KI-Berufe
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Berufswelt? KI-Berufe und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Mit der Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI) sind zu den klassischen Informatikdisziplinen viele weitere Forschungs- und Betätigungsfelder entstanden. Andere Berufsfelder geraten dagegen unter Druck. Ein kurzer Überblick.
Aktualisiert: 08.05.2026
KI-Berufe für Informatiker:innen und Quereinsteiger:innen
Ein noch recht junges, aber dynamisch wachsendes Berufsfeld ist das der KI-Berufe. Beispielsweise folgende Berufe stehen Informatiker:innen – aber auch Quereinsteiger:innen wie Mathematiker:innen oder Linguist:innen mit entsprechenden Weiterbildungen bzw. Kenntnissen von Sprachmodellen (Large Language Models, LLM), Programmiersprachen und Tools – offen.
AI-Developer / KI-Entwickler:in
AI-Developer entwickeln und programmieren KI-Modelle und -Algorithmen. Sie können sowohl in der Forschung, als auch in Start-ups oder großen Unternehmen beschäftigt sein. Die Bandbreite reicht dabei von Sprachmodellen über die Bild- und Videogenerierung bis hin zu komplexen Systemen, die beispielsweise in der Automobilindustrie, der Medizin oder auch im Finanzwesen eingesetzt werden können.
Prompt-Engineer
Je besser und präziser der Prompt – also die Eingabeaufforderung an die KI –, desto besser ist auch das Ergebnis. Das ist zwar keine Raketenwissenschaft, jedoch auch keine Lappalie. Prompt Engineers sind Expert:innen im Prompten; sie unterstützen Start-ups, große Konzerne oder auch Behörden dabei, deren Prozesse oder Produkte durch KI zu verbessern. Hierzu benötigen sie nicht nur die entsprechenden fachlichen IT-Kompetenzen, sondern müssen auch über überdurchschnittliche Kommunikationskompetenz (auch auf Englisch), sondern auch über ausgeprägte analytische und logische Fähigkeiten verfügen.
Machine Learning Engineer (ML-Engineer) / Ingenieur:in für maschinelles Lernen
ML-Engineers erforschen und entwickeln Systeme für Computer, damit diese selbstständig aus Daten lernen und Vorhersagen treffen können.
Robotic Engineer / Robotik-Ingenieur:in
Robotik ist ein disziplinäres Fachgebiet an der Schnittstelle von Ingenieurwesen und Informatik. Robotik-Ingenieure entwickeln und programmieren intelligente Roboter für unterschiedlichste Einsatzgebiete – vom Haushaltsroboter bis hin zu jenen, die in der Industrie eingesetzt werden können.
Data Scientist / Datenwissenschaftler:in
Datenanalyst:innen bzw. -wissenschaftler:innen gibt es zwar schon lange. Im KI-Zeitalter erheben Data Scientists nun aber enorme Datenmengen, die zum Training oder Programmierung von KI-Modellen erforderlich sind.
Mehr erfahren: Berufsbild Data Analyst / Scientist
KI und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Künstliche Intelligenz ist längst keine ferne Verheißung mehr, sondern eine reale Kraft der Umordnung. Der Ton der neueren Studien ist dabei bemerkenswert nüchtern: Nicht der große Kahlschlag steht im Vordergrund, sondern der schleichende Umbau von Arbeit. Die Internationale Arbeitsorganisation beschreibt in Generative AI and jobs: A 2025 update, dass generative KI vor allem Tätigkeiten verändert, neu zuschneidet und in bestehende Berufe hineinwirkt. Besonders deutlich wird das im Bericht One in four jobs at risk of being transformed by GenAI, new ILO–NASK Global Index shows: Demnach ist inzwischen rund jeder vierte Job weltweit in einem Maße von generativer KI berührt, das spürbare Veränderungen erwarten lässt, ohne dass daraus automatisch Massenentlassungen folgen. Auch die OECD betont in Artificial intelligence and the changing demand for skills in the labour market, dass sich die eigentliche Verschiebung auf der Ebene der Fähigkeiten vollzieht.
Unter Druck geraten vor allem Berufe, deren Kern aus wiederholbaren, sprach- und datenbasierten Routinen besteht. Besonders hoch ist die Exposition weiterhin bei Büro-, Verwaltungs- und klassischen Sachbearbeitungstätigkeiten, wie die ILO in Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure zeigt. Formulierungen, Auswertungen, Dokumentationen und standardisierte Kommunikation lassen sich dort vergleichsweise leicht an Systeme auslagern. Zugleich sprechen neuere Analysen des IMF in New Skills and AI Are Reshaping the Future of Work dafür, dass sich der Wandel inzwischen deutlicher am Arbeitsmarkt zeigt: Wo die Nachfrage nach KI-Kompetenzen steigt, geraten bisherige Einstiegs- und Routinetätigkeiten stärker unter Druck. Das Risiko liegt also weniger im plötzlichen Verschwinden ganzer Berufe als in der stillen Entwertung einzelner Aufgaben.
Die größeren Chancen liegen dort, wo KI nicht ersetzt, sondern verstärkt: in Berufen, die Urteilsvermögen, Verantwortung, Fachwissen und Kommunikation verbinden. Der IMF verweist in Bridging Skill Gaps for the Future: New Jobs Creation in the AI Age auf neue Beschäftigungsmöglichkeiten dort, wo Unternehmen gezielt in KI-Fähigkeiten investieren und neue Rollen aufbauen. So könnte KI ausgerechnet jene Arbeitswelt erschüttern, die lange als krisenfest galt — und zugleich neue junge Berufe hervorbringen, an den Schnittstellen von Technik, Redaktion, Training, Prüfung, Design und Verantwortung.
Hinweis: Der Text in dieser Infobox ist KI-generiert,