Falling Walls Foundation
Die drei Gewinnerinnen des Women's Impact Awards 2026 stehen fest
- Falling Walls Foundation und Elsevier Foundation haben aus zehn Finalistinnen drei Gewinnerinnen des Women's Impact Award (WIA) 2026 ausgewählt: Amelie Fiske (D), Manali Mukherjee (CAN) und Anam Shahil-Feroz (CAN).
- Insgesamt waren 159 Bewerbungen aus aller Welt eingereicht worden.
- Die drei Gewinnerinnen präsentieren ihre Projekte einem internationalen Publikum beim Falling Walls Science Summit 2026 von 6. bis 9. November 2026 in Berlin.
- Eine der drei Preisträgerinnen erhält zusätzlich den Titel „Science Breakthrough of the Year 2026" und stellt ihre Arbeit am 9. November auf der großen Falling-Walls-Bühne vor.
Aktualisiert: 03.08.2026
Die Auszeichungen gehen nach Deutschland und Kanada
© academics Grafik
Die drei Gewinnerinnen des diesjährigen Women's Impact Award (WIA) der Falling Walls Foundation stehen fest: Ausgezeichnet werden
- Amelia Fiske von der Technischen Universität München
- Manali Mukherjee von der McMaster University in Kanada
- Anam Shahil-Feroz von der University of Western Ontario in Kanada
Aus insgesamt 159 Bewerbungen aus aller Welt hatte eine unabhängige Jury laut einer Mitteilung der Falling Walls Foundation zunächst zehn Finalistinnen ausgewählt, aus deren Kreis nun drei Projekte prämiert wurden. Nach Einschätzung der Jury zeigen alle drei Vorhaben ein herausragendes Potenzial, Geschlechtergerechtigkeit voranzubringen und einen bedeutenden gesellschaftlichen Nutzen für Frauen, Mädchen und unterversorgte Gemeinschaften zu schaffen.
Die Preisträgerinnen erhalten die Gelegenheit, ihre Forschung einem internationalen Publikum beim Falling Walls Science Summit 2026 vorzustellen. Eine der drei Gewinnerinnen wird zusätzlich mit dem Titel „Science Breakthrough of the Year 2026" ausgezeichnet und präsentiert ihre Arbeit am 9. November auf der großen Bühne des Summits. Wer die Gewinner:innen der Science Breakthroughs of the Year sind, wird ab Ende August sukzessive bekanntgegeben.
Tickets für das Falling Walls Science Summit
Die Preisträgerinnen des Women Impact Awards
Amelia Fiske: Algorithmische Gerechtigkeit für marginalisierte Gruppen
Amelia Fiske von der Technischen Universität München wird für ihr Projekt „Breaking the Wall of Algorithmic Injustice" ausgezeichnet. Sie entwickelt den Ansatz der „partizipativen algorithmischen Gerechtigkeit", um zu untersuchen, wie strukturell marginalisierte Gruppen durch Künstliche Intelligenz wirtschaftlich, kulturell und politisch geschädigt werden. Grundlage ihrer Forschung sind ethnografische Feldstudien in unterschiedlichen KI-Anwendungsfeldern – von ökologischer Nachhaltigkeit in Deutschland und Großbritannien über globale Gesundheit in Simbabwe und Justizsysteme in Kolumbien bis hin zu digitaler Arbeit in Indien. Aus diesen Erkenntnissen entwickelt sie gemeinsam mit Betroffenen partizipative Interventionen gegen konkrete, durch KI verursachte Probleme.
Manali Mukherjee: Long-COVID-Forschung gegen Verharmlosung der Krankheit
Manali Mukherjee von der McMaster University in Kanada wird für ihr Projekt „Breaking the Wall of Long COVID Denial" geehrt. Ihr Forschungsprogramm richtet sich gegen die anhaltende Verharmlosung von Long COVID, die trotz zahlreicher Studien und klinischer Studien fortbesteht, weil das Fehlen klarer Tests und wirksamer Behandlungen fälschlich als Beleg dafür gedeutet wird, die Erkrankung sei nicht real. Über die Erforschung von Biomarkern will Mukherjee die biologische Heterogenität von Long COVID besser verstehen, um Patientinnen und Patienten gezielter der jeweils passenden Therapie zuzuordnen und Behandlungserfolge präziser zu messen. Ziel ist eine Abkehr von einheitlichen Studienansätzen hin zu einer personalisierten Versorgung.
Anam Shahil-Feroz: Mobiles Monitoring gegen Präeklampsie in unterversorgten Regionen
Anam Shahil-Feroz von der University of Western Ontario in Kanada wird für ihr Projekt „Breaking the Wall of Preeclampsia Care with Remote Monitoring" ausgezeichnet. Sie hat mit „Raabta" ein kulturell angepasstes, mobiles Telemonitoring-Programm entwickelt, das schwangeren Personen mit hohem Präeklampsie-Risiko in Pakistan den Zugang zu lebensrettender Betreuung erleichtert. Über eine App können Blutdruck und Symptome erfasst und von medizinischem Fachpersonal aus der Ferne ausgewertet werden. Das Programm wurde gemeinsam mit den betroffenen Gemeinschaften entwickelt und umfasst unter anderem eine Urdu-Sprachoberfläche, vereinfachte visuelle Elemente, Ampel-Risikohinweise und sprachbasierte Benachrichtigungen, um Menschen mit unterschiedlichem Gesundheits- und Digitalkompetenzniveau zu erreichen.
Über die Falling Walls Foundation
Die Falling Walls Foundation ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Berlin. Sie bringt Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Gesellschaft zusammen, um bahnbrechende Ideen und Lösungen sichtbar zu machen. Inspiriert vom Fall der Berliner Mauer sucht sie nach den „nächsten Mauern“, die in Wissenschaft und Gesellschaft überwunden werden können. Zu ihren Formaten gehören unter anderem der Falling Walls Science Summit, internationale Ideenwettbewerbe und Nachwuchsprogramme.