Hochschulfinanzen
Destatis: Hochschulausgaben 2024 um 5 Prozent gestiegen
- 79,2 Milliarden Euro Ausgaben für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung
- Anstieg der Ausgaben bei den medizinischen Einrichtungen der Universitäten um 7 Prozent auf 39,2 Milliarden Euro
- Drittmitteleinnahmen erhöhen sich geringfügig um 0,5 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro
Aktualisiert: 02.04.2026
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79,5 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung
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Im Jahr 2024 haben die öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen in Deutschland insgesamt 79,2 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Ausgaben damit gegenüber 2023 um rund 5 Prozent. Mit 44,6 Milliarden Euro waren die Personalausgaben mit einem Anteil von rund 56 Prozent der Gesamtausgaben der größte Ausgabeposten der Hochschulen. Gegenüber 2023 erhöhten sich die Personalausgaben um 6 Prozent. Die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand stiegen ebenfalls um 6 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. Die Investitionsausgaben stiegen lediglich um 0,7 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.
Medizinische Einrichtungen der Universitäten mit den höchsten Ausgaben
Einen leicht überdurchschnittlichen Anstieg der Ausgaben gab es bei den medizinischen Einrichtungen (einschließlich Gesundheitswissenschaften) der Universitäten. Diese wendeten 39,2 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlungen auf. Das waren 7 % mehr als im Vorjahr. Auf die Universitäten ohne medizinische Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften entfiel 2024 ein Ausgabevolumen von 28,5 Milliarden Euro, das waren 4 % mehr als 2023. Die Ausgaben der Fachhochschulen, einschließlich Verwaltungsfachhochschulen, stiegen um 2,8 % auf 10,3 Milliarden Euro.
Eigenfinanzierungsquote der Hochschulen weiterhin bei 55 Prozent
Die Hochschuleinnahmen beliefen sich 2024 auf insgesamt 43,5 Milliarden Euro. Die Steigerung der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr entsprach mit 5 % der Steigerung der Ausgaben. Damit blieb auch der Anteil der eigenfinanzierten, also durch Einnahmen gedeckten Ausgaben mit 55 % auf dem Niveau der Vorjahre.
Eine leicht überdurchschnittliche Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr ergab sich bei den Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen, die sich um 6 % auf 29,4 Milliarden Euro erhöhten. Rund 95 % dieser Einnahmen trugen die medizinischen Einrichtungen der Universitäten bei, unter anderem als Entgelte für Krankenbehandlungen.
Unterdurchschnittliche Steigerungsrate bei den Drittmitteleinnahmen
An Drittmitteln warben die Hochschulen im Jahr 2024 insgesamt 10,7 Milliarden Euro ein, das waren 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit stiegen die Drittmitteleinnahmen deutlich schwächer als die Gesamteinnahmen der Hochschulen. Die Drittmitteleinnahmen sind in erster Linie für Forschung und Entwicklung an Universitäten, einschließlich medizinischer Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften, bestimmt. Die größten Drittmittelgeber der Hochschulen waren 2024 wiederum
- der Bund mit 3,4 Milliarden Euro (+1,1 Prozent gegenüber 2023)
- die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit 3,2 Milliarden Euro (+2,5 Prozent)
- die gewerbliche Wirtschaft mit 1,7 Milliarden Euro (+7,5 Prozent).
(mas)