EU-Förderung (FP 10)
HRK fordert 220 Milliarden Euro für Forschung und Bildung
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und europäische Partner fordern 220 Milliarden Euro für das 10. Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (FP 10) ab 2028.
Aktualisiert: 14.04.2026
HRK: 220 Mrd. Euro für Forschung und Bildung
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Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und ihre Partnerverbände in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Spanien rufen ihre jeweiligen Regierungen und die EU-Kommission gemeinsam dazu auf, die europäische Zusammenarbeit in Forschung und Hochschulbildung entschlossen auszubauen und dafür im nächsten, 10. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ab 2028 (FP 10) ausreichend Mittel bereitzustellen. Die wirtschaftliche und geopolitische Lage erfordere noch stärkere Investitionen in die europäische Forschung und Bildung als bislang geplant.
Forschung und Bildung als strategische Ressourcen
HRK-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal erklärte dazu: „Die Europäische Union ist auf ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit in besonderer Weise angewiesen, um in einer politisch zunehmend fragmentierten und unsicheren Welt handlungsfähig zu bleiben. Forschung und Bildung sind strategische Ressourcen und bieten entscheidende Grundlagen für ökonomische Stärke, technologische Souveränität, demokratische Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es kommt auf eine zukunftsfähige Ausgestaltung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens und der EU-Programme für Forschung und Bildung an.
Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die sich abzeichnende Forderung des Europäischen Parlaments nach einem Budget von 220 Milliarden Euro für FP10 sowie von 60 Milliarden Euro für Erasmus+. Die Zusammenarbeit in Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation, die Mobilität von Forschenden, Lehrenden und Studierenden sowie der freie Austausch von Ideen, Wissen und Kompetenzen müssen auch bei insgesamt knapper werdenden Finanzmitteln auf europäischer Ebene gesichert und nachhaltig gestärkt werden. Kein Mitgliedsstaat kann die Herausforderungen unserer Zeit allein bewältigen."
Konkrete Forderungen und Zukunft der Hochschulkooperationen
Rosenthal weiter: „Die europäische Forschungs- und Bildungspolitik sollten künftig noch systematischer zusammengedacht werden, wenn wir erfolgreich bleiben wollen. Die Hochschulen tragen durch ihre vielfältigen, grenzüberschreitenden Kooperationen in Forschung und Lehre bereits aktiv dazu bei. Unter anderem die Europäischen Hochschulallianzen bieten großes Potenzial für die strategische Zusammenarbeit in der Wissenschaft. Solche Netzwerke sollten in der EU noch langfristiger gefördert und, wie kürzlich von DFG, HRK und Wissenschaftsrat vorgeschlagen, um ein neues Format thematischer Exzellenzverbünde besonders forschungsstarker Einrichtungen ergänzt werden."