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Chemie Promotion
Promotion für Chemiker: Dauer, Möglichkeiten, Vorteile

Chemie Promotion

Promovierte Chemiker finden in der Regel schnell einen Job © time. / Photocase

Die Promotion für Chemiker nimmt im Schnitt vier Jahre in Anspruch, lohnt sich aber in vielen Fällen. Stipendien bieten Promovierenden die Möglichkeit, sich in dieser Zeit teilfinanzieren zu lassen.

Aktualisiert: 22.03.2019

Von:
Florian Heil
Chemie Naturwissenschaften MINT Promotion Akademische Laufbahn

Artikelinhalt

Lohnt sich die Promotion für Chemiker? Dauer der Promotion in Chemie Stipendium für die Promotion in Chemie

Lohnt sich die Promotion für Chemiker?

Ein Großteil der Chemiker mit Universitätsabschluss beendet seine Ausbildung mit der Promotion. 2017 waren es etwa 85 Prozent. Damit ist die Promotion für Chemiker in der Regel der berufsqualifizierende Abschluss.

Für angehende Chemiker, die in der Forschung arbeiten wollen, ist der Doktortitel meist unerlässlich. Und da Forschung und Entwicklung nicht nur an Hochschulen und staatlichen Forschungseinrichtungen, sondern auch in der chemischen und pharmazeutischen Industrie zu den Haupteinsatzgebieten von Chemikern zählen, fasst die Mehrzahl der Hochschulabsolventen eine Promotion ins Auge und schließt diese auch ab. In gewissen Arbeitsbereichen wie dem Marketing, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder auch der Anwendungstechnik ist der Doktortitel in vielen Fällen hingegen nicht zwingend notwendig.

Berufsaussichten in der Chemie mit Doktortitel und ohne

Promovierte Chemiker finden in der Regel schnell einen Job. Der Arbeitsmarkt hat sich seit 2016 positiv entwickelt. Chemiker, die ohne Promotion in den Beruf starten möchten, haben mittlerweile ebenfalls gute Perspektiven. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) bilden praxisorientiert und oft in Zusammenarbeit mit der Industrie aus. In diesen Fällen ermöglicht schon der Bachelor den Berufseinstieg, auch wenn immer noch die große Mehrheit mit einem Master abschließt.

Detaillierte Auskunft zu den Berufsaussichten für Chemiker mit Doktortitel und ohne finden Sie in dem Artikel "Welche Perspektiven bietet die Chemiebranche?".

Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten für Chemiker

Chemiker kommen in der Industrie in verschiedensten Bereichen unter. Die Einsatzfelder sind auch vom Grad der Ausbildung abhängig. Angestellte ohne Doktortitel sind oft in operativen Tätigkeiten als Ingenieure in der Produktion tätig oder im technischen Marketing. Für die Arbeit in Forschungseinrichtungen ist es aber von sehr großem Vorteil, promoviert zu haben. Denn damit weist der Bewerber nach, dass er sich mit einem zunächst fremden Thema selbstständig und systematisch nachvollziehbar auseinandersetzen kann. Dabei ist es in der Regel nicht notwendig, dass der Bewerber genau in dem Umfeld promoviert hat, in dem sich das Stellengesuch befindet. Es kommt in erster Linie darauf an, dass der Bewerber sich seine Selbstständigkeit nicht erst im Unternehmen aneignen muss.

Zwei allgegenwärtige Haupttrends prägen derzeit die Chemie-Branche und damit auch die Arbeitsfelder: Zum einen sind Konzepte und Lösungen zum Thema Nachhaltigkeit gefragt, zum anderen neue Konzepte für Produktionsabläufe Rahmen der Digitalisierung, Stichwort Chemie 4.0.

Gerade auf diese Trends bezogen ist es sehr wichtig für die weitere Karriere von Chemikern, offen zu sein für Veränderungen. Wer sich auch Berufszweigen außerhalb der Chemie nicht verschließt, die zu Zeiten des Berufseinstiegs vielleicht noch undenkbar waren, wird genug Chancen bekommen, sich weiterzuentwickeln und seinen Weg zu machen. Durch die demographische Entwicklung werden die Berufsaussichten für Chemiker in den kommenden Jahren sogar noch besser. 

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Dauer der Promotion in Chemie

In der Chemie werden für das Anfertigen der Doktorarbeit inklusive der abschließenden Prüfung etwa drei bis vier Jahre veranschlagt. Damit kommen die Promovierenden allerdings nicht immer aus – 2017 betrug die Dauer der Promotion in Chemie laut einer Untersuchung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) durchschnittlich 8,8 Semester. Der wesentlich aussagekräftigere Medianwert liegt genau bei acht Semestern, also vier Jahren. Dieser Wert gibt an, im wievielten Semester die Hälfte der Promovierenden ihren Doktortitel erlangt hat. Einzelne Doktoranden, die sehr lange promovieren, fließen in diese Statistik nicht mit ein.

Nicht selten schließt sich die Dissertation direkt an die Masterarbeit an und baut auf ihr auf, das heißt, das Thema wird so erweitert, dass die in der Masterarbeit geleistete Arbeit eine Art Vorstudie zur Doktorarbeit bildet. Das spart in der Regel Zeit. Dennoch vergehen vom ersten Semester bis zum Doktortitel in vielen Fällen neun Jahre und mehr.

Schon gewusst?

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Zum Promotions-Test

Stipendium für die Promotion in Chemie

Das Stipendium ist eine Möglichkeit, die Promotion zu finanzieren. In der Regel werden Doktoranden und Doktorandinnen für die gesamte Dauer oder einen Teil ihrer Promotion mit gut 1.000 Euro im Monat unterstützt. Voraussetzung sind häufig hervorragende Studienleistungen sowie eine kurze Studiendauer.

