Gala der Deutschen Wissenschaft
Preise der Wissenschaft 2026 in Berlin vergeben
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Auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ des Deutschen Hochschulverbandes wurden am 23. März 2026 im Konzerthaus in Berlin die Nachwuchswissenschaftlerin, der Hochschullehrer, die Wissenschaftsministerin, der Hochschulpräsident, der Student sowie die Wissenschaftsstiftung des Jahres 2026 ausgezeichnet.
Aktualisiert: 24.03.2026
Nachwuchswissenschaftlerin des Jahres: Prof. Dr. Anna Lene Seidler
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Professorin Dr. Anne Lene Seidler, Professor Dr. Kai Fischbach, Marian Grau, Professor Dr. Dr. h.c. Stefan M. Maul und Dr. Manja Schüle sind 2026 die Persönlichkeiten, die auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ des Deutschen Hochschulverbandes am 23. März 2026 im Konzerthaus in Berlin ausgezeichnet worden sind. Außerdem wurde die Klaus Tschira Stiftung als „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ geehrt.
Im Rahmen einer glanzvollen Festveranstaltung würdigten der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studierendenwerk (DSW) vor 300 Gästen aus Hochschule, Politik und Gesellschaft Professorin Dr. Anna Lene Seidler als „academics Nachwuchswissenschaftlerin des Jahres". In vergleichenden Studien wertet die Lehrstuhlinhaberin für interdisziplinäre Forschung zu Health Equity im Kindes- und Jugendalter an der Universitätsmedizin Rostock globale Datensätze aus, um Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung junger Menschen gezielt zu verringern. Neben ihrer Forschung engagiert sie sich auch noch aktiv für die Frauenförderung in der Wissenschaft, insbesondere durch Mentoring-Programme für junge Wissenschaftlerinnen.
Christian Röpke, Geschäftsführer und COO der ZEIT (links), übergab den academics Nachwuchspreis an Prof. Dr. Anna Lene Seidler (Mitte). © DHV / BeAStarProductions
Prof. Dr. Kai Fischbach (Universität Bamberg, links) wurde von DHV-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Lambert T. Koch (Mitte) als „Präsident des Jahres 2026“ ausgezeichnet. © DHV / BeAStarProductions
Der Assyrologe Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan M. Maul ist „Hochschullehrer der Jahres 2026“. © DHV / BeAStarProductions
Dr. Manja Schüle (Brandenburg, Mitte) wurde von DHV-Präsident Prof. Koch als „Wissenschaftsministerin des Jahres 2026“ ausgezeichnet. © DHV / BeAStarProductions
Marian Grau (Mitte) ist „Student des Jahres 2026“ © DHV / BeAStarProductions
Prof. Dr. Rafael Lang (Mitte), Geschäftsführer der Klaus Tschira Stiftung, nahm die Auszeichnung der „Wissenschaftsstiftung des Jahres 2026“ entgegen. © DHV / BeAStarProductions
academics-Vertreter:innen bei der Gala der Deutschen Wissenschaft 2026 (v.l.): Dr. Hanna Proner, Christian Röpke, Artur Jagiello, Julia Gertig, Alexandra Lion, Maike Schade, Dirk Mussenbrock, Enrique Tarragona © academics
Gala-Moderatorin Gundula Gause und DHV-Pressesprecher Dr. Matthias Jaroch © DHV / BeAStarProductions
Der Empfang bei der Gala der Deutschen Wissenschaft: Gute Laune und... © DHV / BeAStarProductions
... nette Gespräche © DHV / BeAStarProductions
Der passende Rahmen für eine festliche Preisverleihung: der prunkvolle kleine Saal des Konzerthauses Berlin © DHV / BeAStarProductions
Student des Jahres: Marian Grau
Zudem würdigten vor 300 Gästen aus Hochschule, Politik und Gesellschaft der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studierendenwerk (DSW) Marian Grau als „Student des Jahres 2026“. Der Informatikstudent an der Universität Konstanz beeindruckt durch seinen außergewöhnlichen Einsatz für Familien mit schwerstbehinderten Kindern. Vom frühen Verlust seines eigenen Bruders geprägt, engagiert sich Grau als Botschafter des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. sowie als Pate des Vereins Philip Julius e.V., den das Journalistenehepaar Katrin und Jörg Eigendorf gegründet hat. Dort hat er mit dem Programm „Von Geschwistern für Geschwister“ ein bundesweit einzigartiges Leuchtturmprojekt initiiert, bei dem er auf Grund seiner eigenen Familiengeschichte als Organisator und Mentor für Jugendliche in ähnlichen Lebenslagen wirkt. Der vom DHV und DSW ausgelobte Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro versehen, das der Stifterverband zur Verfügung stellt.
