Körber-Preis 2026
Finnische Zellbiologin Sara Wickström ausgezeichnet – eine Million Euro für Forschung an der Zellkern-Mechanobiologie
Die Körber-Stiftung verleiht ihren renommierten Wissenschaftspreis in diesem Jahr an die finnische Medizinerin und Zellbiologin Sara Wickström. Laut Körber-Stiftung sei ihre Forschung wegweisend für neue Therapieansätze gegen Krebs und altersbedingte Erkrankungen.
Aktualisiert: 17.07.2026
Unbekannter Mechanismus entdeckt
© academics Grafik
Die finnische Medizinerin und Zellbiologin Sara Wickström erhält den diesjährigen Körber-Preis. Wie die Körber-Stiftung mitteilt, habe Wickström einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, mit dem Zellen ihre physische Umgebung wahrnehmen. Demnach seien Zellen in der Lage, Kräfte wie Druck oder Zug zu „fühlen" und diese Signale bis in ihr Erbgut weiterzuleiten. Auf diese Weise könnten allein durch physische Einwirkung einzelne Gene an- oder ausgeschaltet werden – ein Vorgang, der sowohl die Zellentwicklung als auch die Gewebeheilung nach Verletzungen maßgeblich beeinflusse. Der Preis ist mit einer Million Euro dotiert und wird am 18. September in Hamburg vergeben.
Begründerinnen der sogenannten Zellkern-Mechanobiologie
Wickström gilt laut Körber-Stiftung als eine der Begründerinnen der sogenannten Zellkern-Mechanobiologie – einem Forschungsfeld, das den Einfluss physischer Kräfte auf zelluläre Prozesse untersucht. Langfristig könne ihre Arbeit zur Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs, Organvernarbungen und weitere häufig altersbedingte Erkrankungen beitragen, so die Stiftung.
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Der Körber-Preis im Überblick
Dotierung: 1 Million Euro
Vergabe: Jährlich durch die Körber-Stiftung
Kriterien: Exzellente, zukunftsweisende Forschung mit hohem Anwendungspotenzial
Fachbereiche: Life Sciences und Physical Sciences
Nobelpreis-Verbindung: Acht bisherige Preisträger:innen erhielten später den Nobelpreis
(klw)