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Exzellenzuniversitäten
Fünf neue Exzellenzstandorte gewählt: Freiburg, Jena, Köln, Rhein-Main-Universitäten, Ruhr Innovation Lab

  • Die Exzellenzkommission von Bund und Ländern hat am 2. Oktober 2026 die letzten Entscheidungen der zweiten Wettbewerbsrunde der Exzellenzstrategie getroffen.
  • Ab 2027 insgesamt 15 Exzellenzstandorte, Förderung steigt auf 208 Millionen Euro jährlich.
  • Alle Standorte müssen beantragte Fördersummen im Schnitt um rund 21 Prozent kürzen.

Aktualisiert: 14.09.2026

Von: academics
News Forschungsförderung Akademische Laufbahn Professur

Exzellenzkommission gibt Entscheidung bekannt

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© academics Grafik

Die Exzellenzkommission von Bund und Ländern hat am 2. Oktober 2026 die letzten Entscheidungen der zweiten Wettbewerbsrunde der Exzellenzstrategie getroffen. Wie der Wissenschaftsrat (WR) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekanntgaben, wählte das aus Wissenschaft und Politik zusammengesetzte Gremium aus elf Universitäten und Universitätsverbünden fünf neue Standorte für eine dauerhafte Förderung in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten aus. Neu ausgewählt wurden

  • die Universität Freiburg,
  • die Friedrich-Schiller-Universität Jena,
  • die Universität zu Köln,
  • die Rhein-Main-Universitäten (TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Johannes Gutenberg-Universität Mainz) sowie
  • das Ruhr Innovation Lab (Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund).

Diese fünf Standorte komplettieren das Feld der künftig geförderten Exzellenzstandorte. Bereits im März 2026 waren zehn bestehende Einrichtungen – darunter ein Verbund – für eine weitere Förderung verlängert worden. Damit werden ab Januar 2027 insgesamt 15 Exzellenzstandorte in der Exzellenzstrategie gefördert. Neben den fünf neuen Standorten sind weiterhin exzellent:

  • RWTH Aachen,
  • Berlin University Alliance,
  • Uni Bonn,
  • TU Dresden,
  • Uni Hamburg,
  • Uni Heidelberg,
  • KIT,
  • LMU München,
  • TU München,
  • Uni Tübingen

Uni Konstanz verliert Exzellenzstatus

Nicht mehr zu den geförderten Standorten zählt künftig die Universität Konstanz: Nachdem die Exzellenzkommission im Mai 2025 70 Exzellenzcluster für eine (Weiter-)Förderung ab dem 1. Januar 2026 ausgewählt hatte, stand fest, dass zehn der elf bisherigen Exzellenzstandorte weiterhin die Voraussetzungen für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten erfüllten. Die Universität Konstanz erreichte die dafür erforderliche Mindestanzahl an Exzellenzclustern nicht mehr und schied damit aus der Förderung aus.

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Finanzierung: 208 Millionen Euro jährlich


Offizieller Förderbeginn in der zweiten Förderphase ist für alle 15 Exzellenzstandorte der 1. Januar 2027. Mit zusätzlich 60 Millionen Euro pro Jahr zu den bisherigen jährlich 148 Millionen Euro haben Bund und Länder die Grundlage für die Finanzierung von bis zu fünf neuen Exzellenzstandorten geschaffen – gemäß der Verwaltungsvereinbarung und dem GWK-Beschluss vom 30. Juni 2023. Damit investieren Bund und Länder für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten insgesamt 208 Millionen Euro pro Jahr.

Da in der zweiten Antragsrunde mit fünf Standorten die maximale Anzahl an Förderfällen ausgewählt wurde und nahezu alle Universitäten und Verbünde die möglichen Höchstsummen beantragt hatten (bei Einzeluniversitäten bis zu 15 Millionen Euro jährlich, bei Verbünden bis zu 28 Millionen Euro jährlich), ist für alle Standorte eine Anpassung der jeweils beantragten jährlichen Fördersumme um durchschnittlich rund 21 Prozent in den nächsten sieben Jahren notwendig.

Reaktionen aus Politik und Wissenschaft

Die Entscheidungen wurden im Anschluss an die Sitzung im Wissenschaftszentrum Bonn auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vorsitzende bzw. stellvertretender Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) sowie WR-Vorsitzender Prof. Dr. Wolfgang Wick und DFG-Präsidentin Prof. Dr. Katja Becker würdigten die teilnehmenden Standorte.

Wick betonte die weitreichenden Wirkungen des Wettbewerbs: Spitzenforschung brauche die ganze Universität – von der Lehre über den Transfer bis zu den Karrierewegen. DFG-Präsidentin Becker hob die erneut einmütigen Förderentscheidungen hervor, die auf internationalen Begutachtungen und Beratungen des Committee of Experts beruhten. Ministerin Bär verwies auf den Beitrag starker Universitäten zu Wirtschaftswachstum und Wohlstand und gratulierte allen erfolgreichen Standorten zu ihrer Leistung. Minister Mohrs unterstrich, dass auch nicht erfolgreiche Anträge wertvolle Strategien und Kooperationen hinterließen, die über die ausgezeichneten Standorte hinauswirkten.

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Wie das Verfahren ablief

Für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten lagen dem Wissenschaftsrat zum Stichtag 12. November 2025 elf Anträge vor – sieben von Einzeluniversitäten und vier von Verbünden aus zwei bzw. drei Universitäten. Antragsberechtigt war eine Einzeluniversität, wenn sie mindestens zwei Exzellenzcluster vorweisen konnte; ein Verbund musste mindestens drei Exzellenzcluster unter seinen beteiligten Universitäten vereinen. Zwischen April und Juni 2026 begutachteten internationale Gutachtendengruppen die Bewerber im Rahmen mehrtägiger Ortsbesuche. Grundlage für die Bewertung war die Kohärenz strategischer Ansätze vor dem Hintergrund der jeweiligen Ausgangsvoraussetzungen und Zielformulierungen.

Ausblick: Weiterentwicklung des Programms

Nach den letzten Entscheidungen der zweiten Wettbewerbsrunde richtet sich der Blick nun auf die mögliche Weiterentwicklung der Exzellenzstrategie, die als dauerhaftes Förderprogramm angelegt ist. Das Committee of Experts wird im Juni 2027 der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) einen Erfahrungsbericht zu beiden Förderlinien – Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten – vorlegen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Effekte die Exzellenzstrategie bislang auf den Wissenschaftsstandort Deutschland erzielt hat, um darauf aufbauend Empfehlungen für eine gezieltere Wirkung der Förderlinien zu erarbeiten. Auf dieser Grundlage wollen Bund und Länder anschließend über die Auswirkungen des Programms und mögliche Anpassungsbedarfe beraten.

(mas)

Was ist die Exzellenzstrategie?

Mit der Exzellenzstrategie sollen herausragende Forschungsprojekte an den Hochschulen gestärkt und ihre Sichtbarkeit im internationalen Vergleich erhöht werden. Sie ging aus der Fördermaßnahme Exzellenzinitiave hervor, die positiv evaluiert wurde. Weitergehende Informationen finden Sie im Ratgeber „Was ist die Exzellenzstrategie?"

Lesetipp: Weitere Artikel zum Thema, etwa zur Exzellenzinitiative, der ersten Förderrunde und den Exzellenzclustern 2026 finden Sie auf unserer Themenseite.

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