DVPW und Schader-Stiftung
Lehrpreis Politikwissenschaft 2026 für Julian Eckl
Der Lehrpreis Politikwissenschaft 2026 der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Schader-Stiftung geht an Dr. Julian Eckl von der Universität St. Gallen.
- Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.
- Ausgezeichnet wird das von Dr. Julian Eckl konzipierte Blockseminar „Spiele und Weltpolitik“, das Theorien der internationalen Beziehungen mithilfe von Brettspielen vermittelt.
- Das Blockseminar wurde erstmals im Wintersemester 2025/2026 durchgeführt.
- Die Preisverleihung findet im Herbst 2026 in der Schader-Stiftung in Darmstadt statt, eingebettet in den Tag der Lehre.
Aktualisiert: 03.08.2026
Auszeichnung für politikwissenschaftliche Lehre
© academics Grafik
Wie die Schader-Stiftung in einer aktuellen Pressemitteilung mitteilt, geht der mit 1.000 Euro dotierte Lehrpreis Politikwissenschaft der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Schader-Stiftung 2026 an Dr. Julian Eckl von der Universität St. Gallen für sein Lehrprojekt „Spiele und Weltpolitik“. Dies habe die vierköpfige Jury entschieden, bestehend aus:
- PD Dr. Volker Best (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
- Prof. Dr. Sonja Blum (Universität Bielefeld)
- Dr. Carola Klöck (SciencesPo Paris)
- Kristin Sieverdingbeck (Studentin und Vertreterin der Schader-Stiftung)
Das preisgekrönte Lehrprojekt
Das preisgekrönte Blockseminar „Spiele und Weltpolitik“ wurde im Wintersemester 2025/2026 erstmals an der Universität St. Gallen durchgeführt. Das Blockseminar bringt den Teilnehmenden verschiedene Theorien der internationalen Beziehungen über jeweils passende Brettspiele näher. Brettspiele stellten hier eine innovative, sehr anschauliche und konkrete Methode der Didaktik dar, so die Jury. Der Kurs verknüpfe eigenes Erleben in Spielsituationen mit abstrakten Theorien und der Weltpolitik. Neben dem innovativen Charakter des Kurses überzeuge auch das außergewöhnlich starke Engagement des Dozenten für Lehre und Didaktik.
Weitere Projekte auf der Shortlist
In Anbetracht der Vielzahl herausragender Lehrprojekte unter den insgesamt 17 Bewerbungen erwähnt die Jury darüber hinaus drei weitere Projekte ihrer „Shortlist“ besonders:
- Till Schröter Draband (Universität Münster) mit dem Kurs „Vertiefung zur Einführung in die Sozialwissenschaften“. Dass Politik bereits in der Grundschule thematisiert werden sollte, werde oft vergessen und hier mit diversen Methoden und Formaten ganz konkret an Lehramtsstudierende vermittelt.
- Solveig Richter und Malin Nissen (Universität Leipzig) mit dem Projekt „Between Memory and Reconciliation After Violence: Understanding Transformative Justice Through Art“. Eine außergewöhnliche Kooperation mit der Universität Sarajevo und einem Dokumentarfilmer, der Studierende auch auf der persönlichen und emotionalen Ebene mitnehme.
- Delf Rothe (Universität Hamburg) mit dem Seminar „Digital Technologies in Global Security: Doing Critical Security Studies with (and against) AI“. KI beschäftige alle, nicht nur im Bereich Lehre. Der Kurs finde einen gelungenen und innovativen Umgang mit KI, mit ganz konkreten Anwendungsbeispielen.
(che)
Hintergrund zum Lehrpreis
Der Lehrpreis wird 2026 bereits zum sechsten Mal vergeben. Die Preisverleihung findet im Herbst 2026 in der Schader-Stiftung in Darmstadt statt. Sie ist eingebettet in den Tag der Lehre.
Die DVPW und die Schader-Stiftung haben den Lehrpreis Politikwissenschaft 2020 geschaffen, um besondere Leistungen in der politikwissenschaftlichen Lehre auszuzeichnen. Der Preis wird seit 2021 jährlich vergeben, um die besondere Bedeutung der politikwissenschaftlichen Hochschullehre sichtbar zu machen und die Qualität der Lehre in der deutschen Politikwissenschaft zu stärken. Eine Auswahl der eingereichten Lehrprojekte wird im September im DVPW-Blog in der Reihe „Herausragende Lehre in der deutschen Politikwissenschaft“ veröffentlicht.