W2-Professur Typografie, Institut der Designbereiche Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
An der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) ist am sich in Gründung befindlichen Institut der Designbereiche zum 01.10.2027 die
W2-Professur für Typografie
zu besetzen.
Die Einstellung erfolgt in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder unbefristetes Angestelltenverhältnis.
Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ist eine international orientierte, künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht. Mit etwa 1.000 Studierenden in den Studienbereichen Freie Kunst, Kunstpädagogik, Darstellendes Spiel, Design und Designforschung, Visuelle Kommunikation, Kunstwissenschaft und Medienwissenschaften gehört die HBK zu den großen Kunsthochschulen in Deutschland.
Die Designbereiche der Hochschule befinden sich aktuell in einer umfassenden Neustrukturierung, die neben der Institutsneugründung insbesondere die Entwicklung der hier angesiedelten Studiengänge und die Neubesetzung zahlreicher Professuren betrifft. Dieser Prozess orientiert sich inhaltlich und strukturell maßgeblich an dem durch die anstehende ökologische und soziale Transformation bedingten tiefgreifenden Wandel des Designbegriffs.
Aufgaben und Profil der Professur
Zentrale Themen der Professur für Typografie sind die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Lesbarkeiten, mit sprachlicher, schriftlicher und zeichenhafter Informationsübermittlung, sowie ein experimenteller Zugang zu Layout und Rastersystemen im Print- und digitalen Bereich. Sie befasst sich mit Konzeption, Entwurf, Planung, Ausführung und theoretisch-geschichtlicher Reflexion von typografischen Publikationen aller Art und Medien (Editorial Design, Bücher, Webseiten, Magazine, Zeitungen, E-Books, Ausstellungen, Schrift im Außenraum), von Kommunikations- und Informationsdesign, Text- und Zeichengestaltung sowie des Schriftentwurfs selbst. In der Lehre soll sie anwendungsorientierte Praxis mit Forschungen zu Schrift, Zeichen und visueller Identität vor dem Hintergrund ihrer formsprachlichen kulturellen und technischen Gegenwart (z. B. variable Fonts) sowie Schrift- und Typografiegeschichte verknüpfen.
Ein wichtiges Aufgabenfeld der Professur ist die aktive Mitgestaltung und Weiterentwicklung des in Gründung befindlichen Instituts, einschließlich des Neuaufbaus der dazugehörigen Studiengänge.
Erwartet wird
- relevante Praxiserfahrung, insbesondere in der Entwicklung von Schriften und Zeichensystemen im digitalen als auch im analogen Bereich als Gestaltungsmittel visueller Identitäten,
- ein tiefgehendes Verständnis für den inhaltlichen und konzeptionellen Umgang mit Zeichen, Bildern und Texten im kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhang,
- die Bereitschaft zur umfassenden aktiven Beteiligung an der akademischen Selbstverwaltung,
- der Wille und die Fähigkeit zur aktiven Mitgestaltung und Weiterentwicklung des in Gründung befindlichen Instituts der Designbereiche und des dort aufzubauenden Studiengangangebots,
- eine hohe Kommunikationsbereitschaft,
- die Fähigkeit, hochschulübergreifend integrierend zu agieren, sowie
- mündlich wie schriftlich verhandlungssichere Deutschkenntnisse (mindestens C1-Niveau) aufgrund der Lehre in deutschsprachigen Studiengängen und der besonderen organisatorischen Anforderungen beim Aufbau der Studiengänge. Die Bereitschaft, auch auf Englisch zu lehren wird jedoch sehr begrüßt.
Wünschenswert ist Erfahrung in der Studiengangsentwicklung. Ein besonderes Interesse sollte an kollaborativen Prozessen ebenso vorhanden sein wie an der Weitergestaltung des teamorientierten Umfelds, namentlich an der studiengangsübergreifenden und kooperativen Lehre. Die Stelle ist mit der Leitung des Schwerpunkts Typografie verbunden. Sozial-, Führungs-, Gleichstellungs- und Diversitätskompetenz werden auch in diesem Zusammenhang vorausgesetzt sowie die Bereitschaft, engagiert zur diskriminierungskritischen Arbeit an der Hochschule, insbesondere beim Aufbau des neuen Instituts, beizutragen. Die Person sollte sich in einem breiten, interdisziplinären Netzwerk verorten, mit zeitgenössischen kulturellen Strömungen sowie technologischen Entwicklungen in ihrem Feld vertraut und in der Lage sein, gesellschaftspolitische Diskurse verantwortungsvoll in die Lehre zu integrieren. Zudem sollte ein klares Interesse daran bestehen, das Themenfeld nachhaltiger Entwicklung fachlich einzuarbeiten.
Weitere Einstellungsvoraussetzungen
- abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Design/Gestaltung
- durch praktische Erfahrungen bestätigte pädagogisch-didaktische Eignung, welche auch die Fähigkeit und den ausdrücklichen Willen zur kontinuierlichen Vermittlung von Grundlagen für alle Designstudiengänge der HBK umfasst und besonders darauf abzielt, Studierende in ihrer individuellen kreativen Entwicklung zu fördern
Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 25 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG).
Die Gleichstellungsbemühungen der HBK haben erfreulicherweise dazu geführt, dass aktuell keine Unterrepräsentanzen im Sinne des Niedersächsischen Gleichstellungsgesetzes und des Niedersächsischen Hochschulgesetzes zu verzeichnen sind. Bewerbungen aller Geschlechter sind willkommen.
Die Hochschule pflegt eine Kultur der Vielfalt und begrüßt daher besonders Bewerbungen von Personen, die die Diversität erhöhen und/oder sich engagiert für diese einsetzen.
Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Ein Nachweis ist beizufügen.
Als Mitglied im Dual Career Netzwerk SüdOstNiedersachsen kann die Hochschule Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Doppelkarrieren bieten.
Die Stelle ist aufgrund des besonderen Aufwands im Rahmen des Restrukturierungsprozesses nicht teilzeitgeeignet.
Ihre Bewerbung mit dem ausgefüllten Bewerbungsformular und einem zusammengefassten Gesamt-PDF von max. 25 MB, bestehend aus Anschreiben, aussagekräftigem Portfolio mit Arbeits- und Lehrproben, Lehrkonzept (bis max. 3 Seiten), Publikationsliste, Lehrveranstaltungsverzeichnis, Angaben zum beruflichen Werdegang/CV, sowie Zeugnissen und Urkunden, richten Sie bitte bis zum 03.08.2026 ausschließlich per E-Mail mit dem Betreff „Bewerbung W2 Typografie“ an berufungen@hbk-bs.de. Beachten Sie bitte, dass Einsendungen in anderen Datei- und Zusendungsformaten oder als Downloadlinks (auch automatisch generierte) nicht berücksichtigt werden können.
Bewerbungskosten können nicht erstattet werden.
Zum Zwecke der Personalauswahl werden auf der Grundlage von § 88 NBG (Beamt*innen) bzw. auf der Grundlage von § 12 NDSG i. V. m. § 88 NBG (nicht verbeamtete Beschäftigte) personenbezogene Daten verarbeitet. Im Falle der Nichtauswahl werden die Bewerbungsunterlagen und sämtliche personenbezogenen Daten sechs Monate nach rechtskräftigem Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet bzw. gelöscht. Detaillierte Hinweise zum Datenschutz im Bewerbungsverfahren finden Sie hier.
Bei Rückfragen im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren kontaktieren Sie bitte Carina Haas, Referentin für Berufungsangelegenheiten (berufungen@hbk-bs.de, Tel. +49 531 391 9343).
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