W3-Professur für künstlerisch-experimentelle Prozesse
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
An der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) ist am sich in Gründung befindenden Institut der Designbereiche zum 01.04.2027 die
W3-Professur für künstlerisch-experimentelle Prozesse
zu besetzen. Die Einstellung erfolgt in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder unbefristetes Angestelltenverhältnis.
Die HBK Braunschweig ist eine international orientierte, künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht. Mit etwa 1.000 Studierenden in den Studienbereichen Freie Kunst, Kunstpädagogik, Darstellendes Spiel, Design und Designforschung, Visuelle Kommunikation, Kunstwissenschaft und Medienwissenschaften gehört die HBK zu den großen Kunsthochschulen in Deutschland.
Die Designbereiche der Hochschule befinden sich aktuell in einer umfassenden Neustrukturierung, die neben der Institutsneugründung insbesondere die Entwicklung der hier angesiedelten Studiengänge und die Neubesetzung zahlreicher Professuren betrifft. Dieser Prozess orientiert sich inhaltlich und strukturell maßgeblich an dem durch die anstehende ökologische und soziale Transformation bedingten tiefgreifenden Wandel des Designbegriffs.
Aufgaben und Profil der Professur
Die Professur ist auf einen künstlerisch-experimentellen Umgang mit den Schnittstellen von visueller Kommunikation, Materialität und Interaktion ausgerichtet. Insofern fördert sie entsprechende Herangehensweisen in Bezug auf verschiedene Materialien und im Entwurfsprozess. Sie unterstützt die individuelle Entwicklung von Methoden, Werkzeugen und Arbeitsweisen durch die Studierenden. In besonderem Maße sollen Wahrnehmungsgewohnheiten durch das kritische Hinterfragen von Form und Inhalt gefördert werden. Ein weiterer Bestandteil der Lehre ist die Analyse und Interpretation der medienoffenen Ergebnisse und die damit einhergehende Bedeutung für die eigene Praxis. Mögliche Forschungsfelder und Kooperationen wären z. B. Wahrnehmungspsychologie, Kommunikationstheorie, Optik, Farbe, Rhetorik, Bildtheorie und die ethische Dimension von Design.
In ihrer Ausrichtung ist diese Professur für die Grundlehre der Designstudierenden von besonderer Bedeutung und koordiniert daher auch die gemeinsame Eingangsphase der neuen Designstudiengänge. Die Professur ist somit transdisziplinär innerhalb des Designbereichs angelegt. Zudem ist insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit den Theoriebereichen der HBK Braunschweig gewünscht.
Ein wichtiges Aufgabenfeld der Professur ist die aktive Mitgestaltung und Weiterentwicklung des in Gründung befindlichen Instituts, einschließlich des Neuaufbaus der dazugehörigen Studiengänge.
Gesucht wird eine ausgewiesene Gestalter*innenpersönlichkeit, deren besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit im Rahmen von Design- und Gestaltungsprozessen insbesondere durch ein facettenreiches Spektrum an prozessorientierten Gestaltungsansätzen zum Ausdruck kommt und durch zusätzliche künstlerische Leistungen ergänzt wird.
Erwartet wird
- die Bereitschaft und Kompetenz, grundlegende material- und prozessorientierte, künstlerische Arbeitsweisen in digitalen und analogen Gestaltungsprozessen zu vermitteln,
- die Kompetenz, den Umgang mit diesen Arbeitsweisen und Ausdrucksmöglichkeiten inhaltlich und konzeptionell zu durchdringen, zu reflektieren und so in die Lehre einfließen zu lassen, sowie
- ein tiefes Verständnis für die Wechselwirkungen dieser produktiven, perzeptiven und reflexiven Gestaltungsebenen in der Lehre entwickelt zu haben,
- die Bereitschaft zur umfassenden aktiven Beteiligung an der akademischen Selbstverwaltung,
- der Wille und die Fähigkeit zur aktiven Mitgestaltung und Weiterentwicklung der Restrukturierungsprozesse mit einem engagierten Schwerpunkt auf die Studieneingangsphase,
- eine hohe Kommunikationsbereitschaft, sowie
- die Bereitschaft, hochschulübergreifend integrierend zu agieren und
- mündlich wie schriftlich verhandlungssichere Deutschkenntnisse (mindestens C1-Niveau des GER) aufgrund der Lehre in deutschsprachigen Studiengängen und der besonderen organisatorischen Anforderungen beim Aufbau der Studiengänge. Die Bereitschaft, auch auf Englisch zu lehren, wird jedoch sehr begrüßt.
