W1-Professur „Regeneratives und umweltgerechtes Bauen“ Universität Rostock
An der Fakultät für Agrar, Bau und Umwelt ist – vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen – zum frühestmöglichen Zeitpunkt die
W1-Professur „Regeneratives und umweltgerechtes Bauen“ (mit Tenure Track auf eine W2 Professur)
zu besetzen.
Diese Tenure Track-Professur wird durch das Lola-Zahn-Professorinnenprogramm zur Steigerung des Frauenanteils unter den Professuren der Universität Rostock gefördert.
Gesucht wird eine Nachwuchswissenschaftlerin bzw. ein Nachwuchswissenschaftler im Bereich der Anwendung nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen. Die Fakultät für Agrar, Bau und Umwelt der Universität Rostock bietet ein einzigartiges interdisziplinäres Forschungsumfeld, das alle Aspekte von der Erzeugung nachwachsender Baustoffe über die Konstruktion und die Errichtung von Bauwerken bis hin zu deren Lebenszyklusmanagement abdeckt.
An der Professur ist ein innovatives Themenfeld mit hoher Relevanz für klima- und ressourcenschonendes Bauen mit nachwachsenden Baustoffen und zirkulären Baustoffanwendungen im Einklang mit der natürlichen Umwelt in Forschung und Lehre zu entwickeln. Die Professur soll eine Schlüsselstellung in der interdisziplinären wissenschaftlichen Kooperation zwischen den bestehenden Fachrichtungen an der Fakultät für Agrar, Bau und Umwelt einnehmen. Dabei ist ein wesentlicher Beitrag zur Herausbildung des wissenschaftlichen Profils der Fakultät möglich und gewünscht.
Aufgabengebiete / Forschungsschwerpunkte
An der Professur soll eine zukunftsfähige Arbeitsgruppe in mindestens zwei der aufgeführten Themenbereiche aufgebaut werden:
- Baukonstruktion mit Fokus auf Faserpflanzen und nachwachsenden Rohstoffen
- Methoden und Prozesse entlang des gesamten Lebenszyklus von Bauwerken und Baustoffen im Kontext von Klimaneutralität und Ressourcenschonung
- Entwicklung von biogenen Baustoffen einschließlich der Auswahl geeigneter Pflanzen und Optimierung derer Anbaustrategien
- Materialgerechte Anwendungsmethodik in Bauteilen und Bausystemen (z. B. Fassaden, Decken, Tragwerke)
- Baukonstruktionen für klimaneutrales, umweltschonendes und ressourcenerhaltendes Bauen
- Entwicklung nachhaltiger Konstruktions- und Materialkonzepte
Erwünscht sind darüber hinaus wissenschaftliche Beiträge in folgenden Bereichen:
- Integration von Nature-Based Solutions in baulichen Anwendungen
- Berücksichtigung bauphysikalischer und energetischer Aspekte nachhaltiger Baukonstruktionen
- Entwicklung und/oder Anwendung digitaler Entwurfs-, Planungs- und Fertigungsmethoden zur Umsetzung zukunftsfähiger Bauweisen
- Beteiligung im SFB/Transregio 410 „Wetscapes 2.0.“ im Bereich Paludikultur, bzw. die stoffliche Weiterentwicklung von Biomasse zur Verwertung im Bauwesen
Die fachliche Ausrichtung soll zum interdisziplinären Profil der Fakultät passen und Schnittstellen zwischen den Fachgebieten Agrarwissenschaften, Umweltingenieurwesen und Bauingenieurwesen schaffen. Besonders erwünscht sind Ansätze, die Nachhaltigkeitsaspekte durch nachwachsende Rohstoffe in das Bauwesen integrieren, die auch für Studierende der Umweltingenieur- und Agrarwissenschaften relevant sind.
Durch die Professur sind primär Lehrveranstaltungen in den Bachelor- und Masterstudiengängen Bauingenieurwesen und Umweltingenieurwissenschaften abzudecken und aufzubauen, insbesondere in den Bachelorstudiengängen im Bereich des konstruktiven Ingenieurbaus u. a. mit nachwachsenden Rohstoffen. Darüber hinaus ist die Entwicklung interdisziplinärer Lehrangebote erwünscht, welche möglichst viele Studiengänge der Fakultät, einschließlich des Masterstudiengangs Nachhaltige Agrarsysteme, thematisch verbinden und gemeinsame Schnittmengen adressieren.
Die Lehrverpflichtung der Juniorprofessur beträgt in der ersten Phase der Juniorprofessur 4 SWS und in der zweiten Phase der Juniorprofessur 6 SWS. Die Lehrveranstaltungen sollen möglichst sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache gehalten werden können.
Voraussetzungen
- Gesucht wird eine Person mit einem Master- oder Diplomabschluss in Bauingenieurwesen, Architektur, Agrarwissenschaften oder einem anderen vergleichbaren Studiengang mit Relevanz für das ausgeschriebene Fachgebiet. Die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit in einem der oben genannten Fachgebiete ist nachzuweisen, in der Regel durch eine Promotion.
