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Frauengesundheit
BMFTR fördert Projekte zur Erforschung von Wechseljahren und neuen Verhütungsmitteln

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert neue Projekte in Sachen Frauengesundheit: Zum einen sollen die Wechseljahre besser erforscht werden, zum anderen sollen neue Verhütungsmittel Frauen eine selbstbestimmtere Familienplanung ermöglichen.

Aktualisiert: 04.02.2026

Von: academics
News Medizin, Gesundheitswesen Frauen in der Wissenschaft

Artikelinhalt

Verhütung Wechseljahre

Vier Verbünde erforschen neue Verhütungsmethoden

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© academics Grafik

Wie das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mitteilte, starteten am 1. Februar 2026 vier interdisziplinäre Verbünde, die Ansätze für neue Verhütungsmittel entwickeln oder bestehende Optionen verbessern werden. Das BMFTR unterstützt die Forschungsverbünde mit rund 12 Millionen.

Dazu erklärt die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär: „Die Stärkung der Frauengesundheit ist ein Schwerpunkt der Forschungsförderung meines Hauses – das ist für mich eine Herzensangelegenheit. Dazu gehört auch die Frage der zeitgemäßen und gleichberechtigten Verhütung. Viele Frauen stehen der Pille heute kritisch gegenüber, da sie Auswirkungen auf ihre Gesundheit vermeiden wollen. Und viele Männer würden gerne mehr Verantwortung übernehmen. Das zeigt deutlich: Wir brauchen neue und moderne Verhütungsmittel, die sicher sind, wenig Nebenwirkungen haben und alle Geschlechter in den Blick nehmen sowie unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen. Mit unserer Förderung stärken wir die selbstbestimmte Familienplanung durch interdisziplinäre Forschung.“

Die vier interdisziplinären Forschungsverbünde wurden in einem wettbewerblichen Verfahren unter Beteiligung eines international und interdisziplinär besetzten Gutachtergremiums ausgewählt. Die koordinierenden Standorte sind Frankfurt, Münster, Aachen und Heidelberg.

Drei Verbünde forschen zu neuen, nicht-hormonellen Verhütungsmitteln, die beispielsweise mithilfe von hochselektiven Hemmstoffen die Befruchtung verhindern oder den Spermientransport einschränken können. In einem weiteren Verbund werden Zyklus-Apps dazu untersucht, wie sie die Familienplanung sicherer und anwenderfreundlicher unterstützen können.

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Forschung zu Wechseljahren soll gestärkt werden

Desweiteren gab das BMFTR eine neue Richtlinie zur Förderung von interdisziplinärer Forschung zum besseren Verständnis von Entstehung, Ausprägung und Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bekannt. Ziel der Fördermaßnahme ist es, die Forschung zu Wechseljahren zu stärken. Diese soll zu einem besseren Verständnis der Entstehung und unterschiedlichen Ausprägung der Beschwerden sowie einer Verbesserung der Prävention, Diagnostik und Therapie beitragen. Hierdurch soll wissenschaftliche Evidenz generiert werden für Ansatzpunkte zur Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Therapie von Wechseljahresbeschwerden.

Hierzu sollen unter anderem die Mechanismen der Entstehung und unterschiedlichen Ausprägung der Beschwerden untersucht sowie neue Biomarker und Verfahren zur besseren Klassifikation von Wechseljahresstadien entwickelt werden. Darüber hinaus sollen Risikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten in den Wechseljahren beziehungsweise von protektiven Faktoren für ein gesundes Altern der Frauen in dieser Phase identifiziert werden.

Die Wechseljahre, so heißt es in der Bekanntmachung weiter, „sind ein natürlicher Teil des Lebensverlaufs“. Sie bezeichnen den Übergangszeitraum vor, während und nach der letzten spontanen Menstruation im Leben einer Frau, in dem es zu hormonellen Veränderungen (vor allem Abnahme von Östrogen und Progesteron) kommt. Im Jahr 2025 befinden sich in Deutschland circa neun Millionen Frauen in den Wechseljahren. Etwa 80 Prozent der Frauen erleben in dieser Phase Beschwerden, davon circa ein Drittel so schwer, dass die Lebensqualität stark eingeschränkt ist.

Insbesondere in der Perimenopause werden die Beschwerden oft nicht als wechseljahresbedingt wahrgenommen. Die Wechseljahre sind ein zentraler Faktor, der zur Entwicklung nicht übertragbarer Krankheiten bei Frauen beiträgt. Dies gilt insbesondere für den Einfluss auf die kardiovaskuläre, knöcherne und kognitive Gesundheit. Das BMFTR weiter: „Die Forschung zur Verbesserung der Behandlung von Frauen mit Wechseljahresbeschwerden und zur Reduzierung von Gesundheitsrisiken während der Wechseljahre ist weltweit unterrepräsentiert.“

(mas)

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