Mehr Informationen: Student des Jahres
Hochschullehrer des Jahres: Professor Dr. Dr. h.c. Stefan Maul
Professor Dr. Dr. h.c. Stefan Maul wurde vom DHV die Auszeichnung „Hochschullehrer des Jahres“ verliehen. Der Preis, der mit Unterstützung des ZEIT-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Assyriologe an der Universität Heidelberg leitet seit 2019 im Auftrag der irakischen Regierung Forschungsarbeiten zu den Ruinen des antiken Ninives in Mosul. Gemeinsam mit irakischen Partnern und Behörden entwickelt sein Team unter schwierigsten Bedingungen Konzepte, um das vorislamische Kulturerbe für nachfolgende Generationen zu erschließen, zu präsentieren und zu schützen. Durch sein Engagement trägt Maul maßgeblich zur Wiederbelebung der irakischen Altertumswissenschaften bei. Die durch seine Arbeit ermöglichte Rückbesinnung auf das gemeinsame mesopotamische Erbe fördert die Identitätsstiftung sowie die Versöhnung der ethnisch und religiös gespaltenen Bevölkerung im Irak. Indem Maul die Leistungsfähigkeit vermeintlich kleiner Fächer unterstreicht, hat er sich in herausragender Weise um das öffentliche Ansehen des Berufsstands der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer verdient gemacht.
Mehr Informationen: Hochschullehrer des Jahres
Über den DHV
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit rund 34.000 Mitgliedern. 1950 neu gegründet, setzt er sich für eine unparteiische Wissenschaft im freiheitlichen Rechtsstaat sowie für die Freiheit und Unteilbarkeit von Forschung und Lehre ein. Als Mitgestalter der Hochschul- und Bildungspolitik vertritt er die hochschulpolitischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern gegenüber Staat und Gesellschaft, mit besonderem Fokus auf den wissenschaftlichen Nachwuchs. Zudem bietet der DHV Service und Information und bringt sich mit Stellungnahmen und Vorschlägen in Gesetzgebung und Verwaltung ein.
Präsident des Jahres: Prof. Dr. Kai Fischbach
Professor Dr. Kai Fischbach, Präsident der Universität Bamberg, wurde erstmals mit der Auszeichnung „Präsident des Jahres“ geehrt, die der DHV bereits zum achtzehnten Mal vergibt. Der Wirtschaftsinformatiker wurde in einer Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands ermittelt, in der die Kompetenzen und Fähigkeiten der Rektorinnen und Rektoren bzw. Präsidentinnen und Präsidenten der wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands auf den Stufen 1 („ideale Besetzung“) bis 6 („denkbar schlechteste Besetzung“) beurteilt wurden.
Wissenschaftsministerin des Jahres: Dr. Manja Schüle (Brandenburg)
Ebenfalls eine Premiere feierte Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, als „Wissenschaftsministerin des Jahres“. Auch sie wurde in einer Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands ermittelt, in der die Kompetenzen und Fähigkeiten der Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister in Bund und Ländern ebenfalls auf den Stufen 1 („ideale Besetzung“) bis 6 („denkbar schlechteste Besetzung“) bewertet wurden.
Wissenschaftsstiftung des Jahres: Klaus Tschira Stiftung
Neben den genannten Persönlichkeiten zeichneten die vom DHV gegründete Deutsche Universitätsstiftung und der Stifterverband die „Klaus Tschira Stiftung“ (KTS) als „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ aus. Die Stiftung, die im Jahr 1995 vom Physiker und SAP-Mitbegründer Klaus Tschira gegründet wurde, zählt heute zu den bedeutendsten privaten Förderern Deutschlands. Ihr Fokus liegt auf den Fächern Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften und der Wissenschaftskommunikation. Für ihr breit gefächertes Förderportfolio entlang der gesamten Bildungskette und ihr innovatives, wirkungsorientiertes Fördermodell wurde ihr die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung zugesprochen. Als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit setzt die KTS Maßstäbe, an denen sich andere Stiftungen, Stifterinnen und Stifter orientieren können.
Weitere Informationen: Wissenschaftsstiftung des Jahres
(che)