Wünschenswert wäre Erfahrung in der Studiengangentwicklung und ein besonderes Interesse an kollaborativen Prozessen sowie an der Weitergestaltung des teamorientierten Umfelds, namentlich an der studiengangübergreifenden und kooperativen Lehre. Sozial-, Führungs-, Gleichstellungs- und Diversitätskompetenz werden ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft, engagiert zur diskriminierungskritischen Arbeit an der Hochschule, insbesondere beim Aufbau des neuen Instituts, beizutragen. Die Person sollte sich in einem breiten, interdisziplinären Netzwerk verorten, mit zeitgenössischen kulturellen Strömungen vertraut und in der Lage sein, gesellschaftspolitische Diskurse verantwortungsvoll in die Lehre zu integrieren. Zudem sollte ein klares Interesse daran bestehen, sich in das Themenfeld nachhaltiger Entwicklung fachlich einzuarbeiten. Aufgrund der besonderen Verantwortung für die Studieneingangsphasen, aber auch im Kontext der Studiengang- und Institutsentwicklung, ist eine starke und kontinuierliche Präsenz vor Ort erforderlich.
Weitere Einstellungsvoraussetzungen
- abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Design/Gestaltung
- durch praktische Erfahrungen bestätigte pädagogisch-didaktische Eignung, welche insbesondere die Fähigkeit zur prozessorientierten Vermittlung von Grundlagen für alle Designstudiengänge der HBK umfasst und darauf abzielt, Studierende in ihrer individuellen kreativen Entwicklung zu fördern
Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 25 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG).
Die Gleichstellungsbemühungen der HBK haben erfreulicherweise dazu geführt, dass aktuell keine Unterrepräsentanzen im Sinne des Niedersächsischen Gleichstellungsgesetz und des Niedersächsischen Hochschulgesetz zu verzeichnen sind. Bewerbungen aller Geschlechter sind willkommen.
Die Hochschule pflegt eine Kultur der Vielfalt und begrüßt daher besonders Bewerbungen von Personen, die die Diversität erhöhen und/oder sich engagiert für diese einsetzen.
Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Ein Nachweis ist beizufügen.
Als Mitglied im Dual Career Netzwerk SüdOstNiedersachsen kann die Hochschule Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Doppelkarrieren bieten.
Die Stelle ist auf Grund des besonderen Aufwands im Rahmen des Restrukturierungsprozesses nicht teilzeitgeeignet.
Ihre Bewerbung mit einem zusammengefassten Gesamt-PDF von max. 30 MB, bestehend aus Anschreiben, aussagekräftigem Portfolio mit Arbeitsproben, Lehrkonzept (bis maximal drei Seiten), Publikationsliste, Lehrveranstaltungsverzeichnis, Angaben zum beruflichen Werdegang/CV sowie Zeugnissen und Urkunden, richten Sie bitte bis zum 08.03.2026 ausschließlich per E-Mail mit dem Betreff „Bewerbung W3 für künstlerisch-experimentelle Prozesse“ an berufungen@hbk-bs.de. Beachten Sie bitte, dass Einsendungen in anderen Datei- und Zusendungsformaten nicht berücksichtigt werden können.
Bewerbungskosten können nicht erstattet werden.
Zum Zwecke der Personalauswahl werden auf der Grundlage von § 88 NBG (Beamt*innen) bzw. auf der Grundlage von § 12 NDSG i. V. m. § 88 NBG (nicht verbeamtete Beschäftigte) personenbezogene Daten verarbeitet. Im Falle der Nichtauswahl werden die Bewerbungsunterlagen und sämtliche personenbezogenen Daten sechs Monate nach rechtskräftigem Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet bzw. gelöscht. Detaillierte Hinweise zum Datenschutz im Bewerbungsverfahren finden Sie hier.
Bei Rückfragen im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren kontaktieren Sie bitte Carina Haas (berufungen@hbk-bs.de, Tel. +49 531 391-9343).
Kontakt
berufungen@hbk-bs.de
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