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Hochschulkooperation
Thüringen: Hochschulen wollen kooperieren

Angesichts knapper Finanzmittel denken Hochschulen über Veränderungen nach. Kooperationen könnten für Thüringer Hochschulen eine Lösung sein, Fusionen sind laut Berichterstattung jedoch nicht zu erwarten.

Aktualisiert: 17.06.2026

Von: academics
News Akademische Laufbahn HAW Wissenschaftssystem

Artikelinhalt

Thüringer Hochschulen suchen neue Wege Kooperationen müssten Mehrwert bieten Studierendenzahlen sind rückläufig

Finanzdruck und Demografie: Thüringer Hochschulen suchen neue Wege

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© academics Grafik

Forschung & Lehre berichtet: Die Universitäten und Fachhochschulen in Thüringen stellen sich darauf ein, in den nächsten Jahren noch enger zu kooperieren als bislang. „Den Hochschulpräsidenten ist klar, wie die Situation ist, sowohl was die finanzielle, als auch was die demografische Perspektive betrifft“, sagte der Vorsitzende der Thüringer Landespräsidentenkonferenze, Professor Kai-Uwe Sattler, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am 12. Juni. Nicht nur in Thüringen, sondern auch in anderen Bundesländern müssten die Hochschulen auf absehbare Zeit mit weniger Ressourcen auskommen. Alle seien sich darüber bewusst, dass das Hochschulsystem gerade in Thüringen nicht mehr auf einem ständigen Wachstumskurs sei, betonte er.

Dass einzelne Thüringer Universitäten oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) in absehbarer Zeit miteinander fusionieren werden, hält Sattler laut dpa allerdings für sehr unwahrscheinlich. „Fusionen sind kein Thema“, sagte er. Denkbar seien aber verstärkte Kooperationen entweder in der Verwaltung der verschiedenen Hochschulen, etwa bei den Bibliotheken oder bei der IT. Aber auch bei Forschung und Lehre würden bereits auf verschiedenen Ebenen Möglichkeiten einer engeren Vernetzung besprochen.

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Kooperationen müssten Mehrwert bieten

Nach Angaben Sattlers denken zum Beispiel verschiedene Hochschulen darüber nach, ob sie nicht bestimmte Studiengänge gemeinsam anbieten sollten oder ob sich Professorinnen und Professoren an einzelnen Hochschulen assoziieren ließen, wenn eine Einrichtung entscheide, eine bestimmte Professur nicht mehr zu besetzen. Das könne eine Möglichkeit sein, ein bestimmtes Studienangebot trotz sinkender Personalressourcen aufrechtzuerhalten, erklärte Sattler.

Für die Hochschulpräsident:innen sei bei allem aber immer die Überzeugung bestimmend, dass Kooperationen einen echten Mehrwert bieten müssten. Die beteiligten Hochschulen sollten entweder mehr leisten können als bisher oder ihre bisherigen Angebote mit weniger Ressourcen aufrechterhalten können.

"Kooperation ist kein Selbstzweck"

Professor Kai-Uwe Sattler, Vorsitzende der Thüringer Landespräsidentenkonferenz

Studierendenzahlen sind rückläufig

Wie heute schon die Thüringer Kindergärten, werden sich bald auch die Hochschulen im Land damit auseinandersetzen müssen, dass sie von deutlich weniger Menschen besucht werden als in der Vergangenheit, so Forschung & Lehre. Die Geburtenzahlen sind zuletzt stark zurückgegangen, was dem dpa-Bericht zufolge in einigen Jahren dazu führen dürfte, dass an den Universitäten und HAWs bald viel weniger Menschen eine höhere Bildung absolvieren werden.

In den vergangenen Jahren gingen die Studierendenzahlen an mehreren Hochschulen bereits zurück. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Beispiel waren nach Daten des Landesamtes für Statistik im Wintersemester 2024/2025 etwa 16.000 Studierende eingeschrieben, darunter etwa 2.400 Studierende aus dem Ausland. Zum Wintersemester 2019/2020 waren es noch etwa 17.000, fünf Jahre zuvor sogar etwa 18.300.

An der Technischen Universität Ilmenau ist die Lage laut dpa ähnlich. Dort waren im Wintersemester der Statistik zufolge 2024/2025 noch etwa 4.100 Studierende eingeschrieben, fast die Hälfte davon kam aus dem Ausland. Im Wintersemester 2014/2015 hatte die Studierendenzahl noch bei etwa 6.700 jungen Menschen gelegen, etwa 15 Prozent davon war aus dem Ausland gekommen.

(che)

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