Stipendien in der Nachwuchsforschungsgruppe "Transformationen schulischer Arbeit und (Berufs-)Biografien von Lehrpersonen (TrABil)"
Hans-Böckler-Stiftung
Befristet
Vollzeit
Bewerbungsfrist: 02.05.2026
Veröffentlicht am: 30.01.2026
Halle-Wittenberg
Ausschreibung von Stipendien
(Bewerbungsfrist: 02. Mai 2026) in der Nachwuchsforschungsgruppe»Transformationen schulischer Arbeit und (Berufs-)Biografien von Lehrpersonen (TrABil)« (NFG 032)
Aus Mitteln der Hans-Böckler-Stiftung werden zum frühesten Beginn im November 2026 drei Promotionsstipendien für die Nachwuchsforschungsgruppe “Transformationen schulischer Arbeit und (Berufs-)Biografien von Lehrpersonen (TrABil)“ (NFG 032) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vergeben.
Die Nachwuchsforschungsgruppe befasst sich mit dem tiefgreifenden Wandel schulischer Arbeit im Kontext aktueller gesellschaftlicher, politischer und bildungssystemischer Transformationsprozesse. Globale Herausforderungen wie Migration, Digitalisierung, Klimakrise oder politische Polarisierung verändern schulische Aufgaben ebenso wie der anhaltende Lehrkräftemangel, der zu neuen Zugangswegen und einer zunehmenden Diversifizierung der Lehrkräftebiografien führt. Schule wird im Projekt als dynamisches Arbeits- und Erfahrungsfeld verstanden, in dem sich gesellschaftliche Anforderungen, institutionelle Rahmenbedingungen und individuelle Berufsbiografien wechselseitig beeinflussen. Ziel des Projekts ist es, dieses Transformationsgeschehen empirisch zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lehrkräfte mit unterschiedlichen biografischen Voraussetzungen veränderte Anforderungen schulischer Arbeit wahrnehmen, deuten sowie biografisch bearbeiten – und welche Folgen dies für schulische Praxis, Kollegialität sowie Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit hat. Untersucht werden Transformationsprozesse auf der Mikroebene der (Berufs-)Biografien von Lehrkräften, auf der Mesoebene der Einzelschule und schulischer Kollegien sowie auf der Makroebene bildungspolitischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Die Promovierenden entwickeln innerhalb dieses Rahmens eigenständige qualitativ-rekonstruktive Dissertationsprojekte, die im Forschungsverbund miteinander verschränkt sind. Mögliche Fragestellungen betreffen etwa die biografische Verarbeitung neuer Qualifikationswege und beruflicher Anforderungen, den Umgang mit Diversität und Ungleichheit im Kollegium, die Rolle Lernens in späteren Berufsphasen oder die biografische Aneignung bildungspolitischer Reformen. Erwartet werden rekonstruktive Forschungsarbeiten mit einem (berufs-)biografischen Bezug sowie die aktive Mitarbeit in der Nachwuchsforschungsgruppe. Die Ausschreibung richtet sich an Bewerber*innen mit Interesse an Schulpädagogik, Professions- und Biografieforschung sowie an der empirischen Analyse schulischer Transformationsprozesse.
Ablauf des Bewerbungs- und Auswahlprozesses:
Interessierte Bewerber*innen können am 19./20. März 2026 an einem Vorabworkshop an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg teilnehmen, um Näheres über die Nachwuchsforschungsgruppe zu erfahren.
Bewerbungsschluss für die Stipendien ist der 02.05.2026.
Aussichtsreiche Bewerber*innen werden von der wissenschaftlichen Leitung der Nachwuchsforschungsgruppe dabei begleitet, ggf. eine Überarbeitung und Anpassung des Exposés an die Thematik und die Anforderungen der Gruppe vorzunehmen. Nehmen Sie zur Absprache Ihrer Projekte im Vorfeld Kontakt mit Prof. Dr. Doris Wittek auf (doris.wittek@paedagogik.uni-halle.de). Das Exposé wird anschließend wissenschaftlich begutachtet.
Die Stipendien starten zwischen November 2026 und Februar 2027 und werden für maximal drei Jahre vergeben. Diese Regelförderdauer kann in begründeten Fällen verlängert werden. Promovierende erhalten ein Stipendium von 1.750 Euro (1.650 € Grundstipendium und 100 € Forschungskostenpauschale). Zusätzlich können bis zu 100 € Krankenkassenzuschuss und ggf. Familienzulagen gezahlt werden. Über die Promotionsstipendien wird nach den Richtlinien des BMFTR und den Auswahlkriterien der HBS entschieden.
Bewerber*innen müssen neben einem überdurchschnittlichen Studienabschluss gesellschaftspolitisches oder gewerkschaftliches Engagement nachweisen. Promotionsprojekte können auf Deutsch und Englisch durchgeführt werden.
Bewerben Sie sich bitte mit den erforderlichen Unterlagen und mit einem Exposé (max. 10 Seiten), in dem das geplante Vorhaben skizziert und in das Forschungsprogramm der Nachwuchsforschungsgruppe eingeordnet wird. Hinweise zur Erstellung des Exposés finden sie hier. Ein wissenschaftliches Gutachten ist zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig.
Die Bewerbung senden Sie bitte ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal der Hans-Böckler-Stiftung. Die Vergabe des Stipendiums wird im Oktober 2026 bekannt gegeben.
Bei inhaltlichen Fragen zur Nachwuchsforschungsgruppe wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail-Adresse: doris.wittek@paedagogik.uni-halle.de
Fragen zum Bewerbungsverfahren richten Sie bitte an bewerbung@boeckler.de
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