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Antisemitismus- und Holocaustforschung
Call for Applications: Eva-Reichmann-Preis

Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin vergibt 2026 erstmals den mit 3.000 Euro dotierten Eva-Reichmann-Preis | Bewerbungsfrist: 15. April 2026

Aktualisiert: 20.03.2026

Von: academics
News Diversität & Gleichbehandlung

Artikelinhalt

Der Eva-Reichmann-Preis 2026 Richtlinien Eva-Reichmann-Buchpreis Vita Eva Reichmann (1897 – 1998)

Der Eva-Reichmann-Preis 2026

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© academics Grafik

Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin an der Fakultät I Geistes- und Bildungswissenschaften schreibt 2026 erstmals den Eva-Reichmann-Preis für eine herausragende Studie auf dem Gebiet der Antisemitismus- und Holocaustforschung aus.

Mit dem Preis wird eine wissenschaftliche Studie in Form eines Buches (keine Sammelbände, keine Übersetzungen) auf dem Gebiet der Antisemitismus- und Holocaustforschung ausgezeichnet, die thematisch und methodisch heraussticht und neue Forschungsansätze anregt. Bislang ehrt keine deutsche Einrichtung derartige Studien. Der Eva-Reichmann-Preis wirkt dem entgegen und will die Anerkennung und Sichtbarkeit von wissenschaftlichen Studien auf dem Gebiet der Antisemitismus- und Holocaustforschung in Deutschland erhöhen.

Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert. Es können Arbeiten auf Deutsch und Englisch eingereicht werden. Die Preisverleihung wird am 9. November 2026 stattfinden. Der/die Preisträger:in wird das ausgezeichnete Werk anlässlich des jährlichen Gedenkens an den Novemberpogrom in einem öffentlichen Vortrag an der Technischen Universität Berlin vorstellen. Bewerbungsfrist ist der 15. April 2026.

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Richtlinien Eva-Reichmann-Buchpreis

  1. Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) an der TU Berlin verleiht 2026 erstmals den Eva-Reichmann-Buchpreis für eine herausragende Studie auf dem Gebiet der Antisemitismus- und Holocaustforschung.
  2. Der Preis wird auf die Dauer von zunächst fünf Jahren jährlich vergeben.
  3. Der Preis zeichnet eine herausragende wissenschaftliche Studie – in Form eins Buches (keine Sammelbände, keine Übersetzungen) – auf dem Gebiet der Antisemitismus- und Holocaustforschung aus, die thematisch und methodisch heraussticht und neue Forschungsansätze anregt.
  4. Es können deutsch- und englischsprachige Arbeiten eingereicht werden.
  5. Für die Ausschreibung 2026 können Bücher mit einem Copyright-Jahr von 2025 (muss im Buch genannt sein) eingereicht werden. Wir nehmen auch unveröffentlichte Manuskripte an, die bereits von einem Verlag angenommen wurden.
  6. Bewerbungsschluss ist jeweils der 15. April des Jahres.
  7. Zwei Exemplare bitte per Post an: Zentrum für Antisemitismusforschung, c/o Eva-Reichmann-Buchpreis, TU Berlin, Kaiserin-Augusta-Allee 104-106, 10553 Berlin- Germany oder eine PDF/EBPU per E-Mail an: sekretariat(at)asf.tu-berlin.de, Betreff: Eva-Reichmann-Buchpreis
  8. Der Eva-Reichmann-Buchpreis ist mit 3.000 € dotiert. Die Preisträgerin / der Preisträger erhält eine Urkunde und das Preisgeld. Der wissenschaftliche Preis wird auf freiwilliger Grundlage gewährt. Ein Anspruch auf Gewährung besteht nicht.
  9. Der Preis wird nicht vergeben, wenn keine auszeichnungswürdige Arbeit eingereicht wurde.
  10. Der Preis wird am 9. November des jeweiligen Jahres im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am ZfA an der TU Berlin vergeben. Wenn der 9. November auf einem Wochenendtag fällt, findet die Veranstaltung zeitnah statt.
  11. Die Preisträgerin / der Preisträger wird per E-Mail benachrichtigt.
  12. Mitglieder der TU Berlin sind vom Verfahren ausgeschlossen.
  13. Die in den Richtlinien vorgesehenen Regelungen können jederzeit vom Direktorium des ZfA an der TU Berlin geändert, ergänzt oder aufgehoben werden. 