Stiftungen zählen zu den wichtigsten Stipendiengebern. Dem Bundesverband Deutscher Stiftungen sind etwa 2.600 rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts bekannt, die Studierende sowie wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs monetär, materiell und/oder ideell fördern. Einige Beispiele:

  • Seit 1965 existiert die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI). Sie wurde gegründet, um den besten Nachwuchs im Chemiebereich zu fördern und vergibt Stipendien sowohl für Doktoranden als auch den Hochschullehrernachwuchs. Anträge für das Promotionsstipendium können zu den drei Antragsterminen 1. März, 1. Juli und 1. November eines jeden Jahres gestellt werden.
  • Darüber hinaus bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt "Stipendienlotse" an, das es potenziellen Stipendiaten ermöglicht, sich umfassend und zielgerichtet über aktuelle Stipendienprogramme zu informieren. Die Datenbank verfügt über eine gute Suchfunktion, die in der Regel mehrere Dutzend Treffer zu den Begriffen "Chemie" und "Promotion" ausgibt.
  • Auch beim Bundesverband Deutscher Stiftungen können Chemiker, die promovieren wollen, Unterstützer finden.
  • Zudem unterhalten auch einige Firmen Stiftungen. So vergibt etwa die Bayer AG eine ganze Reihe von Stipendien, darunter auch sogenannte "Post Doc Specials", die sich an promovierte Nachwuchsforscher auf dem Weg zur Professur richten.
  • Promotionen in der Chemie können durch Forschungs-Kooperationsverträge mit Hochschulen zudem indirekt von Unternehmen gefördert werden. Über diese Aufträge wird der Doktorand dann finanziert.


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    Alternative Career Paths in Academia and Beyond

    Datum October 20, 2026
    Zeit 4.30 p.m.
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    Podiumsdiskussion & Austausch: Karrierewege in und aus der Wissenschaft (Berlin Science Week)

    Datum Fr, 6.11.2026
    Zeit 14-16 Uhr
    Ort Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin
    Redner Dr. Hanna Proner (DIE ZEIT)
    Redner Dr. Nicole Saverschek
    Redner Dr. Nina Fechler
    Redner Dagny Lüdemann
    Redner Dr. Nele Diekmann

    In diesem zweistündigen Bühnenslot geben vier Expertinnen und Rolemodels persönliche Einblicke in ihre beruflichen Wege und berichten von Chancen, Entscheidungen und Erfahrungen an unterschiedlichen Schnittstellen zur Wissenschaft. Ob der Weg tiefer in die Forschung führt, um einem Forschungsprojekt zum durchschlagenden Erfolg zu verhelfen oder in die Gründung eines Start-Ups oder vielleicht ins Wissenschaftsmanagement oder auch in die Wissenschaftskommunikation – diese Ideen, Motivationen und vielleicht auch ganz neue Perspektiven diskutieren wir auf der Bühne, aber danach auch mit allen Teilnehmer:innen an Thementischen im persönlichen Gespräch – mit viel Zeit zum Fragen stellen und Erfahrungen teilen.

    Die Veranstaltung richtet sich an junge Wissenschaftler:innen und alle, die sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Sie bietet Orientierung, Inspiration und ganz konkrete Einblicke in mögliche Karriereschritte in und aus der Wissenschaft.

    Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung (3-Tages-Pass für die Berlin Science Week) ist erforderlich – Link hinter dem Button „Mehr erfahren“!

    Role Models und Speakerinnen:

    • Dr. Nicole Saverscheck, promovierte Biologin, Leitung des Begabtenförderungswerk der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
    • Dr. Nina Fechler, promovierte Chemikerin, Global Director Strategic Marketing & Business Development bei Evonik
    • Dagny Lüdemann, Biologin, Chefreporterin im Ressort Wissen für DIE ZEIT
    • Dr. Nele Diekmann, promovierte Geisteswissenschaftlerin, selbständig

    Moderation: Dr. Hanna Proner, Geschäftsführerin von academics und Director Science / ZEIT Talent bei DIE ZEIT

    Termin: Freitag, 6. November 2026, 14 bis 16 Uhr
    Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin

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    Perspektive HAW-Professorin – Online-Seminar für Frauen und weiblich gelesene Personen

    Datum Mi, 18.11.2026
    Zeit 09:15 bis 11:15
    Redner Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau)
    Redner Marianne Löhndorf (TH Lübeck)

    Wie gelingt der Weg zur HAW-Professur? Und welche Fragen stellen sich dabei ganz besonders für Frauen?

    Gemeinsam mit dem Fellowship-Programm „Zia – Visible Women in Science“ wollen wir diese und weitere Fragen in einem kostenfreien, interaktiven Online-Seminar rund um den Karriereweg HAW-Professur beantworten.

    Neben Einblicken in Voraussetzungen, Berufungsverfahren und den Berufsalltag geht es vor allem um Themen, die Frauen auf ihrem Karriereweg bewegen: Wie lässt sich eine Professur mit Familie und Privatleben vereinbaren? Welche Hürden können auf dem Weg entstehen? Und was hilft dabei, den nächsten Karriereschritt selbstbewusst zu gehen?

    Infos und Tipps aus erster Hand kommen dabei von Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau), mit der wir über ihren persönlichen Weg zur Professur sprechen, und Marianne Löhndorf (TH Lübeck), die Einblicke in Berufungsverfahren und Karrierewege gibt.

    Besonders wichtig: Dieses Webinar lebt vom Austausch. In einem eigenen Networking-Block haben die Teilnehmerinnen Raum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmerinnenzahl ist deshalb auf 250 limitiert.

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