Diversität
Ausschreibung: Diversity Audit zur Stärkung von MINT-Hochschulen in Ostdeutschland
Neues Förderprogramm des Stifterverbandes und der Klaus Tschira Stiftung für Hochschulen mit MINT-Schwerpunkt in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Stärkung der Diversität, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit an ihren Institutionen: Jetzt bewerben!
Aktualisiert: 07.01.2026
Neues Programm für Diversität
© academics Grafik
Mit dem „Diversity Audit Ost – MINT-Hochschulen stärken“ startet der Stifterverband gemeinsam mit der Klaus Tschira Stiftung ein neues Programm, um ostdeutsche Hochschulen bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Aktivitäten in den Bereichen Diversity, Equity, Inclusion und Belonging (DEIB) zu unterstützen.
Das Programm unterstützt die teilnehmenden Institutionen dabei, Diversität, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit in ihrer Organisation zu etablieren und eine DEIB-Strategie zu entwickeln. Dafür nehmen die drei ausgewählten Hochschulen an verschiedenen Beratungsformaten mit einem externen Audit-Team teil. Sie werden in ein entsprechendes Netzwerk aufgenommen und können sich sowohl untereinander als auch mit Institutionen austauschen, die das Diversity Audit bereits durchlaufen haben.
Bewerbungen bis 28. Februar 2026 möglich
Bis zum 28. Februar 2026 können sich alle Hochschulen mit MINT-Schwerpunkt aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über das Bewerbungsformular bewerben, die noch kein Diversity Audit im Themenbereich DEIB durchlaufen haben. Unter den Bewerbungen wird eine Jury drei Hochschulen auswählen, die an dem 18-monatigen Prozess der entsprechenden Organisationsentwicklung teilnehmen. Voraussetzung ist nicht nur die Zustimmung und aktive Unterstützung der Bewerbung durch die Hochschulleitung, sondern auch die Schaffung struktureller Rahmenbedingungen, beispielsweise durch mindestens einer halben Stelle, um den Auditprozess an der Institution zu organisieren und durchzuführen.
Die Bedeutung von DEIB nimmt national wie international zu – nicht nur im Hinblick auf Innovationsfähigkeit und Fachkräftesicherung, sondern auch zur Stärkung demokratischer Strukturen und einer zukunftsfähigen Hochschulkultur. Es geht um einen ganzheitlichen Ansatz, der die individuellen Unterschiede und Perspektiven aller Menschen anerkennt und wertschätzt, faire Chancen und gleiche Behandlung fördert, ein inklusives Arbeits- und Lernumfeld schafft und das Gefühl von Zugehörigkeit innerhalb der Organisation stärkt.
Die Klaus Tschira Stiftung übernimmt zwei Drittel der Gesamtkosten pro Hochschule und finanziert das Peer-Learning. Der Eigenanteil pro Hochschule beträgt 15.000 Euro.
(mas)
Informationen zum Diversity Audit Ost im Überblick
Wer kann sich für das Diversity Audit Ost – MINT bewerben?
Bewerben können sich Hochschulen
- in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,
- mit einem klaren MINT-Schwerpunkt,
- die noch nicht am Diversity Erst-Audit des Stifterverbandes teilgenommen haben.
Voraussetzung ist ein sichtbares Commitment der Hochschulleitung sowie strukturelle Unterstützung – zum Beispiel durch mindestens eine halbe Stelle zur organisatorischen Begleitung des Auditprozesses.F
Bis wann ist die Bewerbung möglich?
Die Bewerbung ist bis 26. Februar 2026 möglich.
Wo und wie können sich interessierte Hochschulen bewerben?
Die Bewerbung ist ausschließlich über das Bewerbungsformular möglich.
Wie läuft das Diversity Audit Ost ab?
Die drei geförderten Hochschulen durchlaufen parallel zueinander ein individuelles Diversity Audit. Nach der Auswahl startet das Programm Ende April 2026 mit einer gemeinsamen Online-Auftaktveranstaltung. Begleitend finden eine Hospitation an einer auditierten ostdeutschen Hochschule sowie zwei Diversity Foren im Herbst 2026 und Frühjahr 2027 statt. Die genauen Termine werden mit den teilnehmenden Hochschulen abgestimmt.
Kostet das die Teilnahme am Programm etwas?
Ja, der Eigenanteil pro Hochschule beträgt 15.000 Euro. Die Klaus Tschira Stiftung übernimmt zwei Drittel der Gesamtkosten pro Hochschule und finanziert das Peer-Learning.
Welche Aufgaben müssen die teilnehmenden Hochschulen erfüllen?
Die teilnehmenden Hochschulen müssen ihren Teil zum Erfolg beitragen. Die Anforderungen sind:
- Aufbau eines verantwortlichen Projektteams
- Erstellung eines Selbstberichts auf Grundlage eines Leitfadens
- Sicherstellung der breiten Beteiligung aller relevanten Statusgruppen
- Organisation eines zweitägigen Workshops sowie eines zweitägigen Audit-Besuchs in Präsenz
- Teilnahme an Auftaktveranstaltung und Diversity Foren
- Weiterarbeit an den im Auditprozess entwickelten Zielen
Welche Vorteile bringt das Diversity Audit Ost?
Die teilnehmenden Hochschulen können erwarten:
- ein hochschulweites Commitment und eine erhöhte Sichtbarkeit für DEIB,
- die Entwicklung eines gemeinsamen DEIB-Verständnisses,
- die Erarbeitung einer langfristigen DEIB-Strategie,
- die Aktivierung relevanter Statusgruppen innerhalb der gesamten Hochschule,
- externe Beratung und konkrete Empfehlungen,
- Motivation und Rückenwind für die anschließende Umsetzung,
- Vernetzung und kollegiales Lernen mit anderen ostdeutschen Hochschulen.
Wo finde ich weitere Information zu Diversity Audit Ost – MINT-Hochschulen stärken?
Weitere Informationen zum Diversity Audit des Stifterverbandes und das Bewerbungsformular finden Sie unter: https://stifterverband-change.org/audits/diversity_audit_ost