Ingenieur Gehalt
Wie viel verdient ein Ingenieur oder eine Ingenieurin?

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- Einstiegsgehalt: Bachelor: 46.700 Euro brutto jährlich | Master: 51.800 Euro | Promotion: 62.600 Euro
- Durchschnittsgehalt: Drei bis fünf Jahre Berufserfahrung: 60.000 Euro | sechs bis zehn Jahre: 69.800 Euro | elf bis fünfzehn: 76.091 Euro
- besonders gut sind die Gehälter in der Chemie- und Pharmabranche sowie im Fahrzeugbau (laut VDI). Aufgrund der hohen Nachfrage sollen die Einkommen auch in den Bereichen Energietechnik und IT steigen.
Aktualisiert: 11.04.2025
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt von Ingenieur:innen?
Das Einstiegsgehalt von Ingenieur:innen liegt im Median bei 51.900 Euro; die Spanne reicht von 45.300 bis 58.200 Euro (Quelle: get-in-engineering.de). Es ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren, unter anderem von der Position, der Branche, dem Studienabschluss und der Region.
Einsstiegsgehalt nach Studienabschluss
Vor allem zu Beginn einer Ingenieurkarriere ist der Verdienst noch maßgeblich vom absolvierten Studienabschluss abhängig.
Einstiegsgehalt Ingenieur:innen nach Abschluss
Abschluss | Einstiegsgehalt pro Jahr in Euro (brutto) |
---|---|
Bachelor |
46.700 Euro |
Master/Diplom |
51.800 Euro |
Promotion |
62.600 Euro |
Einstiegsgehalt nach Branchen
Laut Get in Engineering zahlt Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie mit durchschnittlich 60.600 Euro brutto jährlich die höchsten Einstiegsgehälter. Ähnlich hohe Einstiegsgehälter von knapp 60.000 Euro sind demnach in der Informations- und Kommunikationstechnikbranche, der Metallindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Elektroindustrie zu erwarten. Ingenieur:innen in der Wissenschaft können als W1-Professor:in ebenfalls mit einem Einstiegsgehalt von mindestens ca. 60.000 Euro brutto jährlich rechnen. Am niedrigsten sind die Gehälter beim Berufseinstieg laut der Plattform im Bauwesen, dem öffentlichen Dienst und der Logistikbranche.
Einstiegsgehalt nach Unternehmensgröße
Auch bezogen auf die Unternehmensgröße gibt es deutliche Gehaltsunterschiede. Während Berufseinsteiger:innen in Firmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitenden anfänglich im Schnitt um die 50.000 Euro brutto im Jahr verdienen, zahlen Unternehmen mit mehr Angestellten mindestens 5.000 Euro brutto pro Jahr mehr. .Als Angestellte eines großen Konzerns dürfen Absolvent:innen im Median sogar mit 25 Prozent mehr Gehalt rechnen.
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Wie entwickelt sich das Ingenieursgehalt mit wachsender Berufserfahrung?
Mit zunehmenden Berufsjahren steigt in der Regel das Gehalt – und das trifft auch auf das Ingenieurwesen zu. Laut der Einkommensstudie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) verdienen Ingenieure mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung über alle Branchen hinweg 60.000 Euro brutto im Jahr. Nach 15 bis 20 Jahren im Job können Ingenieur:innen mit etwa 85.000 Euro rechnen (Medianwerte).
Ingenieursgehalt nach Berufserfahrung
Berufserfahrung (Jahre) | Bruttojahresgehalt (Median) |
---|---|
1 – 2 |
52.972 Euro |
3 – 5 |
60.000 Euro |
6 – 10 |
69.800 Euro |
11 – 15 |
76.091 Euro |
16 – 20 |
85.390 Euro |
In welchen Branchen sind die Durchschnittsgehälter am höchsten?
Bei einem Gehaltsvergleich von Ingenieuren lohnt sich auch ein Blick auf die verschiedenen Branchen, denn sie haben mehr Einfluss auf den Verdienst eines Ingenieurs als dessen Spezialisierung. Die Frage, welche Ingenieure am meisten verdienen, ist also eng mit dem Tätigkeitsfeld verbunden.
Besonders gut sind laut VDI die Gehälter in der Chemie- und Pharmabranche und im Fahrzeugbau. In den Bereichen Energietechnik und IT erwartet der Verband aufgrund der hohen Nachfrage künftig steigende Einkommen.
Ingenieurgehalt nach Branchen
Branche | Jahresgehalt Fach- und Projektingenieur (Median) | Jahresgehalt Projektmanager/-leiter (Median) |
---|---|---|
Baugewerbe |
52.340 Euro |
64.932 Euro |
Chemie- und Pharmaindustrie |
73.225 Euro |
84.150 Euro |
Elektronik/Elektrotechnik |
63.988 Euro |
74.561 Euro |
Energiewirtschaft |
60.372 Euro |
79.150 Euro |
Fahrzeugbau |
65.000 Euro |
83.000 Euro |
Informationstechnologie |
60.000 Euro |
71.324 Euro |
Ingenieur- und Planungsbüros |
53.150 Euro |
65.000 Euro |
Maschinen- und Anlagenbau |
60.000 Euro |
72.200 Euro |
Mehr erfahren
Detaillierte Informationen zu den Gehältern der einzelnen Spezialisierungen von Ingenieuren finden Sie in den Ratgebern „Gehaltsaussichten in Wirtschaft und Wissenschaft für Wirtschaftsingenieure“, „Wie viel ein Chemieingenieur verdient“ und „Was Maschinenbauingenieure verdienen“.
In welchen Regionen verdienen Ingenieure am meisten?
