Einstein Foundation Award 2026
Ausschreibung gestartet: Einstein Foundation Award for Promoting Quality in Research
Bis zum 30. April 2026 können Bewerbungen oder Nominierungen für den Einstein Foundation Award eingereicht werden. Der mit insgesamt 350.000 Euro dotierte Preis zeichnet herausragende Beiträge zur Stärkung von Qualität, Verlässlichkeit, Robustheit und Transparenz in der Forschung über alle Disziplinen hinweg aus.
Aktualisiert: 26.01.2026
Wer kann sich bewerben / nominiert werden?
© academics Grafik
Wissenschaftler:innen aller Karrierestufen sowie Einrichtungen und Initiativen sind eingeladen, sich für den international renommierten Einstein Foundation Award im Gesamtwert von 350.000 Euro zu bewerben oder Kandidat:innen zu nominieren. Der weltweit einzigartige Preis zeichnet herausragende Beiträge zur Stärkung von Qualität, Verlässlichkeit, Robustheit und Transparenz in der Forschung über alle Disziplinen hinweg aus: von den Geistes- und Sozialwissenschaften bis zu den Natur- und Lebenswissenschaften.
Die Einreichungsfrist läuft am 30. April 2026 ab, die Preisträger:innen werden Ende des Jahres bekanntgegeben.
Der Einstein Foundation Award for Promoting Quality in Research würdigt Initiativen, die Forschungsintegrität und Transparenz stärken, nachhaltige Wissensproduktion fördern und Forschungssysteme sowie Anreizstrukturen auf Qualität ausrichten. Im Zentrum des Preises stehen zudem das Engagement für gute wissenschaftliche Praxis und eine verantwortungsvolle Führungskultur sowie der Erhalt und die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Infrastrukturen und Ressourcen, die vertrauenswürdige Forschung in allen Disziplinen ermöglichen.
Individual, Institutional und Early Career Award
Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen sind ein zentraler Motor für Veränderungen in der Forschungskultur. Während der Individual Award und der Institutional Award Initiativen würdigen, die bereits substanzielle Wirkung entfaltet haben, unterstützt der Early Career Award vielversprechende neue Ideen und Projekte, die Transparenz, Verlässlichkeit und Integrität in der Forschung voranbringen sollen.
Gemeinsam mit dem QUEST Center for Responsible Research am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) vergibt die Einstein Stiftung Berlin den Award in drei Kategorien:
- Der Individual Award ist mit 150.000 Euro dotiert und wird an einzelne Forschende oder kleine Forschergruppen verliehen.
- Der Institutional Award im Wert von 100.000 Euro richtet sich an Institutionen und Initiativen.
- Der Early Career Award in Höhe von 100.000 Euro würdigt innovative Ideen von Forschenden in frühen Karrierephasen.
Die Jury
Einreichungen werden von einer international besetzten Jury begutachtet, deren Vorsitz Marcia McNutt, Präsidentin der National Academy of Sciences (USA), innehat; stellvertretende Vorsitzende ist Suzy Styles, Professorin an der Nanyang Technological University (Singapur). Das Gremium vereint unterschiedliche Disziplinen, Weltregionen und Karrierestufen und stellt so eine fundierte Bewertung aller Nominierungen und Anträge sicher.
Die Einstein Stiftung und ihre Partner
Die Einstein Stiftung Berlin ist eine gemeinnützige, unabhängige und wissenschaftsgeleitete Einrichtung, die als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet wurde. Sie fördert Wissenschaft und Forschung fächer- und institutionenübergreifend in und für Berlin auf internationalem Spitzenniveau. Rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – unter ihnen drei Nobelpreisträger –, über 70 Projekte und zehn Einstein-Zentren wurden bislang gefördert.
Die Preise in den Kategorien Individual und Institutional Award werden von der Wübben Stiftung Wissenschaft finanziert. Das BIH QUEST Center finanziert den Early Career Award. Weitere Ressourcen werden vom Land Berlin zur Verfügung gestellt. Die Verlage Nature Portfolio und Public Library of Science (PLOS), die Nationale Akademie der Wissenschaften, die Berliner University Alliance, die Max-Planck-Gesellschaft und die Max-Planck-Förderstiftung unterstützen die Einstein Stiftung Berlin und das BIH QUEST Center for Responsible Research bei der Förderung und Durchführung des Awards.
(mas)
Award-Gewinner:innen 2025
Die Persönlichkeitspsychologin Simine Vazire, Professor of Psychology, Ethics and Wellbeing an der University of Melbourne, wurde für ihren wegweisenden Einsatz für methodische Qualität, Reproduzierbarkeit und kollaborative Forschungspraxis in der Psychologie mit dem Individual Award geehrt. Sie hat Initiativen wie die Society for the Improvement of Psychological Science (SIPS) sowie das Journal Collabra: Psychology entscheidend geprägt.
Der Institutional Award würdigte eine landesweite Initiative zur systematischen Bewertung von Forschungsergebnissen in der Laborbiologie: Die Brazilian Reproducibility Initiative ist das weltweit größte koordinierte Replikationsprojekt in diesem Bereich und zeigt das transformative Potenzial nationaler Maßnahmen zur Verbesserung von Forschungsqualität.
Der Early Career Award ging an das Projekt Erring Rigorously von Maximilian Sprang, Bioinformatiker am Universitätsklinikum Mainz. Das Projekt quantifiziert die Auswirkungen von Fehlern in Hochdurchsatz-Sequenzierungen und zielt darauf ab, durch die Unterscheidung echter biologischer Signale von technischen Artefakten die Reproduzierbarkeit und Datenzuverlässigkeit in der funktionellen Genomik zu verbessern.