IFiF-Projekte
Online-Vernetzungstreffen der IFiF-Projekte im April 2026
Am 28. und 29. April 2026 trafen sich Vertreter:innen der Projekte aus der BMFTR-Förderrichtlinie "Innovative Frauen im Fokus" (IFiF-Projekte) zu einem Online-Vernetzungstreffen.
Aktualisiert: 15.05.2026
Ergebnisse teilen, Sichtbarkeit stärken
© academics Grafik
Im Zentrum der Veranstaltung standen der Austausch über (Zwischen‑)Ergebnisse, die Diskussion zentraler Erkenntnisse sowie Fragen der Sichtbarkeit von Projektergebnissen in den Medien. Das Treffen wurde vom Metavorhaben "Innovative Frauen im Fokus" (meta‑IFiF) organisiert.
Am ersten Tag des Treffens standen die zentralen Aktivitäten der IFiF-Projekte im Mittelpunkt. Im Anschluss an insgesamt vier Projektvorstellungen bot sich in Barcamps die Möglichkeit, den Austausch untereinander zu konkreten Fragestellungen und Erfahrungen zu vertiefen.
(Zwischen-)Ergebnisse und Learnings aus den IFiF-Projekten
Folgende Projekte aus der Förderrichtlinie "Innovative Frauen im Fokus" nutzten die Gelegenheit, den Vertreter:innen der anderen Projekte ihre (Zwischen-)Ergebnisse und Learnings zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.
GREEN - Gender-Research in Ecological Economics Network
Das Projekt GREEN (Constructor University Bremen) hat das Ziel, den Einfluss von Frauen auf die ökologische Transformation zu analysieren, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und strukturelle Veränderungen zu fördern. Das Projekt verbindet systematische Literaturreview, quantitative Studien und qualitative Interviews mit nachhaltigen Gründerinnen. Als zentrale Stärke wurde der Methodenmix hervorgehoben. Darunter KI-gestützte Literaturarbeit, multimodale Erhebungsformate und Vernetzungsaktivitäten, durch die umfangreiche Datensätze erschlossen werden konnten. Zu den Learnings zählen die frühe und parallele Kommunikation von Ergebnissen, eine verständliche Aufbereitung von Inhalten, die gezielte Wahl geeigneter Kanäle sowie die Bedeutung von Netzwerken und Kooperationen.
Innovation! Frauen. Energie. (IFE)
IFE (WECF Deutschland e.V.) stärkt die Sichtbarkeit innovativer FLINTA* im Energiesektor und macht sie insbesondere für Schülerinnen als Rollenvorbilder sichtbar. Zu den bisherigen Ergebnissen zählen das Observatorium energierevolte.org, Informations- und Videoinhalte für die Plattform sowie der TikTok-Kanal @energierevolte. Als Learnings wurden für die Website-Entwicklung die frühe Einbindung aller Beteiligten, klare Rollen und Feedback-Schleifen mit der Zielgruppe hervorgehoben. Wichtig waren zudem eine diversitätssensible Bildsprache, die verständliche Aufbereitung von Energiethemen, die frühzeitige Klärung von Rechte- und Lizenzfragen sowie für TikTok eine klare Zielgruppenstrategie, Storytelling, regelmäßige Veröffentlichungen und ein geklärter Umgang mit Hate Speech.
ISeeHerTech
Das Projekt SeeHerTech (Universität Paderborn & TU München) untersucht Kommunikationsstrategien von Frauen in der Hochtechnologiebranche. Auf dieser Grundlage soll mit „SeeMyTech“ ein KI-gestütztes Kommunikationstool entwickelt werden, das Frauen in Wissenschaft und Unternehmertum bei Sichtbarkeitsstrategien unterstützt. Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass Sichtbarkeit als komplex, teils unvorhersehbar, aber auch bedingt steuerbar wahrgenommen wird. Zudem besteht häufig das Bedürfnis, klare Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatheit zu ziehen. Während Sichtbarkeit im Unternehmertum eng mit Erfolg und Finanzierung verknüpft ist, erscheint sie in der Wissenschaft oft als zusätzliche Aufgabe neben der Forschung.
WIM – Wissenschaftlerinnen in die Medien
WIM (FH Potsdam) verfolgte das Ziel, die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen in der Öffentlichkeit nachhaltig zu erhöhen und zugleich die Ursachen ihrer medialen Unterrepräsentation zu untersuchen. Ein zentrales Learning war, dass Empowerment vor allem auf Mikroebene wirkt, strukturelle Hürden jedoch bestehen bleiben. Für nachhaltige Sichtbarkeit braucht es deshalb aktive Communities, ausreichend Zeit sowie institutionelle Anerkennung und Unterstützung. WIM erarbeitete Handlungsempfehlungen für Redaktionen und baute mit den Kanälen @diewissenschaftlerinnen auf Instagram, LinkedIn und TikTok eine „digitale Bühne“ mit rund 10.000 erreichten Personen auf. Darüber hinaus entstand eine aktive Community mit verschiedenen Beteiligungsformaten und laufende Kooperationen.
In den anschließenden Barcamp-Sessions wurden vertiefende Fragen zu Sichtbarkeit diskutiert. Etwa psychologische Einflussfaktoren, mögliche negative Effekte von Sichtbarkeit und Kanonbildung in verschiedenen Fachdisziplinen.
Wie kommen Projektergebnisse in die Medien?
Der zweite Tag stand im Zeichen der Medien: Gemeinsam mit drei meta-IFiF-Beirätinnen arbeiteten die Teilnehmenden daran, wie sich Forschungsergebnisse so aufbereiten lassen, dass sie für Medien relevant werden. Ausgehend von journalistischen Nachrichtenfaktoren entwickelten sie für drei Projekte medienrelevante Narrative und diskutierten, welche Themen, Perspektiven und Formate Aufmerksamkeit erzeugen können. Zum Abschluss gaben die Expertinnen praxisnahe Hinweise dazu, wie Projekte passende Medien gezielt ansprechen und über Institutionenwebsites, Expert:innendatenbanken oder LinkedIn besser auffindbar werden können.