Wie in vielen anderen Berufszweigen gibt es auch im Berufsfeld der Ingenieure starke regionale Gehaltsunterschiede. Unverändert weisen die erhobenen Daten deutliche Gehaltsgefälle von Nord nach Süd und von West nach Ost auf. Die tendenziell höchsten Jahreseinkommen für Ingenieure werden im Ballungsraum Nürnberg mit 66.200 Euro im Median erzielt, dicht gefolgt von den Regionen Stuttgart und Düsseldorf. Die Vielzahl der attraktiven Arbeitgeber ist ein Grund, warum die Gehälter hier höher ausfallen.
Das Gehaltsportal gehalt.de hat die Einkünfte von Ingenieuren zudem nach Bundesländern aufgeschlüsselt.
Gehaltstabelle Ingenieure nach Regionen (2022)
Region | Bruttojahresgehalt in Euro (Durchschnitt) |
---|---|
Dresden |
56.500 |
Hamburg |
67.700 |
Berlin |
62.731 |
Hannover |
63.656 |
Bremen |
61.878 |
Düsseldorf |
64.112 |
Frankfurt |
71.840 |
Nürnberg |
70.296 |
Köln |
65.612 |
Stuttgart |
74.785 |
München |
70.000 |
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Was verdienen Ingenieure und Ingenieurinnen in der Wissenschaft?
In der Wissenschaft beginnt die Laufbahn in der Regel als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Hochschule. In staatlichen Einrichtungen wie den Universitäten ist das Gehalt für Doktorand:innen und Postdocs tariflich geregelt, und zwar in der Regel nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L); an Bundeseinrichtungen gilt der vergleichbare TVöD, an privaten Hochschulen orientieren sich die Gehälter meist an den Tarifgehältern (können aber auch deutlich höher ausfallen). Die Eingruppierung von Masterabsolvent:innen, also in der Regel Promovierenden, erfolgt zum Einstieg wie oben beschrieben in die Entgeltgruppe E13 mit einem Anfangsgehalt von knapp 58.000 Euro (Vollzeit). Mit steigender Berufserfahrung erhöht es sich regelmäßig auf bis zu rund 82.000 Euro brutto jährlich (Stufe 6). Postdocs mit hoher Verantwortung, etwa Nachwuchsgruppenleiter:innen, können auch in die Entgeltgruppe E14, sehr selten auch in E15 eingeordnet werden.
Ingenieur:innen, die sich für eine Laufbahn im Hochschulbetrieb entscheiden, werden in der Regel nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) oder dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt. Beide Verträge umfassen insgesamt 15 Entgeltstufen, wobei Doktorand:innen und Postdocs üblicherweise in der Entgeltgruppe 13 (E13) eingestuft werden, Postdocs ggf. auch in E14, sehr selten E15. Innerhalb der einzelnen Gruppen wird noch einmal zwischen verschiedenen Erfahrungsstufen unterschieden – somit liegt das Gehalt eines wissenschaftlichen Mitarbeiters ohne Personalverantwortung zwischen rund 4.600 und 6.100 Euro monatlich (Vollzeit, bei einer Teilzeitstelle entsprechend anteilig).
Für Professor:innen, deren Gehalt nach der sogenannten W-Besoldung geregelt ist, ergibt sich folgender Verdienst:
- W1 für Juniorprofessor:innenen: zwischen rund 5.000 und 6.000 Euro
- W2-Professur: zwischen rund 6.000 und 7.500 Euro
- W3-Professur: zwischen rund 7.300 und 9.000 Euro
Wie hoch ist das Gehalt für Ingenieur:innen im öffentlichen Dienst?
Auf Stellen für Ingenieur:innen, die im öffentlichen Dienst angesiedelt sind, richtet sich der Verdienst ebenfalls nach den bereits erwähnten Tarifverträgen. Ingenieur:innen mit mindestens Masterabschluss werden meist nach TV-L oder TVöD bezahlt und in die Entgeltgruppen E13, E14 oder E15 (Hessen auch E16) eingeordnet. Die Gehaltsspanne reicht von ca. 60.000 Euro brutto jährlich beim Berufseinstieg bis hin zu deutlich über 90.000 Euro in Spitzenpositionen.
➥ Tarifgehälter: Aktuelle Entgelttabellen TV-L, TVöd etc.
Verbeamtete Fachexpert:innen für Ingenieurwesen werden analog hierzu meist in die Besoldungsgruppen A13 bis A16 (höherer Dienst) einsortiert; die Gehälter bewegen sich in ähnlichem Rahmen. Hochrangige Führungskräfte, etwa Behördenleiter:innen, werden nach der B-Besoldung alimentiert und können 120.000 Euro und mehr pro Jahr verdienen.
➥ Beamtenbesoldung: Aktuelle Gehälter im Überblick
Mögliche Arbeitgeber bzw. Aufgaben für Ingenieur:innen im öffentlichen Dienst sind:
- Infrastruktur- und Baubehörden: Tätigkeiten in den Bereichen Straßenbau, Brückenbau, Wasserwirtschaft oder Stadtentwicklung, z. B. bei Landes- und Kommunalverwaltungen, Bauämtern oder technischen Landesbetrieben.
- Energie- und Umweltbehörden: Mitarbeit an der Umsetzung der Energiewende, Emissionsüberwachung, Anlagenprüfung oder technische Begleitung von Genehmigungsverfahren im Umwelt- und Klimaschutz.
- Technische und administrative Positionen im öffentlichen Dienst: Zum Beispiel als Projektingenieur:innen, Prüfingenieur:innen oder technische Sachverständige in öffentlichen Forschungseinrichtungen, Behörden, Versorgungsunternehmen oder Kliniken.