche Kandidat*in wird nationale wie internationale interdisziplinäre Kooperationen initiieren, um groß angelegte epidemiologische Studien einschließlich Interventionsstudien durchzuführen. Die neue Abteilungsleitung wird moderne Methoden der epidemiologischen Forschung weiterentwickeln und stärken, darunter KI-gestützte Diagnostik, Entscheidungsmodellierung und Implementierungsforschung, um neue Wege zu kosteneffizienteren, personalisierten und risikoadaptierten Ansätzen sowie leistungsfähigen bevölkerungsbasierten Programmen zu erschließen. Das Forschungsportfolio umfasst unter anderem die Evaluation von Risikofaktoren und -markern, Marker der Krebsfrüherkennung und prognostische Faktoren sowie modernste Methodik von Kohortenstudien und Interventionsstudien. Der/Die erfolgreiche Kandidat*in wird eng mit anderen interdisziplinären Teams aus den Bereichen Epidemiologie, primäre Krebsprävention, Onkogeneseforschung, Biomarkerentwicklung, Bildgebung und Survivorship-Forschung zusammenarbeiten und sich dabei auf Fragestellungen mit hoher Relevanz für die Optimierung und Implementierung von Früherkennungsprogrammen auf individueller und Bevölkerungsebene konzentrieren. Erwartet wird eine starke Erfolgsbilanz in der Mitarbeit in großen internationalen Konsortien sowie Erfahrung in querschnittlicher und institutionsübergreifender Forschung. Erfahrungen an international führenden Krebseinrichtungen sind ausdrücklich erwünscht. Gesucht wird eine Persönlichkeit mit nachgewiesener erfolgreicher Einwerbung unabhängiger Drittmittel. Die Position bietet eine herausragende Gelegenheit, eine Abteilung zu leiten, die sich der Weiterentwicklung der Mission des DKFZ im Bereich der Krebsfrüherkennungsforschung widmet. Der/Die erfolgreiche Kandidat*in verfügt über ausgeprägte Führungskompetenzen, ist in der Lage, Nachwuchswissenschaftler*innen zu betreuen und zu fördern, ein stimulierendes und inklusives Forschungsumfeld zu schaffen und Führungsrollen in umfassenden strategischen Programmen wahrzunehmen.
Die W3-Professur wird im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Epidemiologie, Public Health, Prävention und Survivorship“ am Deutschen Krebsforschungszentrum angesiedelt und ist Teil des Nationalen Krebspräventionszentrums (NCPC) in Heidelberg, das derzeit in einer Partnerschaft zwischen dem DKFZ und der Deutschen Krebshilfe aufgebaut wird. Forschung mit Relevanz für die Krebsfrüherkennung wird zudem in mehreren Forschungsabteilungen und -gruppen des DKFZ in den Bereichen Krebsbiologie, Datenwissenschaften, Physik und Biomedizintechnik sowie klinische Translation durchgeführt. Der/Die erfolgreiche Kandidat*in wird Kooperationen mit diesen Gruppen aufbauen und von der vielfältigen Forschungsumgebung am DKFZ profitieren. Die Zusammenarbeit mit den klinischen und wissenschaftlichen Partner*innen des DKFZ ermöglicht einen exzellenten Zugang zu klinischen Daten und Materialien, großen epidemiologischen Kohorten und Krebsregistern.
Der/Die ideale Kandidat*in wird sein bzw. ihr Forschungsprogramm mit den Universitätsklinika in Mannheim und Heidelberg, dem NCPC, dem DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim, dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), Helmholtz Health, der Nationalen Kohorte (NAKO), dem Netzwerk der Comprehensive Cancer Centers (CCC) der Deutschen Krebshilfe sowie dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) verknüpfen und darüber hinaus Kooperationen mit führenden internationalen Institutionen ausbauen, darunter die International Agency for Research on Cancer (IARC), Cancer Prevention Europe (CPE), Cancer Core Europe (CCE) und die International Alliance for Cancer Early Detection (ACED) – und damit methodische, politikorientierte und klinisch-strategische Netzwerke repräsentieren.
Die Position auf der Ebene einer Abteilungsleitung ist mit einer attraktiven Grundausstattung einschließlich Personal-, Sach- und Investitionsmitteln ausgestattet. Darüber hinaus besteht Zugang zu kompetitiven intramuralen Förderprogrammen des DKFZ und der Helmholtz-Gemeinschaft.
Voraussetzung für die Bewerbung sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Humanmedizin, eine qualifizierte Promotion und die pädagogische Eignung, die in der Regel durch Erfahrung in der Lehre nachgewiesen wird, sowie gemäß § 47 Abs. 2 des Landeshochschulgesetzes Baden-Württemberg zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (die Habilitation, eine erfolgreich evaluierte Juniorprofessur oder habilitationsäquivalente Leistungen).
Die Stelle steht unbefristet zur Verfügung. Die gemeinsame Berufung erfolgt nach dem sogenannten „Jülicher Modell“. Der/Die erfolgreiche Kandidat*in wird als Professor*in auf Lebenszeit an die Universität Heidelberg berufen und für die Leitung der Abteilung „Klinische Epidemiologie der Krebsfrüherkennung“ an das DKFZ beurlaubt. Sofern die allgemeinen beamten- und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt die Berufung in das Professor*innenamt in der Regel unmittelbar im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.
Bewerbungen sind bis spätestens 16.04.2026 einzureichen und sollen einen Lebenslauf, Kopien von Zeugnissen und Urkunden, eine Publikationsliste, ein Forschungskonzept sowie Angaben zur Lehrerfahrung entsprechend der „Bewerber-Leitfaden-Formatvorlage“ und dem „Bewerber-Formblatt“ der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg für W3-Professuren (siehe https://www.umm.uni-heidelberg.de/karriere/berufung/) enthalten. Die Bewerbung ist ausschließlich in elektronischer Form sowohl über das Bewerbungsmanagement des DKFZ (https://www.dkfz.de/karriere/stellenangebote) an Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Baumann, Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg, Deutschland, als auch per E-Mail über das Berufungsmanagement der Medizinischen Fakultät Mannheim (berufung@medma.uni-heidelberg.de) an Prof. Dr. med. Sergij Goerdt, Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim, einzureichen.
Hinweis: Wir unterliegen den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Deshalb müssen alle unsere Beschäftigten einen Immunitätsnachweis gegen Masern vorlegen.
Die Universität Heidelberg und das DKFZ stehen für Chancengleichheit und Diversität. Wir bitten qualifizierte Frauen nachdrücklich um ihre Bewerbung. Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt. Informationen zu Stellenausschreibungen und zum Datenschutz finden Sie unter www.uni-heidelberg.de/stellenmarkt bzw. https://www.dkfz.de/karriere/stellenangebote.
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