➥ Weiterführende Informationen zur Ausschreibung und zur Bewerbung auf den Eva-Reichmann-Preis finden Sie auf der Infoseite der TU Berlin

Vita Eva Reichmann (1897 – 1998)

Eva Reichmann, geb. Jungmann, wurde 1897 in Lublinitz (Schlesien) geboren. Die promovierte Soziologin war von 1924 an beim Centralverein für deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit verfasste sie zahlreiche Beiträge für die C.V.-Zeitung „Der Morgen“, zu deren Herausgebern Reichmann von 1933 bis 1938 gehörte. Nachdem ihr zusammen mit ihrem Mann im Jahr 1939 die Flucht aus NS-Deutschland gelungen war, setzte sie ihre publizistischen Tätigkeiten in London fort und wurde zur Leiterin der Forschungsabteilung der Wiener Library ernannt. Außerdem gehörte Reichmann zu den Gründungsmitgliedern des Leo-Baeck-Institutes in London. In ihren wissenschaftlichen Arbeiten setzte sie sich mit der Situation der deutschen Juden und dem Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft auseinander. Reichmann hat früh die Erfahrungen von jüdischen Flüchtlingen und Überlebenden dokumentiert und erforscht. Nach Kriegsende setzte sie sich für einen andauernden Dialog zwischen Juden und Christen ein. Im Jahr 1998 starb Eva Reichmann im Alter von 101 Jahren in London. 

(che)

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Veranstaltungen

  • academics Event

    Podiumsdiskussion & Austausch: Karrierewege in und aus der Wissenschaft (Berlin Science Week)

    Datum Fr, 6.11.2026
    Zeit 14-16 Uhr
    Ort Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin
    Redner Dr. Hanna Proner (DIE ZEIT)
    Redner Dr. Nicole Saverschek
    Redner Dr. Nina Fechler
    Redner Dagny Lüdemann
    Redner Dr. Nele Diekmann

    In diesem zweistündigen Bühnenslot geben vier Expertinnen und Rolemodels persönliche Einblicke in ihre beruflichen Wege und berichten von Chancen, Entscheidungen und Erfahrungen an unterschiedlichen Schnittstellen zur Wissenschaft. Ob der Weg tiefer in die Forschung führt, um einem Forschungsprojekt zum durchschlagenden Erfolg zu verhelfen oder in die Gründung eines Start-Ups oder vielleicht ins Wissenschaftsmanagement oder auch in die Wissenschaftskommunikation – diese Ideen, Motivationen und vielleicht auch ganz neue Perspektiven diskutieren wir auf der Bühne, aber danach auch mit allen Teilnehmer:innen an Thementischen im persönlichen Gespräch – mit viel Zeit zum Fragen stellen und Erfahrungen teilen.

    Die Veranstaltung richtet sich an junge Wissenschaftler:innen und alle, die sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Sie bietet Orientierung, Inspiration und ganz konkrete Einblicke in mögliche Karriereschritte in und aus der Wissenschaft.

    Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung (3-Tages-Pass für die Berlin Science Week) ist erforderlich – Link hinter dem Button „Mehr erfahren“!

    Role Models und Speakerinnen:

    • Dr. Nicole Saverscheck, promovierte Biologin, Leitung des Begabtenförderungswerk der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
    • Dr. Nina Fechler, promovierte Chemikerin, Global Director Strategic Marketing & Business Development bei Evonik
    • Dagny Lüdemann, Biologin, Chefreporterin im Ressort Wissen für DIE ZEIT
    • Dr. Nele Diekmann, promovierte Geisteswissenschaftlerin, selbständig

    Moderation: Dr. Hanna Proner, Geschäftsführerin von academics und Director Science / ZEIT Talent bei DIE ZEIT

    Termin: Freitag, 6. November 2026, 14 bis 16 Uhr
    Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin

    Mehr erfahren Weniger anzeigen
    Mehr Informationen
  • Online Seminar

    Perspektive HAW-Professorin – Online-Seminar für Frauen*

    Datum Mi, 18.11.2026
    Zeit 09:15 bis 11:15
    Redner Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau)
    Redner Marianne Löhndorf (TH Lübeck)

    Wie gelingt der Weg zur HAW-Professur? Und welche Fragen stellen sich dabei ganz besonders für Frauen*?

    Gemeinsam mit dem Fellowship-Programm „Zia – Visible Women in Science“ wollen wir diese und weitere Fragen in einem kostenfreien, interaktiven Online-Seminar rund um den Karriereweg HAW-Professur beantworten.

    Neben Einblicken in Voraussetzungen, Berufungsverfahren und den Berufsalltag geht es vor allem um Themen, die Frauen auf ihrem Karriereweg bewegen: Wie lässt sich eine Professur mit Familie und Privatleben vereinbaren? Welche Hürden können auf dem Weg entstehen? Und was hilft dabei, den nächsten Karriereschritt selbstbewusst zu gehen?

    Infos und Tipps aus erster Hand kommen dabei von Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau), mit der wir über ihren persönlichen Weg zur Professur sprechen, und Marianne Löhndorf (TH Lübeck), die Einblicke in Berufungsverfahren und Karrierewege gibt.

    Besonders wichtig: Dieses Webinar lebt vom Austausch. In einem eigenen Networking-Block haben die Teilnehmerinnen Raum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmerinnenzahl ist deshalb auf 250 limitiert.

    Das Online-Seminar findet in Kooperation mit der Kampagne „Karriere mit Wirkung“ und dem Fellowship-Programm „Zia – Visible Women in Science and Humanities“ der ZEIT statt.

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