Am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist am Cooperative Brain Imaging Center (CoBIC) folgende Stelle im Beamten- oder Arbeitsverhältnis zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen:
Professur (W3) für Computational Neuroscience and Neurodevelopment gefördert durch die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung
Profil der Professur
Die Professur wird im Rahmen des 2025 von der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik und dem Ernst Strüngmann Institut für Neurowissenschaften neu gegründeten Cooperative Brain Imaging Center (CoBIC) eingerichtet, welches als einzigartige wissenschaftliche Kooperation im Bereich der humanen Neurowissenschaften neue Impulse setzt. Das CoBIC bietet ein dynamisches, forschungsstarkes Umfeld mit vielfältigen klinischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten, sowie ein kollegiales und motiviertes interdisziplinären Team. Die Professur soll die methodische Expertise des CoBICs, insbesondere im Bereich der translationalen Bildgebung stärken, um Präzisionsmedizin im Kontext neuromentaler Erkrankungen zu ermöglichen. Der Forschungsschwerpunkt der Professur soll dabei auf Entwicklungsstörungen liegen, die interdisziplinär und in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Frankfurt sowie dem Autismus-Therapiezentrum Frankfurt untersucht werden. Die Professur wird dabei den Forschungsschwerpunkt Neuroscience im Profilbereich "Science for Health" der Goethe-Universität in der Forschung zu psychiatrischen Erkrankungen verstärken und wird damit integraler Bestandteil des Interdisziplinären Zentrums für Neurowissenschaften Frankfurt (IZNF) und des Rhine-Main Neuroscience Network (rmn²). Beide Netzwerke bieten wertvolle Ressourcen und Unterstützung für die Neurowissenschaften in der Metropolregion Rhein-Main. Der IZNF bietet eine interdisziplinäre Perspektive und engagierte Forschergruppen, während das rmn² eine breitere internationale Sichtbarkeit und Kooperation fördert. Die beiden Netzwerke unterstützen die regionale neurowissenschaftliche Community und bieten Zugang zu umfassenden Forschungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen der Neurowissenschaften. Die Professur soll sich in diese neurowissenschaftliche Community aktiv einbringen und an deren weiterer Profilierung mitwirken.
Ihr Profil
Wir erwarten von Ihnen eine ausgewiesene wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Neurobiologie von Entwicklungsstörungen, insbesondere Autismus und ADHS, umfassende Erfahrungen im Bereich des strukturellen MRTs einschließlich der Entwicklung von Bildgebungs-Biomarkern und exzellente Publikationsleistungen im Bereich der translationalen und interdisziplinären Neurobildgebung, beispielsweise in den Feldern -Imaging Genetics- und -Imaging Transcriptomics-. Zusätzlich setzen wir eine federführende Einbindung in nationale und internationale Forschungsprojekte voraus, beispielsweise durch Beteiligung an Verbundprojekten und EU-Konsortien, um das CoBIC national und international bestmöglich repräsentieren zu können. Sie belegen Ihre hohe wissenschaftliche Qualifikation durch ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie, Neuroscience, Bioinformatik oder ähnlicher Studiengänge, eine einschlägige Promotion in einem der genannten Fächer sowie durch die Habilitation oder den Nachweis gleichwertiger wissenschaftlicher Leistungen mit internationaler Publikationsleistung und der erfolgreichen Drittmitteleinwerbung bei herausragenden öffentlichen Geldgebern, wie DFG oder EU. Ein hohes wissenschaftliches Engagement sowie die konstruktive Bereitschaft zur engen, interdisziplinären Zusammenarbeit in Forschung und Lehre ist für Sie selbstverständlich. Wir erwarten zudem von Ihnen Erfahrungen in der Hochschullehre und exzellente didaktische Fähigkeiten, die Sie möglichst über qualifizierte Lehrevaluationen nachweisen können. Die Bereitschaft zur Mitarbeit an der Curriculums-Entwicklung des Fachbereichs Medizin und zur Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung setzen wir voraus.
Einstellungsvoraussetzungen
Es gelten die Einstellungsvoraussetzungen nach § 68 Hessisches Hochschulgesetz. Vorausgesetzt werden unter anderem ein Nachweis über die Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit (z. B. Promotion), zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (z. B. Habilitation, habilitationsäquivalente Leistungen) sowie die unter "Ihr Profil" genannten fachlichen Anforderungen, die zur Erfüllung der Aufgaben der Professur erforderlich sind.
Ihre Bewerbung
Die Goethe-Universität setzt sich aktiv ein für Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit und Diversität. Um die Vielfalt unterschiedlicher Lebenswelten und Erfahrungen an der Universität zu stärken, freuen wir uns besonders über Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte und Zugehöriger anderer bisher unterrepräsentierter Gruppen. Personen mit einer Schwerbehinderung oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Sind Frauen in dem Fachbereich/der zentralen Einrichtung unterrepräsentiert, werden sie bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen mit Lebenslauf und Publikationsliste, Übersicht über Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit sowie Zeugnisse und eine Auswahl an aktuellen Lehrevaluationen sind webbasiert unter https://berufungsportal.uni-frankfurt.de bis zum 11.09.2026 erwünscht. Für Fragen steht Ihnen das Büro des Dekans zur Verfügung: dekan@med.uni-frankfurt.de. Weitere Informationen zu Berufungsverfahren, rechtlichen Rahmenbedingungen und Datenschutz: www.vakante-professuren.uni-frankfurt.de.