Wissenschaftsfreiheit
G6-Forschungsorganisationen fordern Europa als Garant für freie Wissenschaft
Sechs große Forschungseinrichtungen aus Europa setzen sich gemeinsam für den Erhalt freier Wissenschaft ein. Table.Briefings berichtet von einer aktuellen Stellungnahme der sogenannten G6-Gruppe, zu der auch Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz und Leibniz gehören. Die zentrale Aussage: Wissenschaftliche Unabhängigkeit braucht aktiven Schutz und kann nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden.
Aktualisiert: 20.05.2026
Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (Quelle: Table.Briefings)
Klare Regeln statt vager Versprechen
© academics Grafik
Wie Table.Briefings berichtet, wünschen sich die beteiligten Organisationen eine stärkere gesetzliche Basis für wissenschaftliche Freiheit auf EU-Ebene. Unverbindliche Absichtserklärungen genügten nicht – es brauche verlässliche Strukturen und durchsetzbare Vorgaben. Patrick Cramer, der die Max-Planck-Gesellschaft leitet, äußert sich laut Table.Briefings besorgt über Tendenzen zur Fragmentierung weltweiter Forschungskooperationen. Europa sollte als Vorbild für ein transparentes System mit einheitlichen Qualitätsstandards agieren, wird er von dem Medienportal zitiert.
Hochschulen als aktive Verteidiger
Der Aufruf wendet sich dem Bericht zufolge nicht nur an die Politik, sondern auch an Wissenschaftsinstitutionen. Diese sollten eine aktivere Rolle übernehmen und Verantwortung für den Schutz akademischer Freiheiten übernehmen, heißt es laut Table.Briefings. Als konkrete Maßnahme sei ein europaweites Unterstützungssystem im Gespräch, berichtet das Portal. Forschende, die wegen ihrer Arbeit unter Druck stehen, sollen demnach Zugang zu Partnerinstitutionen und geschützten Arbeitsumgebungen erhalten.
Die G6-Gruppe
Die G6-Gruppe ist ein Verbund von sechs europäischen Forschungsorganisationen, darunter Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz und Leibniz aus Deutschland.
Forderungen laut Table.Briefings:
Rechtliche EU-Verankerung der Wissenschaftsfreiheit und europaweites Hilfsnetzwerk für bedrohte Forschende.
Ausführliche Informationen finden Sie bei Table.Briefings.