- Weiterhin sollten hochschuldidaktische Erfahrungen, idealerweise aus selbst gehaltenen Lehrveranstaltungen sowie der Betreuung von Studien- und Studienabschlussarbeiten oder die Teilnahme an didaktischen Weiterbildungen vorliegen. Erste Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmittelprojekten sind erwünscht.
- Die Bereitschaft zur aktiven Beteiligung an der Selbstverwaltung der Universität und bei der Profilierung der Fakultät für Agrar, Bau und Umwelt wird vorausgesetzt.
Wir bieten
- eine vielfältige, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit in einer traditionsbewussten aber dennoch innovativen, modernen und familienfreundlichen Universität in einer lebendigen Stadt am Meer,
- ein attraktives Standortumfeld mit komplexen Schnittstellen von Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften,
- eine fächerübergreifende Fakultät von Landwirtschaft, über Umwelt bis zum Bauingenieurwesen, welche Kooperation und Nachhaltigkeit lebt,
- eine enge Kooperation mit anderen Hochschulen des Landes im Rahmen des Konzepts für eine standortübergreifende Ingenieurausbildung in den Bereichen Bauen, Landschaft und Umwelt (BLU) im Land Mecklenburg-Vorpommern,
- ein interdisziplinär aufgestelltes Forschungsumfeld: Durch die Interdisziplinäre Fakultät der Universität Rostock mit ihren verschiedenen Profillinien, sind hierzu exzellente Rahmenbedingungen vorhanden. Weiterhin pflegt die Fakultät passfähige Kooperationen mit verschiedenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
Auskünfte erteilt:
Herr Prof. Dr. Panagiotis Spyridis, Vorsitzender der Berufungskommission
Telefon 0381/498-3540
E-Mail: panagiotis.spyridis@uni-rostock.de
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Die Einstellungsvoraussetzungen bestimmen sich gemäß § 62 Absatz 1 Landeshochschulgesetz Mecklenburg-Vorpommern (LHG M-V). Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in oder wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollen Promotions- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als neun Jahre betragen haben.
Die Professur wird zunächst gemäß § 62 Absatz 2 LHG M-V als Juniorprofessur im Beamtenverhältnis auf Zeit oder ggf. im Angestelltenverhältnis besetzt. Das Beschäftigungsverhältnis wird im Falle der Bewährung im Rahmen einer Zwischenevaluation nach dem vierten Jahr um weitere zwei Jahre verlängert. Die Einstellung auf die Juniorprofessur ist gemäß § 62a LHG M-V mit der Zusage verbunden, dass eine Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis unter der Voraussetzung zugesagt wird, dass im Einzelnen vorab festgelegte Leistungsanforderungen während der Juniorprofessur erfüllt werden. Vor Ablauf der zweiten Phase der Juniorprofessur erfolgt eine Evaluierung im Rahmen des Tenure Tracks, um die Voraussetzungen für die Übernahme auf die unbefristete W2-Professur zu prüfen.
Die Universität Rostock bekennt sich zu ihren universitären Führungsleitlinien.
Chancengleichheit ist Bestandteil unserer Personalpolitik. Schwerbehinderte Bewerberinnen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und Qualifikation besonders berücksichtigt. Die Universität Rostock strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert daher qualifizierte Frauen mit Bezug auf § 7 Abs. 3 des Gleichstellungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei im Wesentlichen gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt, sofern nicht in der Person des Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Bei gleichstellungsrechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die Fakultätsvertreterinnen der Gleichstellungsbeauftragten, Frau Dr. Jana Bürger oder Frau Prof. Dr. Sandra Rose unter: gleichstellungsbeauftragte.auf@uni-rostock.de.
In den Bewerbungsunterlagen sind ausführlich und nachvollziehbar die aufgabenspezifische besondere Eignung und Qualifikation darzulegen. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen umfassen einen Lebenslauf, eine Darstellung des wissenschaftlichen und beruflichen Werdegangs, eine Aufstellung der bisherigen Lehrtätigkeit, eventuell hochschuldidaktischer Zusatzqualifikationen und Zeugnisse sowie ein Forschungs- und Lehrkonzept. Darin sollte die Integration in das Profil der Fakultät ablesbar sein. Weitere Unterlagen sollten eine Publikationsliste, Nachweise zur Drittmitteleinwerbung sowie zur Gremienarbeit sein.
Bewerbungen mit den erforderlichen Unterlagen sind bis 27.09.2026 zu richten an den Dekan der Fakultät für Agrar, Bau und Umwelt, Justus-von-Liebig-Weg 6, 18059 Rostock oder vorzugsweise an dekan.auf@uni-rostock.de.
Wir weisen Sie aber darauf hin, dass die Übersendung Ihrer E-Mail an uns unverschlüsselt erfolgt.
Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns sehr wichtig. Daher werden die im Rahmen des Bewerbungsverfahrens erhobenen Daten entsprechend den einschlägigen Datenschutzvorschriften erhoben, verarbeitet und genutzt.
Bewerbungskosten können vom Land Mecklenburg-Vorpommern leider nicht übernommen werden. Wir bitten, Bewerbungen nur in Kopie vorzulegen, da diese nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt werden.
Kontakt
dekan.auf@uni-rostock.de
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